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Lipphardt, Walther

Lipphardt, Walther. Dr. phil. Dr. theol. h. c. Lehrer. Musikwissenschaftler. * 14.10.1906 Wiescherhöfen/Westfalen, † 16.1.1981 Ffm.
Von 1940 bis 1969 Gymnasiallehrer für Deutsch, Musik, Geschichte, Latein und Philosophie in Ffm. Seit 1946 Dozent für Musikgeschichte, Gregorianik und Hymnologie an der Musikhochschule in Ffm. Mitarbeiter des Schulfunks beim HR. Neben seinem Beruf widmete sich L., dem zur Zeit des Nationalsozialismus eine Universitätslaufbahn versagt war, intensiv musikwissenschaftlichen Studien und Forschungen. Spezialgebiete: Lateinische und deutsche geistliche Spiele des Mittelalters und ihre Musik, Gregorianik und Liturgie, deutsches geistliches Liedgut. Nach seiner Pensionierung vom Schuldienst befasste L. sich hauptsächlich mit hymnologischen Studien.
Mitbegründer der „Werkgemeinschaft Lied und Musik“ (1947). Gründungsmitglied der Internationalen Arbeitsgemeinschaft für Hymnologie (1959). Mitarbeiter (seit 1964) am neuen katholischen Gesangbuch „Gotteslob“ (1975). Mitglied der Arbeitsgemeinschaft für ökumenisches Liedgut.
Zahlreiche Fachveröffentlichungen und Noteneditionen. Für die Ffter Kirchen- und Musikgeschichte ist seine Schrift „Gesangbücher in Ffm. vor 1569“ (1974) von besonderer Bedeutung.
Mitherausgeber des Werks „Das deutsche Kirchenlied“ (I.1, 1975; I.2, 1980). Herausgeber von „Lateinische Osterfeiern und Osterspiele“ (6 Bde., 1975-81).

Artikel aus: Frankfurter Biographie 1 (1994), S. 462f., verfasst von: Sabine Hock.
Dieser Artikel wurde noch nicht abschließend für das Frankfurter Personenlexikon überarbeitet.

Lexika: Philipp Harnoncourt in: NDB 14 (1985), S. 661f.
Neue Deutsche Biographie. Hg. v. d. Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften. Bisher 27 Bde. (bis Wettiner). Berlin 1953-2020.
Literatur: Kiedl: Liturgisches Spiel, geistlicher Gesang 1982.
Kiedl, Friederike: Liturgisches Spiel, geistlicher Gesang. Das wissenschaftliche Werk von Dr. phil. Dr. theol. h. c. Walther Lipphardt. In: Archiv für Liturgiewissenschaft 24 (1982), H. 3.
Quellen: ISG, S2/11. 004.
ISG, Dokumentationsmappe in der Sammlung S2 (mit Kleinschriften, Zeitungsausschnitten und Nekrologen zu einzelnen Personen und Familien).

GND: 118573381 ( Eintrag der Deutschen Nationalbibliothek ).

© 2026 Frankfurter Bürgerstiftung und bei den Autorinnen und Autoren
Empfohlene Zitierweise: Hock, Sabine: Lipphardt, Walther. In: Frankfurter Personenlexikon (Onlineausgabe), https://frankfurter-personenlexikon.de/node/3095.


Stand des Artikels: 12.3.1991

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Förderer: Cronstett- und Hynspergische evangelische Stiftung, Stiftung Niederländische Gemeinde Augsburger Confession

Kooperationspartner: Frankfurter Historische Kommission
Projektleitung: Sabine Hock
Herausgeber: Clemens Greve, Sabine Hock
Datenbankprogrammierung: Andreas Bombel
Gestaltung: Anja Müller-Ries

Bildnachweis für die Kopfleiste (v. l. n. r.): Hamman von Holzhausen (Hans Happ nach Conrad Faber von Creuznach/UB Ffm.), Arthur Schopenhauer (ISG), Friedrich Stoltze (ISG), Johann Wolfgang Goethe (Johann Heinrich Lips/FDH-FGM), Max Beckmann (ISG), Bertha Pappenheim (ISG), Eduard Rüppell (Pompeo Marchesi/Archiv der SGN als Dauerleihgabe im HMF/Foto: Sven Tränkner), Paul Ehrlich (ISG), Christian Egenolff (Johann Friedrich Schmidt nach dem Monogrammisten „M“/ISG), Karl der Große (Andreas Artur Hoferick nach Karl Eduard Wendelstadt/Foto: Wolfgang Faust), Franz Adickes (ISG), Liesel Christ (hr-Archiv/Foto: Kurt Bethke), Ernst May (ISG), Georg Philipp Telemann (Valentin Daniel Preisler nach Ludwig Michael Schneider/ISG).

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