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Andreae, Achilles

Achilles Andreae

Achilles Andreae
Fotografie (aus: Der Lehrkörper Ruperto Carola zu Heidelberg im Jahre 500 ihres Bestehens 1886, S. 25; Vorlage von Wikipedia, 25.6.2020).

© entfällt. Diese Abbildung ist gemeinfrei.

Andreae, Philipp Victor Achilles, auch gen. Achill. Prof. Dr. phil. Geologe und Paläontologe. * 14.11.1859 Ffm., † 17.1.1905 Hildesheim.
Sohn des Bankiers Achilles A. (1820-1888), eines Teilhabers des Bankhauses Phil. Nic. Schmidt, und dessen zweiter Ehefrau Alharda Alexandrine, geb. Freiin von der Borch (1836-1917). Neffe des Sprach- und Religionsforschers Hermann Victor A. Zwei Halbgeschwister aus erster Ehe des Vaters, vier jüngere Geschwister (drei Brüder, eine Schwester) aus der Ehe der Eltern.
Verheiratet (seit 1896) mit Margarethe A., geb. von Wasmer (1874-?). Zwei Söhne: Manfred A. (1897-?) und Hans Wolfgang Valentin A. (1898-?).
Schon als Schüler der Musterschule bekam A. erste Anregungen zur naturwissenschaftlichen Arbeit durch den Besuch zoologischer und geologischer Vorlesungen am Senckenbergischen Institut. Damals begann er seine rege Sammeltätigkeit, die vor allem Versteinerungen und lebenden Mollusken galt. Seit 1879 Studium der Geologie, Paläontologie und Mineralogie in Straßburg, Berlin, Bonn und wieder in Straßburg; daneben private Kunststudien. 1883 Promotion in Straßburg. 1883 Volontär bei der geologischen Landesaufnahme in Straßburg. 1884 Habilitation an der Universität Heidelberg. Zunächst Privatdozent, von 1887 bis 1894 außerordentlicher Professor für Paläontologie und Geologie in Heidelberg. Seit 1894 Direktor des Roemer-Museums in Hildesheim.
A. beherrschte vier Sprachen (Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch) und unternahm ausgedehnte Reisen zur naturwissenschaftlichen Forschung wie zum kunsthistorischen Studium in Frankreich, Italien, England, Russland, Griechenland, der Türkei, Nordafrika und Nordamerika.
Der SNG in Ffm. blieb A. zeitlebens eng verbunden.
Verfasser geologischer und paläontologischer Arbeiten, insbesondere zum Tertiär des Elsasses und Oberschlesiens, womit er „als einer der wenigen neueren deutschen Geohistoriker diesen jüngsten Zeitabschnitt der Erdgeschichte zu seinem Hauptstudium gemacht“ hat (Werner Quenstedt). Außerdem publizierte A. u. a. geologische Studien über Geysire und zoologische Beiträge zur Molluskenforschung sowie eine Reihe von naturwissenschaftlichen und kunsthistorischen Führern durch die Sammlungen des von ihm geleiteten Roemer-Museums.

Artikel aus: Frankfurter Personenlexikon, verfasst von Sabine Hock.
Artikel in: Frankfurter Biographie 1 (1994), S. 24, verfasst von: Sabine Hock.

Lexika: Drüll: Heidelberger Gelehrtenlexikon 1803-1932, S. 3.
Drüll, Dagmar: Heidelberger Gelehrtenlexikon 1803-1932. Berlin/Heidelberg/New York/Tokyo 1986.
| Werner Quenstedt in: NDB 1 (1953), S. 281f.
Neue Deutsche Biographie. Hg. v. d. Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften. Bisher 27 Bde. (bis Wettiner). Berlin 1953-2020.
Literatur: Nekrolog in: Bericht d. SNG 1905, S. 11*-13*.
Bericht über die [seit 1896: der] SNG in Ffm. Ffm. 1850-1921.
| Dietz: Geschichte der Familie Andreae 1923, S. 216f.
Dietz, Alexander: Geschichte der Familie Andreae, Ffter Zweig. Ffm. 1923.
| Dt. Nekr. 10 (1905), Totenliste 1905, Sp. 139*.
Biographisches Jahrbuch und Deutscher Nekrolog. Hg. v. Anton Bettelheim u. a. 16 Bde. Berlin 1897-1913.
| Über den Vater Achilles Andreae (1820-1888): Gesch. d. Handelskammer 1908, S. 1069.
Geschichte der Handelskammer zu Ffm. 1707-1908. Beiträge zur Ffter Handelsgeschichte. Hg. v. der Handelskammer zu Ffm. Ffm. 1908.
| Kiefer: Stammtafeln zur Gesch. d. Familie Andreae 1923, Tafel VIIIb.
Kiefer, Karl: Stammtafeln zur Geschichte der Familie Andreae, Ffter Zweig. Ffm. 1923.
Quellen: Nachruf in: FN, 18. 1. 1905.
Ffter Nachrichten. Ffm. 1855-1934. [Zunächst als Nachrichtenbeilage des Intelligenzblatts, dann ab 1910 als Zeitung unter dem Titel „Ffter Nachrichten und Intelligenzblatt“ erschienen.]
| ISG, S2/1. 910.
ISG, Dokumentationsmappe in der Sammlung S2 (mit Kleinschriften, Zeitungsausschnitten und Nekrologen zu einzelnen Personen und Familien).
Internet: Hess. Biografie, 7.3.2019.
Hessische Biografie, Kooperationsprojekt des Instituts für Personengeschichte in Bensheim und des Hessischen Instituts für Landesgeschichte in Marburg zur Erstellung einer umfassenden personengeschichtlichen Dokumentation des Landes Hessen.
https://www.lagis-hessen.de/pnd/116309415
| Wikipedia, 7.3.2019.
Wikipedia, Die freie Enzyklopädie, Hg.: Wikimedia Foundation Inc., San Francisco/Kalifornien (USA).
https://de.wikipedia.org/wiki/Achilles_Andreae

GND: 116308990 ( Eintrag der Deutschen Nationalbibliothek ).

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Empfohlene Zitierweise: Hock, Sabine: Andreae, Achilles. In: Frankfurter Personenlexikon (Onlineausgabe), https://frankfurter-personenlexikon.de/node/403.


Stand des Artikels: 7.3.2019
Erstmals erschienen in Monatslieferung: 03.2019
Monatslieferung: Neuerscheinungen vom 10. März 2019.
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