Neher, Ludwig Franz Michael. Architekt.
* 9.7.1850 Stuttgart, † 17.5.1916 Ffm.
Sohn des Historienmalers Bernhard von N.
Von 1869 bis 1873 Ausbildung am Polytechnikum in Stuttgart. Seit 1873 in Ffm., zunächst bei Paul Wallot, später im Architektenbüro Mylius & Bluntschli, in dessen Auftrag er von 1876 bis 1879 umfangreiche Bauvorhaben ausführte. Von 1884 bis 1896 Teilhaber des Architekten Aage von Kauffmann. Danach eigenes Büro in Ffm.
Von 1908 bis 1916 Vorsitzender des Städelschen Museums-Vereins.
N. führte in Ffm. mehrere Großbauten im Monumentalstil der späten Gründerzeit aus, darunter den Rathausneubau (mit Franz von Hoven, 1900-04), das Senckenbergmuseum (1904-08) und das spätere Universitätshauptgebäude („Jügelhaus“) in Bockenheim (1906). 1898 Umgestaltung des Festsaals im Gesellschaftshaus des Palmengartens (Originalzustand freigelegt und restauriert 2009-12). Daneben zahlreiche Privatvillen, Bank- und Geschäftshäuser. 1898 errichtete N. sein eigenes Wohnhaus Untermainkai 64 in Formen der Neugotik und Neurenaissance („Villa N.“; erhalten).
Porträtmedaillon (1904) über dem Hauptportal („Baumeisterportal“) vom Südbau des Neuen Rathauses in der Bethmannstraße.
Von 1869 bis 1873 Ausbildung am Polytechnikum in Stuttgart. Seit 1873 in Ffm., zunächst bei Paul Wallot, später im Architektenbüro Mylius & Bluntschli, in dessen Auftrag er von 1876 bis 1879 umfangreiche Bauvorhaben ausführte. Von 1884 bis 1896 Teilhaber des Architekten Aage von Kauffmann. Danach eigenes Büro in Ffm.
Von 1908 bis 1916 Vorsitzender des Städelschen Museums-Vereins.
N. führte in Ffm. mehrere Großbauten im Monumentalstil der späten Gründerzeit aus, darunter den Rathausneubau (mit Franz von Hoven, 1900-04), das Senckenbergmuseum (1904-08) und das spätere Universitätshauptgebäude („Jügelhaus“) in Bockenheim (1906). 1898 Umgestaltung des Festsaals im Gesellschaftshaus des Palmengartens (Originalzustand freigelegt und restauriert 2009-12). Daneben zahlreiche Privatvillen, Bank- und Geschäftshäuser. 1898 errichtete N. sein eigenes Wohnhaus Untermainkai 64 in Formen der Neugotik und Neurenaissance („Villa N.“; erhalten).
Porträtmedaillon (1904) über dem Hauptportal („Baumeisterportal“) vom Südbau des Neuen Rathauses in der Bethmannstraße.
Artikel aus: Frankfurter Biographie 2 (1996), S. 89, verfasst von: Reinhard Frost.
Dieser Artikel wurde noch nicht abschließend für das Frankfurter Personenlexikon überarbeitet.
Lexika:
Dessoff, S. 101f.
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Thieme/Becker 25 (1931), S. 380.
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Zeller, S. 264f.
Literatur:
Börchers: Gesellschaftshaus im Palmengarten 2012, S. 41-44, 47.
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Scholz, Joachim: Der Architekt im inneren Kreis. In: Brogiato u. a. (Hg.): Forschen – Reisen – Entdecken 2011, S. 52f.
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Hansert: Städelscher Museums-Verein 1994, S. 37, 45, 49, 79, 82, 86, 90, 316.
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Stubenvoll, Willi: Das Ffter Rathaus 1896-1901. In: Mai/Paul/Waetzoldt (Hg.): Das Rathaus im Kaiserreich 1982, S. 415-451.
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Stubenvoll: Rathaus 1977.
Quellen:
ISG, S2/2. 865.
GND: 137998333 ( Eintrag der Deutschen Nationalbibliothek ).
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Empfohlene Zitierweise: Frost, Reinhard: Neher, Ludwig. In: Frankfurter Personenlexikon (Onlineausgabe), https://frankfurter-personenlexikon.de/node/612.
Stand des Artikels: 24.11.1993