Krahl, Hans-Jürgen. cand. phil. Student. Politiker.
* 17.1.1943 Sarstedt bei Hannover, † † 13.2.1970 (Diemelstadt-)Rhoden/Kreis Waldeck (tödlich verunglückt), beigesetzt in Hannover-Ricklingen.
Seit 1965 Student der Philosophie, Soziologie und Germanistik in Ffm. Doktorand von Adorno mit einer Arbeit über das „Naturgesetz der kapitalistischen Bewegung bei Marx“.
Zunächst Mitglied der CDU und einer schlagenden Studentenverbindung, trat K. 1964 in den Sozialistischen Deutschen Studentenbund (SDS) ein. Seit 1967/68 war er Sprecher und führender Kopf der Ffter Studentenbewegung. Wegen der nicht genehmigten (und gewaltsam verlaufenen) Demonstration gegen die Friedenspreisverleihung an den senegalesischen Präsidenten Léopold Sédar Senghor (22.9.1968) und wegen der Besetzung des Instituts für Sozialforschung (31.1.1969) stand K. vor Gericht; eine 21-monatige Haftstrafe wegen Landfriedensbruch 1969 musste er nicht antreten, da seinem Revisionsantrag stattgegeben wurde. Am Tag von K.s Beerdigung verabredeten die SDS-Funktionäre die Auflösung ihrer Organisation.
K.s Grab auf dem Friedhof in Hannover-Ricklingen wurde von einer „Initiative K.-Gedächtnis“ und dem Ffter Kulturverein DenkArt 2007 vor der Einebnung bewahrt und mit einer Denkmalsäule (von Uwe Spiekermann, 2007) versehen.
Am Schauspiel Fft. in Kooperation mit der Goethe-Universität anlässlich von deren 100. Jubiläum entstand das Stück „Wut und Gedanke“ (UA am 8.3.2015), ein „Projekt über Adorno“ von Christian Franke, in dessen Mittelpunkt die Figur von K. steht.
Zunächst Mitglied der CDU und einer schlagenden Studentenverbindung, trat K. 1964 in den Sozialistischen Deutschen Studentenbund (SDS) ein. Seit 1967/68 war er Sprecher und führender Kopf der Ffter Studentenbewegung. Wegen der nicht genehmigten (und gewaltsam verlaufenen) Demonstration gegen die Friedenspreisverleihung an den senegalesischen Präsidenten Léopold Sédar Senghor (22.9.1968) und wegen der Besetzung des Instituts für Sozialforschung (31.1.1969) stand K. vor Gericht; eine 21-monatige Haftstrafe wegen Landfriedensbruch 1969 musste er nicht antreten, da seinem Revisionsantrag stattgegeben wurde. Am Tag von K.s Beerdigung verabredeten die SDS-Funktionäre die Auflösung ihrer Organisation.
K.s Grab auf dem Friedhof in Hannover-Ricklingen wurde von einer „Initiative K.-Gedächtnis“ und dem Ffter Kulturverein DenkArt 2007 vor der Einebnung bewahrt und mit einer Denkmalsäule (von Uwe Spiekermann, 2007) versehen.
Am Schauspiel Fft. in Kooperation mit der Goethe-Universität anlässlich von deren 100. Jubiläum entstand das Stück „Wut und Gedanke“ (UA am 8.3.2015), ein „Projekt über Adorno“ von Christian Franke, in dessen Mittelpunkt die Figur von K. steht.
Artikel aus: Frankfurter Biographie 1 (1994), S. 423, verfasst von: Sabine Hock.
Dieser Artikel wurde noch nicht abschließend für das Frankfurter Personenlexikon überarbeitet.
Literatur:
Hammerstein: JWGU II 2012, S. 766, 768, 770, 773, 777f., 786f.
Quellen:
Mlodoch, Peter: Ein Ehrengrab für 1968. In: FR, 27. 6. 2007.
|
ISG, S2/6. 097.
Internet:
Wikipedia, 2.3.2024.
GND: 11898845X ( Eintrag der Deutschen Nationalbibliothek ).
© 2026 Frankfurter Bürgerstiftung und bei den Autorinnen und Autoren
Empfohlene Zitierweise: Hock, Sabine: Krahl, Hans-Jürgen. In: Frankfurter Personenlexikon (Onlineausgabe), https://frankfurter-personenlexikon.de/node/2981.
Stand des Artikels: 30.7.1990