May, Johann Martin. Metzgermeister. Kommunalpolitiker.
* 29.6.1793 Ffm., † 21.5.1866 Ffm.
Vater des Lederfabrikanten Johann Martin M. (1825-1919).
M., Sohn eines Ffter Metzgermeisters, erlernte ebenfalls das Metzgerhandwerk und nahm 1814 als Freiwilliger an den Befreiungskriegen teil. Früh engagierte er sich für die Interessen des gewerblichen Mittelstands, besonders des Metzgerhandwerks. Als Mitglied der Gesetzgebenden Versammlung (von 1832 mit Unterbrechungen bis 1850) vertrat er die Interessen seines Berufstands und befürwortete demokratische Reformen. Auf der Seite der Handwerkerinnungen stand M. auch in seiner ablehnenden Haltung gegenüber der Einführung der allgemeinen Gewerbefreiheit. 1844 begründete er den Hilfsverein für notleidende Handwerker mit und wurde Vorsitzender des Ffter Handwerker- und Künstlervereins. 1848 adressierte er an die Paulskirchenversammlung eine Denkschrift über „Die Arbeiterfrage“. Auf dem gleichzeitig in Ffm. tagenden Allgemeinen Deutschen Handwerker- und Gewerbekongress wurde er als redegewandter Demokrat zum Präsidenten gewählt. Seine Sachkenntnis im Metzgereiwesen konnte M. 1851 als Gutachter der französischen Nationalversammlung für Fragen der Fleischversorgung nutzen. In späteren Jahren wirkte er bei der Erarbeitung einer Reichsgewerbeordnung mit.
M., Sohn eines Ffter Metzgermeisters, erlernte ebenfalls das Metzgerhandwerk und nahm 1814 als Freiwilliger an den Befreiungskriegen teil. Früh engagierte er sich für die Interessen des gewerblichen Mittelstands, besonders des Metzgerhandwerks. Als Mitglied der Gesetzgebenden Versammlung (von 1832 mit Unterbrechungen bis 1850) vertrat er die Interessen seines Berufstands und befürwortete demokratische Reformen. Auf der Seite der Handwerkerinnungen stand M. auch in seiner ablehnenden Haltung gegenüber der Einführung der allgemeinen Gewerbefreiheit. 1844 begründete er den Hilfsverein für notleidende Handwerker mit und wurde Vorsitzender des Ffter Handwerker- und Künstlervereins. 1848 adressierte er an die Paulskirchenversammlung eine Denkschrift über „Die Arbeiterfrage“. Auf dem gleichzeitig in Ffm. tagenden Allgemeinen Deutschen Handwerker- und Gewerbekongress wurde er als redegewandter Demokrat zum Präsidenten gewählt. Seine Sachkenntnis im Metzgereiwesen konnte M. 1851 als Gutachter der französischen Nationalversammlung für Fragen der Fleischversorgung nutzen. In späteren Jahren wirkte er bei der Erarbeitung einer Reichsgewerbeordnung mit.
Artikel aus: Frankfurter Biographie 2 (1996), S. 21, verfasst von: Reinhard Frost.
Dieser Artikel wurde noch nicht abschließend für das Frankfurter Personenlexikon überarbeitet.
Lexika:
Lengemann: MdL, S. 257.
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Franz Lerner in: NDB 16 (1990), S. 519.
Literatur:
Lerner: Ffter Metzger-Handwerk 1959.
Quellen:
ISG, S2/1. 227.
GND: 136684297 ( Eintrag der Deutschen Nationalbibliothek ).
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Empfohlene Zitierweise: Frost, Reinhard: May, Martin (1793-1866). In: Frankfurter Personenlexikon (Onlineausgabe), https://frankfurter-personenlexikon.de/node/463.
Stand des Artikels: 18.2.1993