Direkt zum Inhalt
Zur Startseite
Startseite

Seitenmenü

Seitenmenü

  • Personensuche
  • Editorial
  • Neuerscheinungen
  • Aufnahmekriterien
  • Editionsprinzipien
  • Projektgeschichte
  • Technische Umsetzung
  • Autorinnen und Autoren
  • Abkürzungsverzeichnis
  • Benutzeranmeldung

Pfadnavigation

  1. Startseite

König, Johann Balthasar

König, Johann Balthasar. Kapellmeister. Komponist. ~ 29.1.1691 Waltershausen bei Gotha/Thüringen, ▭ 2.4.1758 Ffm.
Der Handwerkersohn besuchte die Schule in Waltershausen und wechselte 1703 nach Ffm., wo er als Kapellknabe (Diskantist) in die von Johann Heinrich Christan (1692-1711) geleitete Kapelle eintrat. In einem 1728 verfassten Gesuch um Erhalt des Ffter Bürgerrechts gibt K. an, 25 Jahre bei der hiesigen Kapelle gedient zu haben. 1712/13 war er Mitglied der städtischen Kapelle unter Telemanns Leitung, die für die Gottesdienste in der Barfüßer- und der Katharinenkirche zuständig war; er spielte Cello und sang Bass. 1717 Heirat in Ffm.; für das erste Kind Georg Philipp (* 1718) übernahm Georg Philipp Telemann die Patenschaft. Nach dem Weggang Telemanns nach Hamburg ernannte der Rat 1721 Johann Christoph Bodinus zum Kapelldirektor der Barfüßerkirche und K. zum Kapellmeister der Katharinenkirche. Erst nach dem Tod von Bodinus (1727) erhielt K. 1729 zusätzlich die Kapellmeisterstelle an der Barfüßerkirche und war nun, wie früher Telemann, für die Musik an beiden Kirchen zuständig. Er führte hauptsächlich die Kantatenjahrgänge Telemanns auf, komponierte aber auch eigene Kirchenkantaten und etliche Gelegenheitsmusiken, darunter einige Hochzeitskantaten sowie Trauer- und Freudenmusiken in Verbindung mit dem Kaiserhaus (vgl. die überlieferte Aufstellung von K. in den Ratssupplikationen). Außerdem betätigte er sich mit dem Vize-Kapellmeister Heinrich Valentin Beck als Konzertveranstalter. K., der seit dem 24.3.1728 das Ffter Bürgerrecht besaß, blieb bis zu seinem Tod im Amt.
Herausgeber des „Harmonischen Lieder-Schatzes“ (1738, Nachdr. 2004), einer Choralsammlung mit zahlreichen eigenen Kompositionen, die insgesamt 1.913 Melodien enthält und damit das reichhaltigste Choralbuch des 18. Jahrhunderts ist.
Viele Kantaten K.s wurden ursprünglich Telemann zugeschrieben; eine quellenkritische Klärung der Autorschaft steht jedoch noch aus.

Artikel aus: Frankfurter Personenlexikon, verfasst von Roman Fischer.
Artikel in: Frankfurter Biographie 1 (1994), S. 410, verfasst von: Sabine Hock.

