Bürgermeister der Stadt Ffm. von 1937 bis 1945.
Kremmer, Johann Adolph Joseph. Postbeamter. Kommunalpolitiker.
* 10.1.1886 Wanfried/Werra, † 14.4.1976 Gersfeld/Rhön.
Seit 1919 Postbeamter beim Postscheckamt in Ffm. 1925 Postinspektor. Mitglied im Bezirksvorstand des Deutschen Postverbands. Seit 1930 Mitglied der NSDAP. Leiter der Beamtenabteilung der NSDAP im Gau Hessen-Nassau-Süd. 1933 von Jakob Sprenger mit der nationalsozialistischen „Gleichschaltung“ der Beamtenorganisationen der Provinz Hessen-Nassau beauftragt, zugleich zum Bundeswart des Deutschen Beamtenbunds für dieses Gebiet berufen. Im Oktober 1933 kurzzeitig Stadtverordneter (NSDAP) in Ffm. Von 1933 bis 1937 Landrat und Kreisleiter des Rheingaukreises in Rüdesheim. Von 1937 bis 1945 Bürgermeister („1. Beigeordneter“) in Ffm. Nachfolger von Karl Linder, der zum Stellvertretenden Gauleiter von Hessen-Nassau ernannt worden war. K. wurde auf Betreiben Sprengers in das Amt des Bürgermeisters eingesetzt und galt dementsprechend als Vertrauensmann der Gauleitung in der Stadtverwaltung. In diesem Sinn charakterisierte sein zeitgenössischer Spitzname „Unterschreibmaschine“ wohl seine Art der Amtsführung.
Artikel aus: Frankfurter Biographie 1 (1994), S. 429, verfasst von: Sabine Hock.
Dieser Artikel wurde noch nicht abschließend für das Frankfurter Personenlexikon überarbeitet.
Lexika:
Klein: Beamte, S. 159.
Literatur:
Tüffers: Der Braune Magistrat 2004, S. 196-203.
Quellen:
ISG, S2/42.
GND: 106825209X ( Eintrag der Deutschen Nationalbibliothek ).
© 2026 Frankfurter Bürgerstiftung und bei den Autorinnen und Autoren
Empfohlene Zitierweise: Hock, Sabine: Kremmer, Joseph. In: Frankfurter Personenlexikon (Onlineausgabe), https://frankfurter-personenlexikon.de/node/2989.
Stand des Artikels: 1.8.1990