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Orth, Johann Philipp

Orth, Johann Philipp. Dr. jur. Jurist. Fachschriftsteller. * 25.7.1698 Ffm., † 8.4.1783 Ffm.
Jurastudium in Marburg und Halle. 1720 Promotion. Seit 1721 als Advokat in Ffm.
1786 stiftete O. ein Waisenhaus.
Verfasser der „Nöthig und nützlich erachteten Anmerkungen über die sogenannte erneuerte Reformation der Stadt Ffm.“ (1731). Es folgten vier Fortsetzungsbände unter dem Titel „Ausführliche Abhandlung von den berühmten Reichsmessen, so in der Reichsstadt Ffm. jährlich gehalten werden“ (1742-54). Besonders diese umfangreichen Fortsetzungskapitel gelten als wichtige Quelle über die Rechtsverhältnisse während der Ffter Messen (Polizeiverordnungen, Geld- und Warenhandel). O.s Beschreibungen bieten aber auch kulturhistorische Einblicke in das Messeleben der damaligen Zeit. Die rechtlichen Aussagen seines Werks blieben teilweise bis zur Generalüberarbeitung der Ffter Rechtsverordnungen durch Justinian von Adlerflycht relevant.
O.straße in Bornheim.

Artikel aus: Frankfurter Biographie 2 (1996), S. 112, verfasst von: Reinhard Frost.
Dieser Artikel wurde noch nicht abschließend für das Frankfurter Personenlexikon überarbeitet.

Lexika: W. Stricker in: ADB 24 (1887), S. 442.
Allgemeine Deutsche Biographie. Hg. durch die Historische Commission bei der Königlichen Akademie der Wissenschaften. 56 Bde. München/Leipzig 1875-1912.
| Dölemeyer: Juristen, S. 144, Nr. 461; S. 279, Nr. 325.
Dölemeyer, Barbara: Ffter Juristen im 17. und 18. Jahrhundert. Ffm. 1993. (Ius Commune, Veröffentlichungen des Max-Planck-Instituts für Europäische Rechtsgeschichte Ffm., Sonderhefte, Studien zur Europäischen Rechtsgeschichte 60).

GND: 117148512 ( Eintrag der Deutschen Nationalbibliothek ).

© 2026 Frankfurter Bürgerstiftung und bei den Autorinnen und Autoren
Empfohlene Zitierweise: Frost, Reinhard: Orth, Johann Philipp. In: Frankfurter Personenlexikon (Onlineausgabe), https://frankfurter-personenlexikon.de/node/707.


Stand des Artikels: 22.8.1994

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Herausgeber: Clemens Greve, Sabine Hock
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