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Schiedermair, Gerhard

Gerhard Schiedermair

Gerhard Schiedermair
Fotografie von Alexander Bopp (spätestens 1965).

© unbekannt. Der Fotograf Alexander Bopp bzw. dessen Rechtsnachfolger konnte trotz intensiver Bemühungen nicht ausfindig gemacht werden.

Schiedermair, Gerhard. Prof. Dr. jur. Rechtswissenschaftler. * 27.6.1906 Marburg, † 23.11.1986 Bad Godesberg.
Geboren als Sohn des Musikwissenschaftlers Ludwig Sch. (1876-1957), wuchs Sch. in Bonn auf und studierte dort, u. a. bei Fritz Schulz sowie Hans Dölle, dessen Assistent er war (juristische Examina 1927 und 1931, Promotion 1929, Habilitation 1933). Er wurde 1937 nach Königsberg und 1943 nach Ffm. berufen. Dort blieb er als ordentlicher Professor für Bürgerliches Recht und Zivilprozessrecht bis zur Emeritierung 1971. Anschließend zog er sich nach Bad Godesberg zurück.
Sch. hat sein akademisches Leben in Ffm. verbracht. Er wirkte hier vor allem als Vermittler des Zivilprozessrechts, als Förderer des wissenschaftlichen Nachwuchses und in der akademischen Selbstverwaltung. Sein wissenschaftliches Oeuvre ist zwar schmal („Das Anwendungsgebiet des § 162 BGB“, 1929; „Vereinbarungen im Zivilprozeß“, Habil., 1935), aber er inspirierte und förderte zahlreiche Habilitanden (Wolfram Müller-Freienfels, Ernst Wolf, Othmar Jauernig, Gerhard Lüke, Wolfgang Münzberg, Herbert Fenn, Udo Kornblum, Franz Nicklisch, Peter Arens, Peter Gilles) und Doktoranden. Seine Vorlesungen galten als musterhaft. Für den Wiederaufbau der Ffter Juristischen Fakultät (des späteren Fachbereichs Rechtswissenschaft) hat er als mehrfacher Dekan viel geleistet; die Wahl zum Rektor 1961 nahm er allerdings nicht an.
Festschrift zum 70. Geburtstag (hg. v. Gerhard Lüke und Othmar Jauernig, 1976).
Der ältere Sohn, Prof. Dr. jur. Manfred Sch. (1932-2009), war ein bedeutender Wirtschaftsanwalt und Kulturförderer in Ffm. Der jüngere Sohn, Prof. Dr. jur. Hartmut Sch. (1936-2020), lehrte öffentliches Recht und Völkerrecht in Saarbrücken und Köln und war von 1980 bis 2004 Präsident des Deutschen Hochschulverbands. Die Tochter Susanne war verheiratet mit dem von Helmut Coing in Ffm. habilitierten Rechtshistoriker Prof. Dr. Wilhelm Simshäuser (1930-2004).

Artikel aus: Frankfurter Personenlexikon, verfasst von Michael Stolleis.

Literatur: Peter Gilles in: Diestelkamp/Stolleis (Hg.): Juristen 1989, S. 292-305; dort auch weitere Quellen- und Literaturnachweise.
Diestelkamp, Bernhard/Stolleis, Michael (Hg.): Juristen an der Universität Ffm. Baden-Baden 1989.
| Lüke, Gerhard: Gerhard Schiedermair 65 Jahre. In: Jurist. Schulung 1971, S. 384.
Juristische Schulung (JuS). Zeitschrift für Studium und praktische Ausbildung. [Späterer Untertitel: Zeitschrift für Studium und Referendariat.] Bisher 55 Jahrgänge. München 1961-2015.
Quellen: ISG, S2/5. 121.
ISG, Dokumentationsmappe in der Sammlung S2 (mit Kleinschriften, Zeitungsausschnitten und Nekrologen zu einzelnen Personen und Familien).
| Universitätsarchiv Ffm.
Universitätsarchiv Ffm. (UAF), Archiv der Johann Wolfgang Goethe-Universität, Ffm.
Internet: Wikipedia, 17.5.2015.
Wikipedia, Die freie Enzyklopädie, Hg.: Wikimedia Foundation Inc., San Francisco/Kalifornien (USA).
http://de.wikipedia.org/wiki/Ludwig_Schiedermair
Hinweis: Artikel über den Vater Ludwig und den Bruder Hartmut Schiedermair.
| Wikipedia, 17.5.2015.
Wikipedia, Die freie Enzyklopädie, Hg.: Wikimedia Foundation Inc., San Francisco/Kalifornien (USA).
http://de.wikipedia.org/wiki/Hartmut_Schiedermair
Hinweis: Artikel über den Vater Ludwig und den Bruder Hartmut Schiedermair.

GND: 118607480 ( Eintrag der Deutschen Nationalbibliothek ).

© 2026 Frankfurter Bürgerstiftung und bei den Autorinnen und Autoren
Empfohlene Zitierweise: Stolleis, Michael: Schiedermair, Gerhard. In: Frankfurter Personenlexikon (Onlineausgabe), https://frankfurter-personenlexikon.de/node/7780.


Stand des Artikels: 27.5.2021
Erstmals erschienen in Monatslieferung: 06.2015
Monatslieferung: Neuerscheinungen vom 10. Juni 2015.
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