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Illing, Ulla

Mitbegründerin und Leiterin des Seminars für Politik in Ffm.

Illing, Ulla, geb. Stenzel. Journalistin. Bildungspolitikerin. * 18.2.1915 Berlin, † 26.11.1975 Ffm.
Studium der Zeitungswissenschaft, Germanistik und Theaterwissenschaft in Berlin. Seit 1949 in Ffm. Zunächst (1949-51) Redakteurin der FR. Seit 1951 Leiterin des auf Initiative der amerikanischen Besatzungsmacht gegründeten Seminars für Politik in Ffm. Wichtigste Aufgabe des bald (1952) von der Stadt übernommenen Seminars war es zunächst, Interessierte aus allen Bevölkerungsschichten über die Grundbegriffe gesellschaftlichen und politischen Zusammenlebens zu informieren. Unter I.s Leitung (bis zu ihrem Tod 1975) wurden weitere Bereiche der Erwachsenenbildung am Seminar für Politik erschlossen und entwickelt. Besonders engagierte sich I., u. a. durch die Veranstaltung von Seminaren und Studienfahrten, gegen den Rechtsradikalismus.
Gründerin einer Sozialen Frauenpartei (1946), die jedoch trotz Zulassung durch die amerikanische Militärregierung nicht politisch aktiv wurde. I. arbeitete statt dessen an führender Position im Ffter Frauenverband mit und trat zunächst in die FDP, dann (1952) in die SPD ein. Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen (seit 1973).
I., die Bildungsarbeit als politische Arbeit verstand, widmete sich engagiert der Entwicklung von Modellen für die Erwachsenenbildung. Am Seminar für Politik richtete sie Vorbereitungskurse für die Zulassung besonders begabter Lehrlinge und junger Berufstätiger zum Hochschulstudium ein und entwickelte dafür wegweisende Lehr- und Lernmaterialien, u. a. ein spezielles Geschichtsbuch. Auch schuf sie Fortbildungsprogramme für Frauen, die nach einer Familienphase in den Beruf zurückkehren wollten. In Zusammenarbeit mit Helga Einsele versuchte I., die Resozialisierung strafgefangener Frauen durch Schul- und Berufsausbildung zu fördern. Zu diesem Zweck gründete und leitete sie die Preungesheim-Schule. Gründungsmitglied der Walter-Kolb-Stiftung.
1965 Ehrenplakette der Stadt Ffm.
Die bereits 1942 verwitwete Mutter eines Sohnes lebte ab 1949 zusammen mit der Kommunalpolitikerin Anne Bringezu in einer Hausgemeinschaft mit anderen Frauen und Kindern.

Artikel aus: Frankfurter Biographie 1 (1994), S. 368, verfasst von: Sabine Hock.
Dieser Artikel wurde noch nicht abschließend für das Frankfurter Personenlexikon überarbeitet.

Lexika: Schüller: Kommunalpolitikerinnen, S. 82-86.
Schüller, Elke: „Neue, andere Menschen, andere Frauen?“ Kommunalpolitikerinnen in Hessen 1945-1956. Ein biographisches Handbuch. Ffm. 1995. (Frauen und Politik in Hessen, 1. Bd.: Kreisfreie Städte).
Literatur: Gniffke: Volksbildung 1990, S. 52-56.
Gniffke, Kai: Volksbildung in Ffm. 1890-1990. Festschrift zum 100jährigen Jubiläum Ffter Bund für Volksbildung e. V., Volkshochschule Stadt Ffm., Ffter Bund für Volksbildung GmbH. Ffm. 1990.
| Schüller: Elisabeth Selbert 1996, S. 70f.
Schüller, Elke: Wer stimmt bestimmt? Elisabeth Selbert und die Frauenpolitik der Nachkriegszeit. Wiesbaden 1996.
Quellen: Erinnerung an eine enthusiastische Pädagogin. Im November 1975 starb Ulla Illing (...). In: FR, 30. 11. 1995.
Ffter Rundschau. Ffm. 1945-heute.
| ISG, S2/3. 675.
ISG, Dokumentationsmappe in der Sammlung S2 (mit Kleinschriften, Zeitungsausschnitten und Nekrologen zu einzelnen Personen und Familien).

GND: 1148029028 ( Eintrag der Deutschen Nationalbibliothek ).

© 2026 Frankfurter Bürgerstiftung und bei den Autorinnen und Autoren
Empfohlene Zitierweise: Hock, Sabine: Illing, Ulla. In: Frankfurter Personenlexikon (Onlineausgabe), https://frankfurter-personenlexikon.de/node/2839.


Stand des Artikels: 3.4.1990

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Herausgeber: Clemens Greve, Sabine Hock
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