Lexika: Susanne Schurr in: Biographisch-Bibliographisches Kirchenlex. 4 (1992), Sp. 279-281.
Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon (BBKL). Begr. u. hg. v. Friedrich Wilhelm Bautz (1906-1979). Fortgeführt von Traugott Bautz (1945-2020) u. Uta Timpe-Bautz. Bisher 44 Bde. Herzberg 1975-2022.
| Brit Reipsch in: MGG, 2. Aufl., Personenteil 10 (2003), Sp. 489-492.
Die Musik in Geschichte und Gegenwart. Allgemeine Enzyklopädie der Musik. Unter Mitarb. zahlreicher Musikforscher (...) hg. v. Friedrich Blume. 17 Bde. Kassel/Basel 1949-86. Neuausgabe (2., völlig überarb. Aufl.): Hg. v. Ludwig Finscher. 10 Bde. (Sachteil), 18 Bde. (Personenteil) und ein Supplementband. Kassel/Stuttgart 1994-2008. Erschlossen, fortgesetzt, aktualisiert und erweitert als Online-Datenbank: MGG Online (unter: www.mgg-online.com). Kassel u. a. ab 2016.
| Richel, S. 318.
Richel, Arthur: Katalog der Abteilung Fft. [der Ffter Stadtbibliothek]. Bd. 2: Literatur zur Familien- und Personengeschichte. Ffm. 1929.
| Riemann: Musik, Personenteil A-K (1959), S. 947.
Riemann Musiklexikon. 12. Aufl. Hg. v. Willibald Gurlitt, Hans Heinrich Eggebrecht u. Carl Dahlhaus. 3 Bde. u. 2 Ergänzungsbde. Mainz 1959-75.
Literatur: Fischer: Ffter Telemann-Dokumente 1999.
Fischer, Roman: Ffter Telemann-Dokumente. Hg. v. Brit Reipsch und Wolf Hobohm. Hildesheim/Zürich/New York 1999. (Magdeburger Telemann-Studien 16).
| Jungius: Telemanns Ffter Kantatenzyklen 2008, S. 84-109.
Jungius, Christiane: Telemanns Ffter Kantatenzyklen. Kassel/Basel u. a. 2008. (Schweizer Beiträge zur Musikforschung 12).
| Cahn, Peter: Kirchenmusik an St. Katharinen. In: Proescholdt (Hg.): St. Katharinen 1981, S. 277-296.
Proescholdt, Joachim (Hg.): St. Katharinen zu Ffm. Ffm. 1981.
| Schlichte: Themat. Katalog d. kirchl. Musikhandschriften d. 17. u. 18. Jh. s in der UB Ffm. 1979, S. 105-114.
Schlichte, Joachim: Thematischer Katalog der kirchlichen Musikhandschriften des 17. und 18. Jahrhunderts in der Stadt- und Universitätsbibliothek Ffm. (Signaturengruppe Ms. Ff. Mus.). [Hg. v. d. Stadt- und Universitätsbibliothek Ffm.] Ffm. 1979. (Kataloge der Stadt- und Universitätsbibliothek Ffm. 8).
| Valentin: Musik 1906, S. 241, 252.
Valentin, Caroline: Geschichte der Musik in Ffm. vom Anfange des XIV. bis zum Anfange des XVIII. Jahrhunderts. Ffm. 1906.
Quellen: ISG, Allg. Almosenkasten: Bücher 909 (Neues Kircheninventarienbuch, 1703-71).
ISG, Allgemeiner Almosenkasten: Bücher (Best. H.14.06), insges. 1.136 Bücher, 1531-1883; erschlossen über Archivdatenbank sowie Rep. 216 u. 796.
| ISG, Bürgerbücher 13 (Altsign.: 12; 1723-35), Bl. 129.
ISG, Bestand Bürgerbücher (Best. H.02.17), 1311-1868.
| ISG, Kirchen- bzw. Standesbücher: Heiratsbuch 1717, S. 814.
ISG, Kirchen- bzw. Standesbücher: Heiratsbücher, Ffm., 1533-1848 bzw. 1849-1939.
| ISG, Kirchen- bzw. Standesbücher: Tauf-/Geburtsbuch 1718, S. 624.
ISG, Kirchen- bzw. Standesbücher: Tauf- bzw. Geburtsbücher, Ffm., 1533-1850 bzw. 1851-1909.
| ISG, Ratssuppl. 1722, Bd. II, Bl. 255f.; 1728, Bd. I, Bl. 313f.; 1729, Bd. I, Bl. 333f.; 1734, Bd. I, Bl. 505f.; 1743, Bd. II, Bl. 371-374; 1745, Bd. I, Bl. 326-328; 1752, Bd. III, Bl. 11-16; 1754, Bd. II, Bl. 245f.; 1755, Bd. IV, Bl. 338f.; 1756, Bd. I, Bl. 87-89.
ISG, Bestand Ratssupplikationen (Best. H.02.14), 1601-1810.
| ISG, S2/17. 990.
ISG, Dokumentationsmappe in der Sammlung S2 (mit Kleinschriften, Zeitungsausschnitten und Nekrologen zu einzelnen Personen und Familien).
| ISG, Schatzungsamt 228 u. 407. (K. besaß ein Haus auf dem Großen Kornmarkt, das 4. 300 Gulden gekostet hatte, auf dem 3. 100 Gulden Schulden lasteten.)
ISG, Bestand Schatzungsamt (Best. H.07.14), Ugb-Akten, 1350-1817; dazu Rep. 974 u. a.
| Staatsarchiv Gotha, Oberkonsistorium Generalia Loc. 19 Nr. 65.
Landesarchiv Thüringen – Staatsarchiv Gotha, Gotha.
Internet: Grove Music Online, 3.5.2018.
Grove Music Online, Oxford University Press, Oxford.
https://doi.org/10.1093/gmo/9781561592630.article.15327
Hinweis: Artikel von Dorothea Schröder (2001).
| Wikipedia, 3.5.2018.
Wikipedia, Die freie Enzyklopädie, Hg.: Wikimedia Foundation Inc., San Francisco/Kalifornien (USA).
https://de.wikipedia.org/wiki/Johann_Balthasar_König

