Lonicerus (eigentl.: Lonitzer), Adam. Prof. Dr. med. Arzt. Schriftsteller.
* 10.10.1528 Marburg, ▭ 20.5.1586 Ffm.
1546/47 Weiterbildung und Tätigkeit als Hilfslehrer an der Barfüßerschule in Ffm. Seit 1554 Stadtphysikus in Ffm.
Verheiratet mit Magdalene L., geb. Egenolff, der Tochter des Verlegers Christian Egenolff, für den L. als Lektor und Berater wirkte.
L.’ schriftstellerisches Hauptwerk war „Naturalis historiae opus novum“ (2 Bde., 1551/55; Neuausgabe u. d. T. „Botanicon“, 1565), das bei Egenolff erschien und in der deutschen Ausgabe „Kreuterbuch (...)“ (1557) bekannt wurde. Das „Kreuterbuch“ basiert auf älteren Vorlagen, vor allem dem Kräuterbuch des vorherigen Stadtarztes Eucharius Roesslin d. J. († 1553/54) von 1533. L.’ Leistung ist es, in kompilatorischer Arbeit ein volkstümliches Heilpflanzenbuch erstellt zu haben, das dann sehr beliebt war und weite Verbreitung fand (insgesamt vier Auflagen bis 1577; weitere revidierte Auflagen bis 1783). Als botanisches Handbuch für Laien gedacht und nicht auf eigenen wissenschaftlichen Forschungen beruhend, blieb L.’ „Kreuterbuch“ ohne Einfluss auf die wissenschaftliche Entwicklung der Botanik. L. verfasste außerdem mathematische und medizinische Schriften sowie vor allem Publikationen zur öffentlichen Gesundheitspflege (Pestilenzordnung von 1572 und 1576, Hebammenordnung von 1573, Ärztliche Taxordnung von 1584 u. a.), wie es seinem Amt als Stadtarzt entsprach.
Linné benannte die Pflanzengattung „Lonicera“ (Geißblatt, Heckenkirsche) nach ihm.
Verheiratet mit Magdalene L., geb. Egenolff, der Tochter des Verlegers Christian Egenolff, für den L. als Lektor und Berater wirkte.
L.’ schriftstellerisches Hauptwerk war „Naturalis historiae opus novum“ (2 Bde., 1551/55; Neuausgabe u. d. T. „Botanicon“, 1565), das bei Egenolff erschien und in der deutschen Ausgabe „Kreuterbuch (...)“ (1557) bekannt wurde. Das „Kreuterbuch“ basiert auf älteren Vorlagen, vor allem dem Kräuterbuch des vorherigen Stadtarztes Eucharius Roesslin d. J. († 1553/54) von 1533. L.’ Leistung ist es, in kompilatorischer Arbeit ein volkstümliches Heilpflanzenbuch erstellt zu haben, das dann sehr beliebt war und weite Verbreitung fand (insgesamt vier Auflagen bis 1577; weitere revidierte Auflagen bis 1783). Als botanisches Handbuch für Laien gedacht und nicht auf eigenen wissenschaftlichen Forschungen beruhend, blieb L.’ „Kreuterbuch“ ohne Einfluss auf die wissenschaftliche Entwicklung der Botanik. L. verfasste außerdem mathematische und medizinische Schriften sowie vor allem Publikationen zur öffentlichen Gesundheitspflege (Pestilenzordnung von 1572 und 1576, Hebammenordnung von 1573, Ärztliche Taxordnung von 1584 u. a.), wie es seinem Amt als Stadtarzt entsprach.
Linné benannte die Pflanzengattung „Lonicera“ (Geißblatt, Heckenkirsche) nach ihm.
Artikel aus: Frankfurter Biographie 1 (1994), S. 468, verfasst von: Sabine Hock.
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Lexika:
Wilhelm Stricker in: ADB 19 (1884), S. 157f.
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Kallmorgen, S. 342.
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Lersner 2. 2, S. 61.
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Karl Mägdefrau in: NDB 15 (1987), S. 147f.
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Stricker, S. 295.
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Strieder 8 (1788), S. 86-91.
Literatur:
Dietz: Handelsgesch. III, S. 20.
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Heinzberger/Meyer/Meyer: Entwicklung d. Gärten u. Grünflächen 1988, S. 11.
Quellen:
ISG, S2/13. 156.
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ISG, S2/11. 138 (Philipp Lonicerus, d. i. der Bruder von Adam Lonicerus).
GND: 119003333 ( Eintrag der Deutschen Nationalbibliothek ).
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Empfohlene Zitierweise: Hock, Sabine: Lonicerus, Adam. In: Frankfurter Personenlexikon (Onlineausgabe), https://frankfurter-personenlexikon.de/node/3111.
Stand des Artikels: 18.3.1991