Müller-Ruzika (eigentl.: Müller), Carl. Kunsthändler. Schriftsteller.
* 13.1.1885 Ffm., † 7.11.1970 Ffm.
Nach der Ausbildung zum Bühnenmaler arbeitete M.-R. im Malersaal des Schauspielhauses, dessen Leitung er während des Ersten Weltkriegs übernahm und bis zur Spielzeit 1919/20 innehatte. Später als Kunsthändler tätig, wobei er sich auf das Kunstgewerbe des Mittelalters sowie das Silber der Renaissance und des Barocks spezialisierte. Sein Geschäft im Großen Hirschgraben (direkt neben dem Goethehaus) galt bis zur Zerstörung 1944 als eine der Zentralen des deutschen Kunsthandels; der Hirschgraben wurde in Fachkreisen zeitweilig als „Rue Müller“ betitelt. Als Senior des deutschen Kunsthandels, Ffter Lokalpoet und Bonvivant verkörperte M.-R. nach dem Zweiten Weltkrieg „ein Stück Alt-Fft.“.
Autor von Mundartstücken, u. a. „Anno dazumal“, „Die Madonna unterm Parapluie“ und „Nur kein Skandal“, sowie einer Neubearbeitung von Carl Malss’ „Der alte Bürgerkapitän“.
Autor von Mundartstücken, u. a. „Anno dazumal“, „Die Madonna unterm Parapluie“ und „Nur kein Skandal“, sowie einer Neubearbeitung von Carl Malss’ „Der alte Bürgerkapitän“.
Artikel aus: Frankfurter Biographie 2 (1996), S. 73, verfasst von: Reinhard Frost.
Dieser Artikel wurde noch nicht abschließend für das Frankfurter Personenlexikon überarbeitet.
Literatur:
Ffter Theater-Almanach 1919/20, S. 104.
Quellen:
ISG, S2/6. 732.
GND: 126751404 ( Eintrag der Deutschen Nationalbibliothek ).
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Empfohlene Zitierweise: Frost, Reinhard: Müller-Ruzika, Carl. In: Frankfurter Personenlexikon (Onlineausgabe), https://frankfurter-personenlexikon.de/node/581.
Stand des Artikels: 15.9.1993