Kübel, Johannes Georg. Kirchenrat. D. theol. h. c. Pfarrer. Publizist.
* 20.9.1873 Neustadt/Aisch, † 14.6.1953 Bubenreuth bei Nürnberg.
Zunächst Reiseprediger und Militärgeistlicher in Bayern. Von 1909 bis 1938 Pfarrer der Weißfrauengemeinde in Ffm. Mitarbeiter und Nachfolger von Hermann Dechent. Kriegsdienst im Ersten Weltkrieg. Mitglied im Allgemeinen evangelisch-protestantischen Missionsverein, im Evangelisch-Sozialen Kongress, im Evangelischen Bund und im Vorstand der Vereinigung der Freunde der Christlichen Welt. Vorsitzender des Gustav-Adolf-Hauptvereins Ffm. 1919 Mitglied in der Verfassunggebenden Landeskirchenversammlung. Vorstandsmitglied der Stadtsynode. Seit 1925 Mitglied im Evangelischen Landeskirchenrat Ffm., zeitweise als geistlicher Stellvertreter des Präsidenten, zuletzt als selbstständiger Kirchenrat. 1937 Senior des Ffter Predigerministeriums.
Von 1910 bis 1917 Herausgeber der „Chronik der Christlichen Welt“. Seit 1919 Herausgeber des Ffter evangelischen Wochenblatts „Die Gemeinde“ (späterer Titel: „Christliche Freiheit“, dann: „Freies Christentum“; mit dem Beiblatt: „Die Erkenntnis“).
1933 legte K. die Schriftleitung seines Wochenblatts und den Vorsitz im Gustav-Adolf-Verein nieder. Er trat aus dem Landeskirchenrat aus. Er beteiligte sich am „Kirchenkampf“ in der NS-Zeit und schloss sich dem Pfarrer-Notbund und der Bekennenden Kirche (BK) an. Seine Schrift „Die Bekennende Kirche im Selbstgericht“ (1938) war jedoch in den Kreisen der BK umstritten. Nach seiner Pensionierung (1938) zog K. nach Nürnberg.
Zahlreiche Schriften zu Kirchenrecht und Kirchengeschichte, u. a. „Evangelisches Kirchenrecht für Ffm.“ (1932), ein Kommentar zur Verfassung der Evangelischen Landeskirche Ffm. vom 12.1.1923.
Erinnerungen „Mensch und Christ, Theologe, Pfarrer und Kirchenmann“ (verfasst 1947, veröffentlicht 1973).
Von 1910 bis 1917 Herausgeber der „Chronik der Christlichen Welt“. Seit 1919 Herausgeber des Ffter evangelischen Wochenblatts „Die Gemeinde“ (späterer Titel: „Christliche Freiheit“, dann: „Freies Christentum“; mit dem Beiblatt: „Die Erkenntnis“).
1933 legte K. die Schriftleitung seines Wochenblatts und den Vorsitz im Gustav-Adolf-Verein nieder. Er trat aus dem Landeskirchenrat aus. Er beteiligte sich am „Kirchenkampf“ in der NS-Zeit und schloss sich dem Pfarrer-Notbund und der Bekennenden Kirche (BK) an. Seine Schrift „Die Bekennende Kirche im Selbstgericht“ (1938) war jedoch in den Kreisen der BK umstritten. Nach seiner Pensionierung (1938) zog K. nach Nürnberg.
Zahlreiche Schriften zu Kirchenrecht und Kirchengeschichte, u. a. „Evangelisches Kirchenrecht für Ffm.“ (1932), ein Kommentar zur Verfassung der Evangelischen Landeskirche Ffm. vom 12.1.1923.
Erinnerungen „Mensch und Christ, Theologe, Pfarrer und Kirchenmann“ (verfasst 1947, veröffentlicht 1973).
Artikel aus: Frankfurter Biographie 1 (1994), S. 432, verfasst von: Sabine Hock.
Dieser Artikel wurde noch nicht abschließend für das Frankfurter Personenlexikon überarbeitet.
Lexika:
Reichshdb. 1930/31, S. 1034.
Literatur:
Ffter kirchl. Jb. 1954, S. 195f.
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Joachim Proescholdt in: Telschow (Hg.): 100 Jahre ev. Gemeindeverband 1999, S. 70.
Quellen:
ISG, S2/2. 818.
Internet:
Wikipedia, 2.3.2024.
GND: 116580674 ( Eintrag der Deutschen Nationalbibliothek ).
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Empfohlene Zitierweise: Hock, Sabine: Kübel, Johannes. In: Frankfurter Personenlexikon (Onlineausgabe), https://frankfurter-personenlexikon.de/node/3001.
Stand des Artikels: 9.8.1990