Friedrich Wilhelm Meyer
Passfoto.
© Friedrich Wilhelm Meyer-Stiftung e. V., Ffm.
Meyer, Friedrich Wilhelm. Maler.
* 8.7.1900 Sybba/Ostpreußen, † 28.9.1968 Ffm.
Bereits seit 1902 in Ffm. Besuch der Sachsenhäuser Oberrealschule. Seit 1917 Kriegsdienst. 1919 Heimkehr aus russischer Kriegsgefangenschaft. Ab 1925 Besuch der städtischen Kunstgewerbeschule, zunächst als Schüler von Johann Vincenz Cissarz, seit 1928 in der Klasse von Max Beckmann. Nach 1933 öffentliche Verbrennung seiner Bilder auf dem Römerberg und Berufsverbot. 1940 Übersiedlung mit seiner Frau Aenne, geb. Röser, nach Niederwasser bei Hornberg im Schwarzwald. Dort lag der Schwerpunkt seiner künstlerischen Arbeit auf Landschaftszeichnungen. Nach Kriegsende kehrte M. nach Ffm. zurück, wo das umfangreiche malerische und zeichnerische Spätwerk entstand, in dem sich der Künstler zunehmend von seinem Lehrer Max Beckmann zu lösen begann. Seine Bildthemen sind Stillleben, oft in Verbindung mit Selbstbildnissen, sowie Mehrfigurenkompositionen und politische Darstellungen, in denen immer wieder die Schrecken von Krieg und nationalsozialistischer Herrschaft künstlerisch verarbeitet werden.
Selbstbildnis (1947) im Städel.
Seit 1969 wurde das gesamte Werk M.s in zahlreichen Ausstellungen und Katalogen der Öffentlichkeit vorgestellt, darunter auch wesentliche Auszüge des schriftlichen Nachlasses zu künstlerischen und politischen Fragen.
Seit 1974 Friedrich Wilhelm M.-Stiftung e. V. zur Förderung der bildenden Kunst mit Sitz in Ffm.
Selbstbildnis (1947) im Städel.
Seit 1969 wurde das gesamte Werk M.s in zahlreichen Ausstellungen und Katalogen der Öffentlichkeit vorgestellt, darunter auch wesentliche Auszüge des schriftlichen Nachlasses zu künstlerischen und politischen Fragen.
Seit 1974 Friedrich Wilhelm M.-Stiftung e. V. zur Förderung der bildenden Kunst mit Sitz in Ffm.
Artikel aus: Frankfurter Biographie 2 (1996), S. 49f., verfasst von: Stephan Mann (redigierte Onlinefassung für das Frankfurter Personenlexikon).
Literatur:
Abendroth (Hg.): Vier Ffter Künstler im Widerstand 1995, bes. S. 4f., 18-23, 31f., 34, 36.
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Fittkau: Aus der Meisterklasse Max Beckmanns 2000, S. 31-42.
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Friedrich Wilhelm Meyer. Die Aquarelle 1983.
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Hoffmann (Hg.): Friedrich Wilhelm Meyer 1975.
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Kat. Expressionismus im Rhein-Main-Gebiet 2011, bes. S. 382f., 408f.
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Mann (Hg.): Friedrich Wilhelm Meyer 2000.
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Mann (Hg.): Friedrich Wilhelm Meyer. Zeichnungen 1990.
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Schlüter: Friedrich Wilhelm Meyer u. das polit. Bild 1993.
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Schlüter: Friedrich Wilhelm Meyer. Werkkat. d. Gemälde 2006.
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Victor: Der gesprengte Kreis 2023, bes. S. 58-60, 103-117, 165-171.
Quellen:
ISG, S2/6. 408.
Internet:
Friedrich Wilhelm Meyer-Stiftung, 7.5.2015.
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Hess. Biografie, 7.5.2015.
GND: 118733362 ( Eintrag der Deutschen Nationalbibliothek ).
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Empfohlene Zitierweise: Mann, Stephan: Meyer, Friedrich Wilhelm. In: Frankfurter Personenlexikon (Onlineausgabe), https://frankfurter-personenlexikon.de/node/524.
Stand des Artikels: 6.12.2017
Erstmals erschienen in Monatslieferung: 05.2015
Monatslieferung: Neuerscheinungen vom 10. Mai 2015.