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Holzhausen, Johann Hector von

Johann Hector von Holzhausen

Johann Hector von Holzhausen
Stich von Philip Kilian nach einer Zeichnung von J. F. Trescher (1668; im Besitz der UB Ffm.).

© Universitätsbibliothek Johann Christian Senckenberg Ffm. (Porträtsammlung Holzhausen, Nr. 442, URN: urn:nbn:de:hebis:30:2-313801).

Holzhausen, Johann Hector (auch: Hektor) von. Stadtpolitiker. * 8.3.1600 Ffm., † 1.10.1668 Ffm.
Sohn des Ratsherrn und Schöffen Johann Hector von H. (1566-1619) und dessen Ehefrau Kunigunde, geb. Weiß von Limpurg (1575-1634). Verheiratet (seit 1633) mit Maria Margaretha von H., geb. Weiß von Limpurg (1611-1648). Vier Kinder.
Besuch des Ffter Gymnasiums. Von 1619 bis 1625 Studium von Philosophie und Jura in Gießen, Straßburg und Genf. Zahlreiche Reisen. Im Dreißigjährigen Krieg Dienst als Fähnrich in der Ffter Kompanie des schwedischen Regiments Vitzthum (1631-33). 1634 Erwerb des Ffter Bürgerrechts und Eintritt in die Patriziergesellschaft Alten-Limpurg.
Seit 1641 Ratsherr. 1648 Jüngerer Bürgermeister. Seit 1650 Schöffe. 1664 Älterer Bürgermeister. Zuletzt als Rechneideputierter zuständig für das Zeughaus, die städtischen Forsten und den Ausbau der Stadtbefestigung.
Von 1637 bis 1640 Pfleger des Allgemeinen Almosenkastens. Seit 1649 Pfleger des Katharinenklosters. Seit 1663 Pfleger des Hospitals zum heiligen Geist.
Porträt (von Johann Friedrich Trescher, 1668) im Städel Museum.
In der Leichenpredigt, die Philipp Jakob Spener auf ihn hielt, heißt es, H. habe zurückgezogen gelebt und die Einsamkeit geliebt, und er sei wegen seiner friedlichen und mäßigen Gesinnung bei der Bürgerschaft sehr beliebt gewesen.

Artikel aus: Frankfurter Biographie 1 (1994), S. 350, verfasst von: Roman Fischer (redigierte Onlinefassung für das Frankfurter Personenlexikon).

Lexika: Dölemeyer: Juristen, S. 87, Nr. 290.
Dölemeyer, Barbara: Ffter Juristen im 17. und 18. Jahrhundert. Ffm. 1993. (Ius Commune, Veröffentlichungen des Max-Planck-Instituts für Europäische Rechtsgeschichte Ffm., Sonderhefte, Studien zur Europäischen Rechtsgeschichte 60).
| Körner/Hansert: Ffter Patrizier 2003, S. 183.
Körner, Hans: Ffter Patrizier. Historisch-Genealogisches Handbuch der Adeligen Ganerbschaft des Hauses Alten-Limpurg zu Ffm. Neubearb. u. fortgesetzt durch Andreas Hansert. Neustadt/Aisch 2003.
| Richel, S. 264.
Richel, Arthur: Katalog der Abteilung Fft. [der Ffter Stadtbibliothek]. Bd. 2: Literatur zur Familien- und Personengeschichte. Ffm. 1929.
Literatur: Lerner: Holzhausen. Gestalten 1953, S. 132-148.
Lerner, Franz: Gestalten aus der Geschichte des Ffter Patrizier-Geschlechtes von Holzhausen. Ffm. 1953.
Quellen: ISG, Leichenpredigt, S4e/4.
ISG, Leichenpredigt im Bestand S4e (Leichenpredigten, 1586-1796, 1858, 1922).
| ISG, S2/5. 565.
ISG, Dokumentationsmappe in der Sammlung S2 (mit Kleinschriften, Zeitungsausschnitten und Nekrologen zu einzelnen Personen und Familien).
Internet: Ffter Patriziat, 8.11.2016.
Das Ffter Patriziat, Internetseiten mit Informationen (u. a. einer genealogischen Datenbank) zum Ffter Patriziat, bearb. v. Andreas Hansert, Projektträger: Cronstett- und Hynspergische evangelische Stiftung, Ffm.
https://frankfurter-patriziat.de/node/88183

GND: 104336862 ( Eintrag der Deutschen Nationalbibliothek ).

© 2026 Frankfurter Bürgerstiftung und bei den Autorinnen und Autoren
Empfohlene Zitierweise: Fischer, Roman: Holzhausen, Johann Hector von. In: Frankfurter Personenlexikon (Onlineausgabe), https://frankfurter-personenlexikon.de/node/4167.


Stand des Artikels: 8.11.2016
Erstmals erschienen in Monatslieferung: 11.2016
Monatslieferung: Neuerscheinungen vom 10. November 2016.
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Förderer: Cronstett- und Hynspergische evangelische Stiftung, Stiftung Niederländische Gemeinde Augsburger Confession

Kooperationspartner: Frankfurter Historische Kommission
Projektleitung: Sabine Hock
Herausgeber: Clemens Greve, Sabine Hock
Datenbankprogrammierung: Andreas Bombel
Gestaltung: Anja Müller-Ries

Bildnachweis für die Kopfleiste (v. l. n. r.): Hamman von Holzhausen (Hans Happ nach Conrad Faber von Creuznach/UB Ffm.), Arthur Schopenhauer (ISG), Friedrich Stoltze (ISG), Johann Wolfgang Goethe (Johann Heinrich Lips/FDH-FGM), Max Beckmann (ISG), Bertha Pappenheim (ISG), Eduard Rüppell (Pompeo Marchesi/Archiv der SGN als Dauerleihgabe im HMF/Foto: Sven Tränkner), Paul Ehrlich (ISG), Christian Egenolff (Johann Friedrich Schmidt nach dem Monogrammisten „M“/ISG), Karl der Große (Andreas Artur Hoferick nach Karl Eduard Wendelstadt/Foto: Wolfgang Faust), Franz Adickes (ISG), Liesel Christ (hr-Archiv/Foto: Kurt Bethke), Ernst May (ISG), Georg Philipp Telemann (Valentin Daniel Preisler nach Ludwig Michael Schneider/ISG).

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