Passavant, Johann Karl. Dr. med. Arzt. Schriftsteller.
* 22.4.1790 Ffm., † 14.4.1857 Ffm.
Sohn von Christian P. (1752-1832) und dessen Ehefrau Marie Elisabeth, geb. de Bary. Verheiratet mit Juliane Marianne P., geb. Lessing (1797-1862), und dadurch verwandt mit dem Schriftsteller Gotthold Ephraim Lessing (1729-1781).
Besuch des Ffter Gymnasiums. Medizinstudium zunächst (seit 1807) in Heidelberg, wo P. zudem Vorlesungen über Philosophie, Mythologie und Symbolik hörte, dann (seit 1809) in Tübingen. 1810 Promotion in Tübingen. Weiterbildung in Wien; dort Spezialisierung auf Augenheilkunde und Beschäftigung mit Magnetismus als Heilmethode. Immer wieder widmete sich P. auch der Theologie, die ihn – unter dem Einfluss seines Onkels Jakob Ludwig P. und des Professors für Theologie und späteren Bischofs von Regensburg Johann Michael Sailer – schon seit früher Jugend beschäftigte. P. strebte eine Aussöhnung der Naturwissenschaften mit der Religion und die Annäherung der christlichen Glaubensrichtungen an, was er auch 1817 bei einer Audienz bei Papst Pius VII. zur Sprache brachte.
1816 ließ sich P. als praktischer Arzt in Ffm. nieder. Seit 1818 Hausarzt des Versorgungshauses (des späteren Wiesenhüttenstifts).
Neben seiner ärztlichen Tätigkeit hielt P. Vorlesungen über „Lebensmagnetismus” (1819/20) und über Psychologie (1829/30) bei der SNG. 1832 unternahm er eine Reise nach Wien, um bei der dort ausgebrochenen Choleraepidemie zu helfen und die Krankheit zu studieren. 1833/34 Präsident des Physikalischen Vereins, dem er in der Phase des Neuanfangs wertvolle Dienste leistete.
Zahlreiche Veröffentlichungen, u. a. „Untersuchungen über den Lebensmagnetismus und das Hellsehen” (1821), „Von der Freiheit des Willens” (1835) und „Das Gewissen” (1857) sowie eine Sammlung vermischter Aufsätze (1857 posthum).
Marmorbüste (von Johann Nepomuk Zwerger, gestiftet von Philipp Gustav Passavant, 1866; wohl kriegszerstört 1944) im Treppenhaus der alten Stadtbibliothek am Obermaintor.
Besuch des Ffter Gymnasiums. Medizinstudium zunächst (seit 1807) in Heidelberg, wo P. zudem Vorlesungen über Philosophie, Mythologie und Symbolik hörte, dann (seit 1809) in Tübingen. 1810 Promotion in Tübingen. Weiterbildung in Wien; dort Spezialisierung auf Augenheilkunde und Beschäftigung mit Magnetismus als Heilmethode. Immer wieder widmete sich P. auch der Theologie, die ihn – unter dem Einfluss seines Onkels Jakob Ludwig P. und des Professors für Theologie und späteren Bischofs von Regensburg Johann Michael Sailer – schon seit früher Jugend beschäftigte. P. strebte eine Aussöhnung der Naturwissenschaften mit der Religion und die Annäherung der christlichen Glaubensrichtungen an, was er auch 1817 bei einer Audienz bei Papst Pius VII. zur Sprache brachte.
1816 ließ sich P. als praktischer Arzt in Ffm. nieder. Seit 1818 Hausarzt des Versorgungshauses (des späteren Wiesenhüttenstifts).
Neben seiner ärztlichen Tätigkeit hielt P. Vorlesungen über „Lebensmagnetismus” (1819/20) und über Psychologie (1829/30) bei der SNG. 1832 unternahm er eine Reise nach Wien, um bei der dort ausgebrochenen Choleraepidemie zu helfen und die Krankheit zu studieren. 1833/34 Präsident des Physikalischen Vereins, dem er in der Phase des Neuanfangs wertvolle Dienste leistete.
Zahlreiche Veröffentlichungen, u. a. „Untersuchungen über den Lebensmagnetismus und das Hellsehen” (1821), „Von der Freiheit des Willens” (1835) und „Das Gewissen” (1857) sowie eine Sammlung vermischter Aufsätze (1857 posthum).
Marmorbüste (von Johann Nepomuk Zwerger, gestiftet von Philipp Gustav Passavant, 1866; wohl kriegszerstört 1944) im Treppenhaus der alten Stadtbibliothek am Obermaintor.
Artikel aus: Frankfurter Biographie 2 (1996), S. 126, verfasst von: Fritz Koch.
Dieser Artikel wurde noch nicht abschließend für das Frankfurter Personenlexikon überarbeitet.
Lexika:
Kallmorgen, S. 369f.
Literatur:
Ebrard: Stadtbibliothek 1896, S. 96, 111.
|
Hamberger: Johann Passavant 1857.
|
Helfferich: Johann Karl Passavant 1867.
|
Passavant: Handelsfirmen Wichelhausen & Passavant 1920.
Quellen:
ISG, S2/2. 905.
GND: 119282445 ( Eintrag der Deutschen Nationalbibliothek ).
© 2026 Frankfurter Bürgerstiftung und bei den Autorinnen und Autoren
Empfohlene Zitierweise: Koch, Fritz: Passavant, Johann Karl. In: Frankfurter Personenlexikon (Onlineausgabe), https://frankfurter-personenlexikon.de/node/730.
Stand des Artikels: 31.3.1996