Pless, Philipp. Dreher. Gewerkschafter. Journalist.
* 16.3.1906 (Ffm.-)Fechenheim, † 7.12.1973 Ffm.
Besuch der Volksschule. Dreherlehre in Offenbach. Bereits 1919 hatte sich P. der sozialistischen Jugendbewegung angeschlossen. Seit 1922 gehörte er der Gewerkschaft an. Während seiner Lehrzeit besuchte er die Gewerbe- und Volkshochschule zur Vorbereitung auf die Akademie der Arbeit, an der er 1927/28 Soziologie, Volkswirtschaft, Staats- und Arbeitsrecht hörte. Seit 1921 war P. auch freiberuflich als Journalist tätig. Nach der nationalsozialistischen „Machtergreifung“ war er 1933/34 Mitherausgeber der illegal erscheinenden Zeitschrift „Die Einheit“. Verhaftung und – nach zeitweiligem Aufenthalt im Saargebiet – 1935 Emigration nach Frankreich, wo er seinen Lebensunterhalt als Hochofen- und Bergarbeiter verdiente. Im Oktober 1945 kehrte P. mit seiner Familie nach Ffm. zurück. Ab 1948 Berichterstatter beim Zwei-Zonen-Wirtschaftsrat in Ffm. Danach bis 1952 als Korrespondent mehrerer Tageszeitungen am Bundestag. Von 1952 bis 1963 Leiter der Landesredaktion Hessen der Gewerkschaftszeitung „Weg der Arbeit“. Danach bis 1972 geschäftsführendes Vorstandsmitglied des DGB-Landesbezirks Hessen, zuletzt (seit 1967) als dessen Vorsitzender.
Seit 1952 Mitglied der SPD. Von 1958 bis zu seinem Tod Abgeordneter der SPD im Hessischen Landtag, wo P. seit 1966 Vorsitzender des Sozialausschusses war. 1972 Ortsbeiratsmitglied in seinem Heimatstadtteil Fechenheim.
Mitglied im Rundfunkrat des HR. Als zweiter Vorsitzender der TSG Fechenheim organisierte P. jahrelang das dortige Sportfest, die „Fechenheimer Olympiade“.
1971 Wilhelm-Leuschner-Medaille des Landes Hessen. 1973 Ehrenplakette der Stadt Ffm.
Philipp-P.-Preis der SPD Fechenheim für Gewaltprävention.
Seit 1952 Mitglied der SPD. Von 1958 bis zu seinem Tod Abgeordneter der SPD im Hessischen Landtag, wo P. seit 1966 Vorsitzender des Sozialausschusses war. 1972 Ortsbeiratsmitglied in seinem Heimatstadtteil Fechenheim.
Mitglied im Rundfunkrat des HR. Als zweiter Vorsitzender der TSG Fechenheim organisierte P. jahrelang das dortige Sportfest, die „Fechenheimer Olympiade“.
1971 Wilhelm-Leuschner-Medaille des Landes Hessen. 1973 Ehrenplakette der Stadt Ffm.
Philipp-P.-Preis der SPD Fechenheim für Gewaltprävention.
Artikel aus: Frankfurter Biographie 2 (1996), S. 142, verfasst von: Reinhard Frost.
Dieser Artikel wurde noch nicht abschließend für das Frankfurter Personenlexikon überarbeitet.
Lexika:
Lengemann: Hessen-Parlament, S. 351.
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Trägerinnen u. Träger d. Wilhelm-Leuschner-Medaille 2004, S. 74.
Literatur:
Beier: Arbeiterbewegung 1984, S. 521f.
Quellen:
ISG, S2/1. 247.
GND: 1060820862 ( Eintrag der Deutschen Nationalbibliothek ).
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Empfohlene Zitierweise: Frost, Reinhard: Pless, Philipp. In: Frankfurter Personenlexikon (Onlineausgabe), https://frankfurter-personenlexikon.de/node/772.
Stand des Artikels: 21.11.1994