GND: 12937749X ( Eintrag der Deutschen Nationalbibliothek ).

© 2026 Frankfurter Bürgerstiftung und bei den Autorinnen und Autoren
Empfohlene Zitierweise: Hock, Sabine/Fischer, Roman: König, Johann Balthasar. In: Frankfurter Personenlexikon (Onlineausgabe), https://frankfurter-personenlexikon.de/node/2948.


Stand des Artikels: 8.5.2018
Erstmals erschienen in Monatslieferung: 05.2018
Monatslieferung: Neuerscheinungen vom 10. Mai 2018.
  • Startseite
  • Impressum

Ein Projekt der Frankfurter Bürgerstiftung

Förderer: Cronstett- und Hynspergische evangelische Stiftung, Stiftung Niederländische Gemeinde Augsburger Confession

Kooperationspartner: Frankfurter Historische Kommission
Projektleitung: Sabine Hock
Herausgeber: Clemens Greve, Sabine Hock
Datenbankprogrammierung: Andreas Bombel
Gestaltung: Anja Müller-Ries

Bildnachweis für die Kopfleiste (v. l. n. r.): Hamman von Holzhausen (Hans Happ nach Conrad Faber von Creuznach/UB Ffm.), Arthur Schopenhauer (ISG), Friedrich Stoltze (ISG), Johann Wolfgang Goethe (Johann Heinrich Lips/FDH-FGM), Max Beckmann (ISG), Bertha Pappenheim (ISG), Eduard Rüppell (Pompeo Marchesi/Archiv der SGN als Dauerleihgabe im HMF/Foto: Sven Tränkner), Paul Ehrlich (ISG), Christian Egenolff (Johann Friedrich Schmidt nach dem Monogrammisten „M“/ISG), Karl der Große (Andreas Artur Hoferick nach Karl Eduard Wendelstadt/Foto: Wolfgang Faust), Franz Adickes (ISG), Liesel Christ (hr-Archiv/Foto: Kurt Bethke), Ernst May (ISG), Georg Philipp Telemann (Valentin Daniel Preisler nach Ludwig Michael Schneider/ISG).

© ab 2014 Frankfurter Bürgerstiftung und für die einzelnen Artikel bei den Autoren und/oder Institutionen.

Menü