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Kirchheim, Simon

Kirchheim, Simon. Dr. med. Arzt. Kommunalpolitiker. * 5.6.1843 Ffm., † 27.4.1915 Ffm.
Schüler des Gymnasiums. Studium der Medizin in Marburg, Würzburg, Prag und Wien. 1865 in Ffm. als Arzt angenommen und als Chirurg und Geburtshelfer zugelassen. Assistent von Johannes Baerwindt am Militärlazarett. Während des Kriegs von 1870/71 Arzt der Militärbaracken auf der Pfingstweide, wo hauptsächlich Cholera- und Blatternkranke behandelt wurden. Zugleich betrieb K. eine Privatpraxis. Von 1878 bis 1908 Arzt für innere Medizin am Hospital der Israelitischen Gemeinde, für dessen Neubau (1904) sich K. besonders engagierte.
Von 1879 bis 1908 Stadtverordneter (Demokratische Partei). Von 1879 bis 1881 Schriftführer, 1907 stellvertretender Schriftführer, 1908 stellvertretender Vorsitzender der Stadtverordnetenversammlung. Seit 1894 Mitglied, seit 1909 stellvertretender Vorsitzender der Anstaltsdeputation. Seit 1909 ehrenamtlicher Stadtrat. Als Kommunalpolitiker war K. vor allem auf den Gebieten der Wasserversorgung, der Hygiene, der Säuglingsfürsorge, der Reform des Krankenkassenwesens und der Reorganisation des Städtischen Krankenhauses tätig. Er setzte sich sehr für die Gründung der Ffter Universität ein.
Seit 1865 Mitglied, 1885 Vorsitzender des Ärztlichen Vereins. Gründer und Vorsitzender des Vereins für jüdische Krankenpflegerinnen.

Artikel aus: Frankfurter Biographie 1 (1994), S. 392f., verfasst von: Sabine Hock.
Dieser Artikel wurde noch nicht abschließend für das Frankfurter Personenlexikon überarbeitet.

Lexika: Kallmorgen, S. 321.
Kallmorgen, Wilhelm: Siebenhundert Jahre Heilkunde in Ffm. Ffm. 1936. (Veröffentlichungen der Historischen Kommission der Stadt Ffm. XI).
| Schrotzenberger, S. 129.
Schrotzenberger, Robert: Francofurtensia. Aufzeichnungen zur Geschichte von Ffm. 2., vermehrte u. verbesserte Aufl. Ffm. 1884.
Literatur: Arnsberg: Gesch. d. Ffter Juden 1983, Bd. III, S. 244f.
Arnsberg, Paul: Die Geschichte der Ffter Juden seit der Französischen Revolution. Hg. v. Kuratorium für Jüdische Geschichte e. V., Ffm. Bearb. u. vollendet durch Hans-Otto Schembs. 3 Bde. Darmstadt 1983.
| Maly: Stvv. I 1992, S. 159 u. ö.
Maly, Karl: Die Macht der Honoratioren. Geschichte der Ffter Stadtverordnetenversammlung, Bd. I: 1867-1900. Ffm. 1992. (Veröffentlichungen der Ffter Historischen Kommission, Bd. XVIII/1).
| Stvv. 1988, S. 30.
Stadtverordnetenversammlung der Stadt Ffm. Um Ffm. verdiente Persönlichkeiten. Hg.: Stadtverordnetenvorsteher Paul Labonté. Ffm. 1988.

GND: 1348925418 ( Eintrag der Deutschen Nationalbibliothek ).

© 2026 Frankfurter Bürgerstiftung und bei den Autorinnen und Autoren
Empfohlene Zitierweise: Hock, Sabine: Kirchheim, Simon. In: Frankfurter Personenlexikon (Onlineausgabe), https://frankfurter-personenlexikon.de/node/2895.


Stand des Artikels: 22.5.1990

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Förderer: Cronstett- und Hynspergische evangelische Stiftung, Stiftung Niederländische Gemeinde Augsburger Confession

Kooperationspartner: Frankfurter Historische Kommission
Projektleitung: Sabine Hock
Herausgeber: Clemens Greve, Sabine Hock
Datenbankprogrammierung: Andreas Bombel
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