Jassoy, Louis (auch: Ludwig) Daniel. Dr. jur. Rechtsanwalt. Stadtpolitiker. Schriftsteller.
* 29.3.1768 Hanau, † 5.10.1831 Ffm.
Vater von Sophie J.
Aufgewachsen im Saalhof in Ffm. Schüler des Ffter Gymnasiums. Jurastudium in Marburg und Göttingen (seit 1786), dann Praktikum am Reichskammergericht in Wetzlar (1790-93). Seit 1793 Advokat in Ffm. Justitiar der Bankhäuser Rothschild und Bethmann. J. schlichtete den Rechtsstreit zwischen den Erben Städels und der Stadt Ffm.
Mitglied des „Dreizehner-Collegiums“, das nach Wiedererlangung der städtischen Selbstständigkeit die Konstitutionsergänzungsakte als neue Verfassung für die Freie Stadt Ffm. erarbeitete (1816). Mitglied der Gesetzgebenden Versammlung (1817-28), deren Vizepräsident er 1817 und 1820 war. Gegner der Reaktionspolitik. Befürworter der Judenemanzipation.
J., der naturwissenschaftlich sehr interessiert war, war Mitbegründer der SNG. Den J.’schen Garten bei seinem Haus vor dem Affentor in Sachsenhausen, wo er sich erfolgreich dem Gartenbau und der Blumenzucht widmete (erste Kamelienzucht in Ffm.), erwähnte Goethe als besondere Sehenswürdigkeit der Stadt (in: „Kunstgegenstände an Rhein, Main und Neckar“, 1815/17).
Verfasser juristischer und satirischer Schriften (u. a. „Welt und Zeit“, 6 Bde., 1816-28; „Aphorismen über bürgerliche Gesetzgebung“, 1826; „Das Tierreich und seine Revolution“, Manuskript in der Stadtbibliothek, 1826).
Aufgewachsen im Saalhof in Ffm. Schüler des Ffter Gymnasiums. Jurastudium in Marburg und Göttingen (seit 1786), dann Praktikum am Reichskammergericht in Wetzlar (1790-93). Seit 1793 Advokat in Ffm. Justitiar der Bankhäuser Rothschild und Bethmann. J. schlichtete den Rechtsstreit zwischen den Erben Städels und der Stadt Ffm.
Mitglied des „Dreizehner-Collegiums“, das nach Wiedererlangung der städtischen Selbstständigkeit die Konstitutionsergänzungsakte als neue Verfassung für die Freie Stadt Ffm. erarbeitete (1816). Mitglied der Gesetzgebenden Versammlung (1817-28), deren Vizepräsident er 1817 und 1820 war. Gegner der Reaktionspolitik. Befürworter der Judenemanzipation.
J., der naturwissenschaftlich sehr interessiert war, war Mitbegründer der SNG. Den J.’schen Garten bei seinem Haus vor dem Affentor in Sachsenhausen, wo er sich erfolgreich dem Gartenbau und der Blumenzucht widmete (erste Kamelienzucht in Ffm.), erwähnte Goethe als besondere Sehenswürdigkeit der Stadt (in: „Kunstgegenstände an Rhein, Main und Neckar“, 1815/17).
Verfasser juristischer und satirischer Schriften (u. a. „Welt und Zeit“, 6 Bde., 1816-28; „Aphorismen über bürgerliche Gesetzgebung“, 1826; „Das Tierreich und seine Revolution“, Manuskript in der Stadtbibliothek, 1826).
Artikel aus: Frankfurter Biographie 1 (1994), S. 371f., verfasst von: Sabine Hock.
Dieser Artikel wurde noch nicht abschließend für das Frankfurter Personenlexikon überarbeitet.
Lexika:
Heyden, S. 605.
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NB 1985, S. 188f., Nr. 1094; 1992, S. 365, Nr. 2030.
Quellen:
ISG, S2/339.
GND: 117085502 ( Eintrag der Deutschen Nationalbibliothek ).
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Empfohlene Zitierweise: Hock, Sabine: Jassoy, Louis Daniel. In: Frankfurter Personenlexikon (Onlineausgabe), https://frankfurter-personenlexikon.de/node/2851.
Stand des Artikels: 23.4.1990