Mainzer, Max. Dr. med. Orthopäde.
* 30.1.1872 Heppenheim, † 22.8.1952 Katonah/New York (USA).
Studium der Medizin in Heidelberg und Würzburg. 1890 Mitbegründer der jüdischen Studentenverbindung „Badenia“, aus der später der jüdische „Kartell-Convent“ hervorging. 1899 eröffnete M. in Ffm. in der Taunusstraße 6 eine orthopädische Spezialpraxis, die er 1904 in den Neubau Neckarstraße 5 verlegte. Bei der Gründung der Ffter Ortsgruppe des „Centralvereins deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens“ wurde M. in den Vorstand gewählt und bald darauf deren Vorsitzender; später war er Vorsitzender des Landesverbands Hessen-Nassau und Mitglied des Hauptvorstands in Berlin. Er engagierte sich im Vorstand der Jüdischen Gemeinde Ffm., u. a. im Kuratorium des Krankenhauses der Jüdischen Gemeinde. 1933 wurde M. die Weiterführung seiner Praxis untersagt, aber er konnte noch seine Wiederzulassung als Arzt durchsetzen. 1939 wanderte er zunächst nach England aus; später (Anfang 1941) emigrierte er weiter in die USA.
Artikel aus: Frankfurter Biographie 2 (1996), S. 8, verfasst von: Reinhard Frost.
Dieser Artikel wurde noch nicht abschließend für das Frankfurter Personenlexikon überarbeitet.
Lexika:
Kallmorgen, S. 346.
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Walk, S. 252.
Literatur:
Drexler-Gormann: Jüd. Ärzte in Ffm. 2009, S. 80f.
Quellen:
ISG, S2/4. 309.
GND: 1112089454 ( Eintrag der Deutschen Nationalbibliothek ).
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Empfohlene Zitierweise: Frost, Reinhard: Mainzer, Max. In: Frankfurter Personenlexikon (Onlineausgabe), https://frankfurter-personenlexikon.de/node/429.
Stand des Artikels: 16.6.1992