Jacquin, Franciscus (auch: Franz). Ordensgeistlicher. Prediger. Chronist.
* 7.1.1707 Mainz, † 12.2.1776 Ffm.
J. trat 1723 in das Ffter Dominikanerkloster ein und feierte dort 1730 seine Primiz (den ersten Gottesdienst nach der Priesterweihe). 1737 hatte er erstmals das Amt als Prediger („concionator“) inne. Im gleichen Jahr begann er als Verwalter der Klosterbibliothek mit deren Neuordnung. 1746 wurde J. erstmals zum Prior des Ffter Konvents gewählt; in dieser Funktion stand er dem Kloster nachweislich von 1746 bis 1748, von 1752 bis 1754 und von 1758 bis 1761 vor. 1757 wurde er erstmals auch als Generalprediger („Praedicator generalis“) bezeichnet. Seine Ffter Tätigkeit wurde mehrfach unterbrochen von auswärtigen Einsätzen (1734-36, 1739-45, 1755-57, 1762-64). In seiner letzten Lebensphase wirkte er neben seinem Predigeramt auch als Beichtvater der Nonnen („monialium confessor“) der Rosenberger Einung (1770-76).
Begraben im Dominikanerkloster, wurde er von seinen Mitbrüdern folgendermaßen gewürdigt: „multa scripsit, ut testantur libri, et numquam otiosus fuit“ (er hat viel geschrieben, wie die Bücher bezeugen, und war niemals müßig; ISG, Dominikanerkloster: Bücher 18, S. 379).
J. verfasste fünf umfangreiche Bände einer Chronik seines Ordenskonvents („Chronicon conventus Francofurtani Ordinis Praedicatorum“, überliefert im ISG, Dominikanerkloster: Bücher 16-20) für die Zeit von 1233 bis 1776, wobei er sich auf ältere Chroniken, etwa die seines Amtsvorgängers Pater Johannes Deutsch, und auf inzwischen verlorengegangene Quellen stützte.
Begraben im Dominikanerkloster, wurde er von seinen Mitbrüdern folgendermaßen gewürdigt: „multa scripsit, ut testantur libri, et numquam otiosus fuit“ (er hat viel geschrieben, wie die Bücher bezeugen, und war niemals müßig; ISG, Dominikanerkloster: Bücher 18, S. 379).
J. verfasste fünf umfangreiche Bände einer Chronik seines Ordenskonvents („Chronicon conventus Francofurtani Ordinis Praedicatorum“, überliefert im ISG, Dominikanerkloster: Bücher 16-20) für die Zeit von 1233 bis 1776, wobei er sich auf ältere Chroniken, etwa die seines Amtsvorgängers Pater Johannes Deutsch, und auf inzwischen verlorengegangene Quellen stützte.
Artikel aus: Frankfurter Personenlexikon, verfasst von Roman Fischer.
Artikel in: Frankfurter Biographie 1 (1994), S. 370, verfasst von: Sabine Hock.
Literatur:
Richel, Arthur: Die Dominikanerbibliothek. In: Alt-Fft. NF 3 (1930), H. 6, S. 72-75.
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Jung: Stadtarchiv 1909, S. 127.
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Wedewer: Johannes Dietenberger 1888, S. 5f.
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Weizsäcker: Kunstschätze des Dominikanerklosters 1923, S. XX-XXVI.
Quellen:
ISG, Dominikanerkloster: Urkunden u. Akten 412 (Succintum Chronicon conventus Francofurtani ordinis Praedicatorum conscriptum a Patre Magistro Wehren, 1751; hier: beigebundenes Schreiben des Provinzials an den Praedicator generalis Franciscus Jacquin, Köln, 17. 1. 1757).
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ISG, Dominikanerkloster: Urkunden u. Akten 491 (Stiftungen der Familie Jacquin zugunsten des Dominikanerklosters, 1723-61; hier: Aufnahme des Franciscus Jacquin in das Ffter Dominikanerkloster, 1723).
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Rats- u. Stadtkal. 1734-76.
GND: 1022650718 ( Eintrag der Deutschen Nationalbibliothek ).
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Empfohlene Zitierweise: Hock, Sabine/Fischer, Roman: Jacquin, Franciscus. In: Frankfurter Personenlexikon (Onlineausgabe), https://frankfurter-personenlexikon.de/node/2843.
Stand des Artikels: 5.9.2022
Erstmals erschienen in Monatslieferung: 09.2022
Monatslieferung: Neuerscheinungen vom 10. September 2022.