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Morgenstern, Johann Friedrich

Morgenstern, Johann Friedrich. Maler. Radierer. Gemälderestaurator. * 8.10.1777 Ffm., † 21.1.1844 Ffm.
Sohn und Schüler von Johann Ludwig Ernst M. Verheiratet (seit 1806) mit der Ffter Bürgers- und Goldarbeiterstochter Maria Magdalena M., geb. Bansa (1778-1865). Den einzigen Sohn Carl M. unterrichtete M. in der Malkunst.
Nachdem M. die Grundbegriffe des Malerhandwerks in der Werkstatt seines Vaters erlernt hatte, bildete er sich 1797/98 bei dem Landschaftsmaler Johann Christian Klengel in Dresden weiter. In der Königlich Sächsischen Gemäldegalerie studierte er die Werke der niederländischen Landschaftsmaler des 17. Jahrhunderts. Seit 1799 weilte er wieder in Ffm. Nach dem Tod des Vaters Johann Ludwig Ernst führte M. dessen Restaurierungswerkstatt und auch dessen Miniaturenkabinett fort.
Seine Vaterstadt und deren Umgebung bildeten die bevorzugten Objekte seiner Landschaftsdarstellungen und Veduten. M. lieferte zahlreiche Ansichten des „modernen“, klassizistischen Ffm. Aber auch den Römer, den Liebfrauenberg und die Gegend um den Dom, belebt mit dem geschäftigen Treiben der Ffter Bürger, stellte er dar. Von 1808 bis 1810 fertigte er ein großes Panoramagemälde Fft.s an (verbrannt in Forchheim 1817). Mit der „Malerischen Wanderung auf den Altkönig und einen Teil der umliegenden Gegend im Sommer 1802”, einer Folge von 29 Radierungen mit Taunusansichten, schuf er einen frühen Wanderführer durch einen Teil des Taunus (Reprint 1976). Die „Erinnerungsblätter an Ffm.”, 36 kleine Kupferstiche mit den Sehenswürdigkeiten der Kaiserstadt, waren für den Verkauf an Fremde bestimmt, aber auch bei Einheimischen sehr beliebt.
Arbeiten M.s im Städelschen Kunstinstitut und im HMF. Eine Zeichnung M.s, die ein Konzert des „Museums“ im Gasthaus Weidenbusch im Steinweg zeigt, fand sich 2012 im Besitz der Ffter Museums-Gesellschaft wieder.
Sammlerraum für Johann Ludwig Ernst und Johann Friedrich M. in der 2012 eröffneten Dauerausstellung „Ffter Sammler und Stifter“ des HMF.

Artikel aus: Frankfurter Biographie 2 (1996), S. 64f., verfasst von: Birgit Weyel.
Dieser Artikel wurde noch nicht abschließend für das Frankfurter Personenlexikon überarbeitet.

Lexika: Dessoff, S. 97.
Dessoff, Albert: Kunst und Künstler in Ffm. im 19. Jahrhundert. 2. Bd.: Biographisches Lexikon der Ffter Künstler im 19. Jahrhundert. Ffm. 1909.
Literatur: Wolfgang P. Cilleßen in: Aura 2017/18, S. 49.
Aura. Jahresgabe [des Historischen Museums Fft.; mit wechselndem Untertitel.] Bisher 17 Ausgaben. Ffm. 2005/06-2021/22.
| Cilleßen, Wolfgang P.: Kleine Kopien. „Das Morgenstern’sche Miniaturcabinet“ (1796-1843). In: Ffter Sammler u. Stifter 2012, S. 99-117.
Ffter Sammler und Stifter. Eine Dauerausstellung des HMF (...). Ffm. 2012. (Schriften des HMF 32).
| Cilleßen, Wolfgang P.: Von Morgenstern zu Bott. Ffter Künstler als Sammler. In: Gesser/Cilleßen: Gleiche Vielfache – Karsten Bott 2015, S. 18-20.
Gleiche Vielfache – Karsten Bott. [Ausstellungsbroschüre des HMF.] Text: Susanne Gesser, Wolfgang P. Cilleßen. Ffm. 2015.
| Maisak/Kölsch: Gemäldekat. d. Ffter Goethe-Museums 2011, S. 178.
Maisak, Petra/Kölsch, Gerhard: Ffter Goethe-Museum. Die Gemälde. „... denn was wäre die Welt ohne Kunst?“ Bestandskatalog. Hg. v. Freien Deutschen Hochstift. Ffm. 2011.
| Wiederspahn/Bode: Kronberger Malerkolonie 1982, S. 697.
Wiederspahn, August/Bode, Helmut: Die Kronberger Malerkolonie. Ein Beitrag zur Ffter Kunstgeschichte des 19. Jahrhunderts. Mit dokumentarischen Beiträgen von Änne Rumpf-Demmer, Julius Neubronner und Philipp Franck. 3., erw. Aufl. Ffm. 1982.
Quellen: Eintrag der Heirat mit Maria Magdalena Bansa, 16. 7. 1806: ISG, Kirchen- bzw. Standesbücher: Heiratsbuch 22 (1804-08), S. 368.
ISG, Kirchen- bzw. Standesbücher: Heiratsbücher, Ffm., 1533-1848 bzw. 1849-1939.

GND: 117601624 ( Eintrag der Deutschen Nationalbibliothek ).

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Empfohlene Zitierweise: Weyel, Birgit: Morgenstern, Johann Friedrich. In: Frankfurter Personenlexikon (Onlineausgabe), https://frankfurter-personenlexikon.de/node/555.


Stand des Artikels: 24.1.1995

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