Intendant des Ffter Opernhauses von 1900 bis 1911.
Jensen, Paul. Theaterleiter. Schauspieler und Opernsänger.
* 20.3.1850 Königsberg, † 22.3.1931 Karlsruhe.
Als Nachfolger von Emil Claar übernahm J. am 1.11.1900 die Intendanz des Ffter Opernhauses. In seiner Amtszeit (bis 1911) wurden folgende Werke erstmals in Ffm. aufgeführt: „Eugen Onegin“ von Tschaikowsky, „Feuersnot“ von Richard Strauss, „Samson und Dalila“ von Saint-Saëns, „Tiefland“ von d’Albert, „Madame Butterfly“ von Puccini, „Pelleas und Melisande“ von Debussy u. a. Zudem begann J. einen Zyklus von Ffter Erstaufführungen der bis 1911 entstandenen Opern von Richard Strauss („Salome“, 1907; „Elektra“, 1909; „Guntram“, 1910; „Rosenkavalier“, 1911). Auch der heiteren Oper und Operette gab er wieder einen festen Platz im Ffter Spielplan. Zu Gastspielen in Ffm. verpflichtete J. u. a. Enrico Caruso und Leo Slezak.
Artikel aus: Frankfurter Biographie 1 (1994), S. 373, verfasst von: Sabine Hock.
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Lexika:
Eisenberg, S. 480f.
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Kosch: Theater 2 (1960), S. 906.
Literatur:
Dt. Bühnen-Jb. 1932, S. 108.
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Reber/Heym: Opernhaus 1969, S. 24.
Quellen:
ISG, S2/6. 431.
GND: 117104647 ( Eintrag der Deutschen Nationalbibliothek ).
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Empfohlene Zitierweise: Hock, Sabine: Jensen, Paul. In: Frankfurter Personenlexikon (Onlineausgabe), https://frankfurter-personenlexikon.de/node/2855.
Stand des Artikels: 24.4.1990