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Binding, Karl

Karl Binding

Karl Binding
Fotografie.

© Institut für Stadtgeschichte (Sign. S7P Nr. 1245) / Historisches Museum (Inv.-Nr. C20143), Ffm.

Binding, Lorenz Ludwig Karl. Wirklicher Geheimer Rat. Prof. Dr. jur. Jurist. * 4.6.1841 Ffm., † 7.4.1920 Freiburg/Breisgau.
Stammte aus einer alteingesessenen Ffter Bäckerfamilie. Sohn des Juristen, späteren Appellationsgerichtsrats und Stadtgerichtsdirektors Dr. jur. Georg Christoph B. (1807-1877). Vater des Dichters Rudolf G. B. Cousin des Brauereibesitzers Conrad B.
Von 1860 bis 1863 Studium der Rechtswissenschaft in Heidelberg und Göttingen, abgeschlossen mit der Promotion. 1864 Habilitation in Heidelberg bei Mittermaier. Professor in Basel (1866-70), Freiburg (1870-72), Straßburg (1872-73) und Leipzig (1873-1913). Straf- und Staatsrechtler, bedeutend vor allem als Vertreter der heute noch bedeutsamen Normentheorie des Strafrechts, als Vertreter des klassischen Strafzwecks Vergeltung (im Gegensatz zur soziologischen Schule Franz von Liszts) und als Dogmatiker des Besonderen Teils des Strafgesetzbuchs.
Daneben hat B. rechtshistorische und staatsrechtliche Arbeiten veröffentlicht. Zeittypisch und nach 1933 verhängnisvoll seine mit Alfred Hoche publizierte Schrift: „Die Freigabe der Vernichtung lebensunwerten Lebens. Ihr Maß und ihre Form“ (1920, 2. Aufl. 1922).

Artikel aus: Frankfurter Personenlexikon, verfasst von Michael Stolleis.

Lexika: Arnd Koch in: HRG, 2. Aufl., Bd. 1 (2008), Sp. 594.
Handwörterbuch zur deutschen Rechtsgeschichte. Mitbegr. v. Wolfgang Stammler. 1. Aufl. Hg. v. Adalbert Erler, Ekkehard Kaufmann u. Dieter Werkmüller unter philolog. Mitarb. v. Ruth Schmidt-Wiegand. 5 Bde. Berlin 1964-98. 2., völlig überarb. u. erw. Aufl. Hg. v. Albrecht Cordes, Heiner Lück u. Dieter Werkmüller unter philolog. Mitarb. v. Ruth Schmidt-Wiegand bzw. Christa Bertelsmeier-Kierst. Bisher 3 Bde. u. weitere Lieferungen (bis Nowgorod). Berlin 2004-16.
| Heinrich Triepel in: NDB 2 (1955), S. 244f.
Neue Deutsche Biographie. Hg. v. d. Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften. Bisher 27 Bde. (bis Wettiner). Berlin 1953-2020.
| Richel, S. 51.
Richel, Arthur: Katalog der Abteilung Fft. [der Ffter Stadtbibliothek]. Bd. 2: Literatur zur Familien- und Personengeschichte. Ffm. 1929.
| Schrotzenberger, S. 24.
Schrotzenberger, Robert: Francofurtensia. Aufzeichnungen zur Geschichte von Ffm. 2., vermehrte u. verbesserte Aufl. Ffm. 1884.
Literatur: Jan Schröder in: Kleinheyer/Schröder: Juristen 2008, S. 62-66; dort auch weitere Quellen- und Literaturnachweise.
Kleinheyer, Gerd/Schröder, Jan (Hg.): Deutsche und Europäische Juristen aus neun Jahrhunderten. Eine biographische Einführung in die Geschichte der Rechtswissenschaft. 5. Aufl. Heidelberg 2008.
| Westphalen: Karl Binding 1989.
Westphalen, Daniela: Karl Binding (1841-1920). Materialien zur Biographie eines Strafrechtsgelehrten. Ffm./Bern [1989]. (Ffter kriminalwissenschaftliche Studien 26).
Quellen: ISG, S2/1. 584.
ISG, Dokumentationsmappe in der Sammlung S2 (mit Kleinschriften, Zeitungsausschnitten und Nekrologen zu einzelnen Personen und Familien).
Internet: Professorenkatalog d. Univ. Leipzig, 7.11.2014.
Professorenkatalog der Universität Leipzig (Catalogus Professorum Lipsiensium), hg. vom Lehrstuhl für Neuere und Neueste Geschichte, Historisches Seminar der Universität Leipzig.
http://www.uni-leipzig.de/unigeschichte/professorenkatalog/leipzig/Binding_736/
| Wikipedia, 7.11.2014.
Wikipedia, Die freie Enzyklopädie, Hg.: Wikimedia Foundation Inc., San Francisco/Kalifornien (USA).
http://de.wikipedia.org/wiki/Karl_Binding

GND: 118663283 ( Eintrag der Deutschen Nationalbibliothek ).

© 2026 Frankfurter Bürgerstiftung und bei den Autorinnen und Autoren
Empfohlene Zitierweise: Stolleis, Michael: Binding, Karl. In: Frankfurter Personenlexikon (Onlineausgabe), https://frankfurter-personenlexikon.de/node/5902.


Stand des Artikels: 7.11.2014
Erstmals erschienen in Monatslieferung: 11.2014
Monatslieferung: Neuerscheinungen vom 10. November 2014.
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