Abraham, gen. Brami, Andreae
Fotografie (aus Dietz: Geschichte der Familie Andreae 1923, Tafel vor S. 147).
© unbekannt. Das Foto wurde spätestens 1875 aufgenommen und in dem o. g. Buch ohne Angabe des Fotografen/der Fotografin 1923 publiziert.
Andreae, Abraham Maria, gen. Brami. Ingenieur.
* 9.11.1819 Ffm., † 6.5.1875 (Magdeburg-)Buckau.
Sohn des Großkaufmanns Johannes, gen. Jean, A. (1780-1850) und dessen Ehefrau Caroline Maximiliane, geb. Willemer (1792-1871), der jüngsten Tochter von Johann Jakob (von) Willemer. Sechstes von 15 Kindern. Bruder des Malers Tobias, gen. Toby, A.
Besuch einer technischen Bildungsanstalt in Weinheim. Von 1837 bis 1840 Maschinenbaustudium am Polytechnikum in Karlsruhe. Erste praktische Tätigkeit in der Gutehoffnungshütte in Sterkrade. Längere Studienreisen in Deutschland und England. Seit 1843 Chefkonstrukteur der Maschinenfabrik der Vereinigten Hamburg-Magdeburger Dampfschiffahrts-Compagnie in Buckau bei Magdeburg, zu deren Mitbegründern 1838 der Reeder Johann Friedrich A. (1785-1856) gehört hatte. Bei dem kurz „Maschinenfabrik Buckau“ genannten Unternehmen, um 1847 angeblich der zweitgrößten deutschen Maschinenfabrik, war A. insbesondere im Schiffs- und im Großmaschinenbau tätig. Während einer Unternehmenskrise um 1848/49 Ausscheiden aus der dortigen Stellung und Beginn einer längeren Studienreise durch Nordamerika. Anschließend mehrjährige Tätigkeit als Ingenieur bei der Einrichtung von Fabriken für die Zuckerindustrie in Mexiko, dann (seit 1854) als Zivil-Ingenieur in Havanna auf Kuba und in St. Louis in den USA. Wahrscheinlich kurz vor seiner Heirat mit Emilie Marianne Hennige (1834-1907), der Tochter eines Magdeburger Zuckerfabrikanten, 1856 wurde A. zum technischen Direktor der Maschinenfabrik Buckau bei Magdeburg berufen, die unter seiner Leitung wieder zu einem führenden Unternehmen in Deutschland aufstieg. So entwickelte er dort, nach erheblicher Vergrößerung der Fabrikanlagen und verbesserter Ausstattung der Werkstätten, den Bau von Dampfmaschinen aufgrund seiner in Amerika gesammelten Erfahrungen weiter. Er führte technische Neuerungen (wie die Corliss-Dampfmaschine) in Europa ein, begann mit der Produktion von Lokomobilen, konstruierte große Dampfpumpen (u. a. für das Magdeburger städtische Wasserwerk, 1858) und Heißluftmaschinen. Auch setzte er sich ab 1864 erfolgreich für die Einführung der Kettenschifffahrt auf der Elbe ein. Unter seiner Regie entstand das wohl erste in Deutschland gebaute Kettenschiff.
Eine von A. konstruierte Heißluftmaschine (1860) befindet sich im Deutschen Museum in München.
Besuch einer technischen Bildungsanstalt in Weinheim. Von 1837 bis 1840 Maschinenbaustudium am Polytechnikum in Karlsruhe. Erste praktische Tätigkeit in der Gutehoffnungshütte in Sterkrade. Längere Studienreisen in Deutschland und England. Seit 1843 Chefkonstrukteur der Maschinenfabrik der Vereinigten Hamburg-Magdeburger Dampfschiffahrts-Compagnie in Buckau bei Magdeburg, zu deren Mitbegründern 1838 der Reeder Johann Friedrich A. (1785-1856) gehört hatte. Bei dem kurz „Maschinenfabrik Buckau“ genannten Unternehmen, um 1847 angeblich der zweitgrößten deutschen Maschinenfabrik, war A. insbesondere im Schiffs- und im Großmaschinenbau tätig. Während einer Unternehmenskrise um 1848/49 Ausscheiden aus der dortigen Stellung und Beginn einer längeren Studienreise durch Nordamerika. Anschließend mehrjährige Tätigkeit als Ingenieur bei der Einrichtung von Fabriken für die Zuckerindustrie in Mexiko, dann (seit 1854) als Zivil-Ingenieur in Havanna auf Kuba und in St. Louis in den USA. Wahrscheinlich kurz vor seiner Heirat mit Emilie Marianne Hennige (1834-1907), der Tochter eines Magdeburger Zuckerfabrikanten, 1856 wurde A. zum technischen Direktor der Maschinenfabrik Buckau bei Magdeburg berufen, die unter seiner Leitung wieder zu einem führenden Unternehmen in Deutschland aufstieg. So entwickelte er dort, nach erheblicher Vergrößerung der Fabrikanlagen und verbesserter Ausstattung der Werkstätten, den Bau von Dampfmaschinen aufgrund seiner in Amerika gesammelten Erfahrungen weiter. Er führte technische Neuerungen (wie die Corliss-Dampfmaschine) in Europa ein, begann mit der Produktion von Lokomobilen, konstruierte große Dampfpumpen (u. a. für das Magdeburger städtische Wasserwerk, 1858) und Heißluftmaschinen. Auch setzte er sich ab 1864 erfolgreich für die Einführung der Kettenschifffahrt auf der Elbe ein. Unter seiner Regie entstand das wohl erste in Deutschland gebaute Kettenschiff.
Eine von A. konstruierte Heißluftmaschine (1860) befindet sich im Deutschen Museum in München.
Artikel aus: Frankfurter Personenlexikon, verfasst von Sabine Hock.
Artikel in: Frankfurter Biographie 1 (1994), S. 24, verfasst von: Sabine Hock.
Lexika:
Friedrich Klemm in: NDB 1 (1953), S. 279.
Literatur:
Dietz: Geschichte der Familie Andreae 1923, S. 146f. (mit beigehefteter Anlage von Max P. Andreae über seinen Großvater Brami Andreae).
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Über den Vater Joh. Andreae-Willemer (1780-1850): Gesch. d. Handelskammer 1908, S. 1060.
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Kiefer: Stammtafeln zur Gesch. d. Familie Andreae 1923, Tafel IV.
Quellen:
Beckert, Manfred: 150 Jahre Magdeburger Maschinenbau (3). Buckau wurde bald zum Begriff. In: Volksstimme, Magdeburg, 13. 5. 1988.
Internet:
Hess. Biografie, 3.12.2018.
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Magdeburger Biographisches Lexikon, 3.12.2018.
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Wikipedia, 18.9.2020.
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Wikipedia, 18.9.2020.
GND: 138677298 ( Eintrag der Deutschen Nationalbibliothek ).
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Empfohlene Zitierweise: Hock, Sabine: Andreae, Abraham, gen. Brami. In: Frankfurter Personenlexikon (Onlineausgabe), https://frankfurter-personenlexikon.de/node/402.
Stand des Artikels: 7.12.2018
Erstmals erschienen in Monatslieferung: 12.2018
Monatslieferung: Neuerscheinungen vom 10. Dezember 2018.