Lust, Georg. Maler.
Aus Worms, ▭ † nach 1496.
Durch ein Legat des Patriziers Jakob Incus zu Schwanau wurde 1473 ein großes Kapital zur Ausschmückung der Ffter Klöster und Kirchen bestimmt. Von den Testamentsvollstreckern Wicker Frosch und Johannes Reutlinger wurde L. 1478 nach Ffm. berufen, wo er in der Weißfrauenkirche 22 Rücktücher und ein Fresko mit der Geschichte des Lazarus an der Südwand malen sowie eine von dem Bildhauer Michel Eseler gerade vollendete Steinplastik polychrom fassen sollte. 1479 wurde er außerdem beauftragt, eine Wandmalerei mit der Darstellung des Jüngsten Gerichts für den Schwibbogen an der Ostwand der Weißfrauenkirche zu schaffen. Die Arbeiten L.s sind nicht erhalten, da die alte Weißfrauenkirche im Zweiten Weltkrieg stark beschädigt und 1953 abgebrochen wurde.
Artikel aus: Frankfurter Biographie 1 (1994), S. 478f., verfasst von: Sabine Hock.
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Lexika:
Thieme/Becker 23 (1929), S. 479.
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Zülch, S. 222.
GND: 119784550X ( Eintrag der Deutschen Nationalbibliothek ).
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Empfohlene Zitierweise: Hock, Sabine: Lust, Georg. In: Frankfurter Personenlexikon (Onlineausgabe), https://frankfurter-personenlexikon.de/node/3138.
Stand des Artikels: 22.3.1991