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Ochs, Siegfried

Ochs, Siegfried. Dirigent. Komponist. * 19.4.1858 Ffm., † 6.2.1929 Berlin.
Der Musiker jüdischer Herkunft verbrachte Kindheit und Schulzeit in Ffm. Nach anfänglichem Chemiestudium ging er 1881 an die Königliche Hochschule für Musik in Wien. Von 1882 bis 1920 Leiter des „Siegfried O.schen Gesangvereins“ (später: „Philharmonischer Chor“). O. galt als bemerkenswerter Interpret der Bach’schen Chorwerke. 1905 war er Dirigent des Ffter Rühl’schen Gesang-Vereins. Bei den Sängerfesten in der Ffter Festhalle fungierte er als Preisrichter, worüber er in seiner 1922 erschienenen Autobiographie „Geschehenes, Gesehenes“ berichtet.
Als Komponist zeigte O. besonderes Talent im humoristischen Genre. Überdauert haben vor allem seine Variationen über das Kinderlied „’s kommt ein Vogel geflogen“ (im Stil großer Meister).

Artikel aus: Frankfurter Biographie 2 (1996), S. 104, verfasst von: Reinhard Frost.
Dieser Artikel wurde noch nicht abschließend für das Frankfurter Personenlexikon überarbeitet.

Lexika: Berliner Biogr. Lex., S. 328.
Spiess, Volker (Hg.): Berliner Biographisches Lexikon. 2., überarb. u. erw. Aufl. Berlin 2003.
| Riemann: Musik, Personenteil L-Z (1961), S. 225.
Riemann Musiklexikon. 12. Aufl. Hg. v. Willibald Gurlitt, Hans Heinrich Eggebrecht u. Carl Dahlhaus. 3 Bde. u. 2 Ergänzungsbde. Mainz 1959-75.
Literatur: Arnsberg: Gesch. d. Ffter Juden 1983, Bd. III, S. 326f.
Arnsberg, Paul: Die Geschichte der Ffter Juden seit der Französischen Revolution. Hg. v. Kuratorium für Jüdische Geschichte e. V., Ffm. Bearb. u. vollendet durch Hans-Otto Schembs. 3 Bde. Darmstadt 1983.
| Ochs: Geschehenes, Gesehenes 1922.
Ochs, Siegfried: Geschehenes, Gesehenes. Leipzig/Zürich 1922.
Quellen: ISG, S2/4. 318.
ISG, Dokumentationsmappe in der Sammlung S2 (mit Kleinschriften, Zeitungsausschnitten und Nekrologen zu einzelnen Personen und Familien).

GND: 11707988X ( Eintrag der Deutschen Nationalbibliothek ).

© 2026 Frankfurter Bürgerstiftung und bei den Autorinnen und Autoren
Empfohlene Zitierweise: Frost, Reinhard: Ochs, Siegfried. In: Frankfurter Personenlexikon (Onlineausgabe), https://frankfurter-personenlexikon.de/node/650.


Stand des Artikels: 24.2.1994

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