Neubauer, Friedrich. Geheimrat. Dr. phil. Schulleiter.
* 26.2.1861 Erfurt, † 14.4.1953 Kassel.
Altphilologie- und Geschichtsstudium. Danach Schuldirektor in Halle und Landsberg. Von 1905 bis 1926 war N. Direktor des humanistischen Ffter Lessing-Gymnasiums, dessen Ansehen er weiter ausbaute. N. führte Neuerungen ein, die von anderen Schulen übernommen wurden, etwa den Philosophieunterricht in der Prima. Anstelle der üblichen Übertragungen aus dem Deutschen ins Lateinische und Griechische ließ er verstärkt von der Originalsprache ins Deutsche übersetzen. Die Schüler konnten „Freie Arbeiten“ vorlegen, die beim Abitur mitberücksichtigt wurden. Die Charakterbildung seiner Schüler war ihm oberstes Ziel.
N. veröffentlichte zahlreiche Schriften pädagogischen, historischen und philosophischen Inhalts. Sein mehrbändiges „Lehrbuch der Geschichte“ war an Lehranstalten in ganz Deutschland verbreitet.
N. veröffentlichte zahlreiche Schriften pädagogischen, historischen und philosophischen Inhalts. Sein mehrbändiges „Lehrbuch der Geschichte“ war an Lehranstalten in ganz Deutschland verbreitet.
Artikel aus: Frankfurter Biographie 2 (1996), S. 92, verfasst von: Reinhard Frost.
Dieser Artikel wurde noch nicht abschließend für das Frankfurter Personenlexikon überarbeitet.
Literatur:
Buchmaier, Valerie: Ein Schulleiter des Kaiserreichs – Dr. Friedrich Neubauer. Sein Leben als Denker, Lehrer und Erzieher der Jugend. In: Mieles u. a. (Hg.): FS Lessing-Gymnasium 2020, S. 298-310.
Quellen:
Neubauer, Friedrich: Erfahrungen und Bekenntnisse. Ein Lebensbericht, zugleich ein Beitrag zur Schulgeschichte. Manuskript, 1947. ISG, Chroniken, S5/157.
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ISG, S2/449.
GND: 117010332 ( Eintrag der Deutschen Nationalbibliothek ).
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Empfohlene Zitierweise: Frost, Reinhard: Neubauer, Friedrich. In: Frankfurter Personenlexikon (Onlineausgabe), https://frankfurter-personenlexikon.de/node/620.
Stand des Artikels: 31.3.1996