Kessel, Franziska. Verkäuferin. Politikerin.
* 6.1.1906 Köln, † 23.4.1934 Mainz.
K., die seit 1928 der KPD angehörte, wurde im Sommer 1930 wegen ihrer politischen Aktivitäten zu einem Jahr Festungshaft verurteilt. Nach ihrer Haftentlassung war sie in Ffm. für die KPD politisch tätig, u. a. als Leiterin der Frauenabteilung bei der KPD-Bezirksleitung Hessen-Fft. (1931-33) und als Redakteurin der „Arbeiter-Zeitung“. Für den Wahlkreis Hessen-Nassau gehörte sie von Juli 1932 bis März 1933 dem Reichstag als jüngste Abgeordnete an. Als Widerstandskämpferin gegen den Nationalsozialismus wurde K. im April 1933 verhaftet. Infolge schwerer Folterungen während der Untersuchungshaft in Mainz erblindete sie. Im Zuchthaus Mainz, wo sie seit November 1933 inhaftiert war, wurde sie am 23.4.1934 angeblich erhängt in ihrer Zelle aufgefunden.
Franziska-K.-Straße in Heddernheim.
Franziska-K.-Straße in Heddernheim.
Artikel aus: Frankfurter Biographie 1 (1994), S. 391f., verfasst von: Sabine Hock.
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Lexika:
Schwarz: MdR 1965, S. 688.
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Weber/Herbst: Dt. Kommunisten 2008, S. 444.
Literatur:
Beier: Arbeiterbewegung 1984, S. 462.
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Kasper/Schubert: Nach Frauen benannt 2013, S. 50.
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Keval: Widerstand 1988, S. 243f.
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Neuland: Spartakusbund u. KPD in Ffm. 2012, S. 290f.
Quellen:
ISG, S2/8. 659.
GND: 130350222 ( Eintrag der Deutschen Nationalbibliothek ).
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Empfohlene Zitierweise: Hock, Sabine: Kessel, Franziska. In: Frankfurter Personenlexikon (Onlineausgabe), https://frankfurter-personenlexikon.de/node/2889.
Stand des Artikels: 21.5.1990