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Meyer, Max

Meyer, Max. Fabrikant und Kaufmann. * 9.9.1884 Limburg/Lahn, † 15.6.1971 Ffm.
Nach dem Besuch des Limburger Realgymnasiums kam M. 1900 zur Lehre nach Ffm. 1912 gründete er hier eine Fellteppichfabrik, die er nach dem Ersten Weltkrieg um einen Rauchwarenhandel erweiterte. 1938 musste M. sein Geschäft aufgeben; er wurde in Dachau inhaftiert und später nach Theresienstadt deportiert. Er überlebte die Konzentrationslager und kehrte 1945 nach Ffm. zurück. Noch vor der Wiederbegründung seiner wirtschaftlichen Existenz bemühte sich M. um den Neuaufbau der Ffter Jüdischen Gemeinde. Seit 1946 gehörte er dem provisorischen Gemeindeausschuss an. 1947 wurde er Erster Vorsitzender der Jüdischen Gemeinde, deren Vorstandsmitglied er bis 1962 war. Auf seine Initiative wurde 1948 eine Synagoge im Baumweg eingerichtet. M. war von dieser Zeit an im Synagogenvorstand und sorgte für einen täglichen Gottesdienst, der nach dem alten Ffter Ritus abgehalten wurde.
Daneben arbeitete M. im Kuratorium mehrerer gemeinnütziger Stiftungen mit.
Für seine Aufbauarbeit und seine Bemühungen um eine christlich-jüdische Verständigung wurde M. 1956 die Ehrenplakette der Stadt Ffm. verliehen.

Artikel aus: Frankfurter Biographie 2 (1996), S. 52, verfasst von: Reinhard Frost.
Dieser Artikel wurde noch nicht abschließend für das Frankfurter Personenlexikon überarbeitet.

Literatur: Krohn: Juden in Ffm. seit 1945, S. 333.
Krohn, Helga: „Es war richtig, wieder anzufangen“. Juden in Ffm. seit 1945. Ffm. 2011.
Quellen: ISG, S2/2. 325.
ISG, Dokumentationsmappe in der Sammlung S2 (mit Kleinschriften, Zeitungsausschnitten und Nekrologen zu einzelnen Personen und Familien).

GND: 1103592548 ( Eintrag der Deutschen Nationalbibliothek ).

© 2026 Frankfurter Bürgerstiftung und bei den Autorinnen und Autoren
Empfohlene Zitierweise: Frost, Reinhard: Meyer, Max. In: Frankfurter Personenlexikon (Onlineausgabe), https://frankfurter-personenlexikon.de/node/528.


Stand des Artikels: 15.6.1993

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Herausgeber: Clemens Greve, Sabine Hock
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