Mayer, Eugen (auch: Elijahu). Jurist. Publizist.
* 4.7.1882 Zweibrücken, † 27.12.1967 Jerusalem.
Sohn eines Rabbiners.
Jurastudium in München, Berlin und Heidelberg. Nach dem Assessorexamen (1910) war M. als Assistant Director der Jewish Colonization Association (ICA) tätig. Dadurch wurde die Ffter Israelitische Gemeinde als Verwaltungsmitglied der ICA auf ihn aufmerksam. 1919 wurde M. Syndikus der Ffter Israelitischen Gemeinde. Diese leitende Funktion übte er bis zu seiner Emigration nach Jerusalem 1933 aus. M. gelang es, die vielfach veralteten Strukturen der Gemeinde zu erneuern. Zusammen mit dem liberalen Rabbiner Georg Salzberger gründete er Ende 1919 die Gesellschaft für jüdische Volksbildung, die den Religionsphilosophen Franz Rosenzweig nach Ffm. berief und damit den Grundstein für das Freie Jüdische Lehrhaus (1920) legte. 1921 gründete M. das „Ffter Israelitische Gemeindeblatt“, das er bis 1933 selbst redigierte und das sich schnell zu einer der angesehensten jüdischen Zeitschriften entwickelte. Auch nach dem Zweiten Weltkrieg blieb M. dem Ffter Judentum verbunden. Im Mai 1961 gehörte er zu den konstituierenden Mitgliedern der „Kommission zur Erforschung der Geschichte der Ffter Juden“.
1966 veröffentlichte M. den geschichtlichen Abriss „Die Ffter Juden. Blicke in die Vergangenheit“.
Jurastudium in München, Berlin und Heidelberg. Nach dem Assessorexamen (1910) war M. als Assistant Director der Jewish Colonization Association (ICA) tätig. Dadurch wurde die Ffter Israelitische Gemeinde als Verwaltungsmitglied der ICA auf ihn aufmerksam. 1919 wurde M. Syndikus der Ffter Israelitischen Gemeinde. Diese leitende Funktion übte er bis zu seiner Emigration nach Jerusalem 1933 aus. M. gelang es, die vielfach veralteten Strukturen der Gemeinde zu erneuern. Zusammen mit dem liberalen Rabbiner Georg Salzberger gründete er Ende 1919 die Gesellschaft für jüdische Volksbildung, die den Religionsphilosophen Franz Rosenzweig nach Ffm. berief und damit den Grundstein für das Freie Jüdische Lehrhaus (1920) legte. 1921 gründete M. das „Ffter Israelitische Gemeindeblatt“, das er bis 1933 selbst redigierte und das sich schnell zu einer der angesehensten jüdischen Zeitschriften entwickelte. Auch nach dem Zweiten Weltkrieg blieb M. dem Ffter Judentum verbunden. Im Mai 1961 gehörte er zu den konstituierenden Mitgliedern der „Kommission zur Erforschung der Geschichte der Ffter Juden“.
1966 veröffentlichte M. den geschichtlichen Abriss „Die Ffter Juden. Blicke in die Vergangenheit“.
Artikel aus: Frankfurter Biographie 2 (1996), S. 21f., verfasst von: Reinhard Frost.
Dieser Artikel wurde noch nicht abschließend für das Frankfurter Personenlexikon überarbeitet.
Literatur:
Arnsberg: Gesch. d. Ffter Juden 1983, Bd. III, S. 303-305.
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Kern, Brigitte A. A.: Freies Jüdisches Lehrhaus 1920 – Jüdisches Lehrhaus 1986. In: Juden in Kassel/Franz Rosenzweig 1986, S. 122.
GND: 129155993 ( Eintrag der Deutschen Nationalbibliothek ).
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Empfohlene Zitierweise: Frost, Reinhard: Mayer, Eugen. In: Frankfurter Personenlexikon (Onlineausgabe), https://frankfurter-personenlexikon.de/node/465.
Stand des Artikels: 18.2.1993