Direkt zum Inhalt
Zur Startseite
Startseite

Seitenmenü

Seitenmenü

  • Personensuche
  • Editorial
  • Neuerscheinungen
  • Aufnahmekriterien
  • Editionsprinzipien
  • Projektgeschichte
  • Technische Umsetzung
  • Autorinnen und Autoren
  • Abkürzungsverzeichnis
  • Benutzeranmeldung

Pfadnavigation

  1. Startseite

Holzinger, Ernst

Direktor des Städelschen Kunstinstituts (1938-72) und der Städtischen Galerie (1949-72).

Holzinger, Ernst. Prof. Dr. phil. Kunsthistoriker. * 5.7.1901 Ulm, † 8.9.1972 Zaun/Berner Oberland (Schweiz).
Seit 1938 Direktor des Städelschen Kunstinstituts. Nachfolger von Swarzenski. H.s Rolle in der NS-Zeit, u. a. als „Sachverständiger zur Sicherung und Verwertung von deutschem Kulturgut aus jüdischem Besitz für Zwecke des Reiches“ im Gau Hessen-Nassau (seit 1941), ist umstritten. Seit 1947 Honorarprofessor für Mittlere und Neuere Kunstgeschichte an der Ffter Universität. Seit 1949 auch Direktor der Städtischen Galerie.
Verdient um die Erhaltung der Städel-Bestände im Zweiten Weltkrieg sowie um den Wiederaufbau Städelschen Kunstinstituts und der Städelschule nach der Kriegszerstörung (1950-66). Arbeitsgebiete: Elsheimer (bedeutende Elsheimer-Ausstellung in Ffm. 1966), Dürer und Grünewald. Bemüht um die Erweiterung der Städelschen Sammlung, konnte H. dank einer Spendenaktion des Städelschen Museums-Vereins 1971 in London zwei lange verschollene Tafeln („Die Grabung nach dem Kreuz Christi“ und „Heraklius wird der Einzug nach Jerusalem zu Pferd verweigert“) des Kreuzaltars von Adam Elsheimer für das Städel ankaufen. Zuletzt setzte er sich für den Erwerb von Beckmanns Gemälde „Die Synagoge [am Börneplatz]“ (1919) ein, den er aber nicht mehr erlebte.
Verdient um die Wiederbelebung des Städelschen Museums-Vereins. Mitglied in den Vorstandsgremien der Städelschule, der Musikhochschule, des Freien Deutschen Hochstifts, des Germanischen Nationalmuseums in Nürnberg und des Arbeitskreises selbständiger Kultur-Institute.
Fachveröffentlichungen.
1966 Ehrenplakette der Stadt Ffm.

Artikel aus: Frankfurter Biographie 1 (1994), S. 351, verfasst von: Sabine Hock.
Dieser Artikel wurde noch nicht abschließend für das Frankfurter Personenlexikon überarbeitet.

Literatur: Kurzbiographie in: Fleckner/Hollein (Hg.): Museum im Widerspruch 2011, S. 349; vgl. auch S. 104-111 u. ö.
Fleckner, Uwe/Hollein, Max (Hg.): Museum im Widerspruch. Das Städel und der Nationalsozialismus. Berlin 2011. (Schriften der Forschungsstelle „Entartete Kunst“ 6).
| Helmolt, Christa von: Ffter Porträts: (...) Ernst Holzinger. In: FLS 1966, H. 3, S. 52-54.
Frankfurt – Lebendige Stadt. Vierteljahreshefte für Kultur, Wirtschaft und Verkehr. Hg. v. Ernst A. Ihle unter Mitwirkung des Verkehrs- und Wirtschaftsamtes der Stadt Ffm. 34 Jahrgänge. Ffm. 1956-90.
| Hansert: Städelscher Museums-Verein 1994.
Hansert, Andreas: Geschichte des Städelschen Museums-Vereins Ffm. Hg. vom Vorstand des Städelschen Museums-Vereins. Ffm. 1994.
| Link: Profil einer Stadt 1968, S. 158f.
Link, Katja: Fft. Das Profil einer Stadt. Portrait of a City. Physionomie d’une Ville. Dortmund [Copyright 1968].
| Wer ist wer? 1962, S. 630.
Wer ist’s? [Titel ab 1935 auch: Degeners Wer ist’s? Mit wechselnden Unter- bzw. Übertiteln, u. a.: Unsere Zeitgenossen. / Zeitgenossenlexikon. / Who’s Who in Germany?] Gründungsherausgeber: Hermann A. L. Degener. 1.-10. Ausgabe. Leipzig u. a. 1905-35. Fortgesetzt u. d. T.: Wer ist wer? Das deutsche Who’s Who. 11.-52. Ausgabe. Berlin u. a. 1951-2015/16.
Quellen: Crüwell, Konstanze: Geschichte eines Städeldirektors. Diskussion über Ernst Holzinger im Haus am Dom. In: FAZ, 8. 7. 2009, S. 38.
Ffter Allgemeine Zeitung. Ffm. 1949-heute.
| Über Holzingers Umgang mit dem Nachlass Moritz Daniel Oppenheim und der Sammlung Alfred Oppenheim in der NS-Zeit: FR, 10. 1. 1998, S. 15f.
Ffter Rundschau. Ffm. 1945-heute.
| ISG, S2/190.
ISG, Dokumentationsmappe in der Sammlung S2 (mit Kleinschriften, Zeitungsausschnitten und Nekrologen zu einzelnen Personen und Familien).
Internet: Hess. Biografie, 24.1.2024.
Hessische Biografie, Kooperationsprojekt des Instituts für Personengeschichte in Bensheim und des Hessischen Instituts für Landesgeschichte in Marburg zur Erstellung einer umfassenden personengeschichtlichen Dokumentation des Landes Hessen.
https://www.lagis-hessen.de/pnd/138187134
| Wikipedia, 24.1.2024.
Wikipedia, Die freie Enzyklopädie, Hg.: Wikimedia Foundation Inc., San Francisco/Kalifornien (USA).
https://de.wikipedia.org/wiki/Ernst_Holzinger

GND: 138187134 ( Eintrag der Deutschen Nationalbibliothek ).

© 2026 Frankfurter Bürgerstiftung und bei den Autorinnen und Autoren
Empfohlene Zitierweise: Hock, Sabine: Holzinger, Ernst. In: Frankfurter Personenlexikon (Onlineausgabe), https://frankfurter-personenlexikon.de/node/2779.


Stand des Artikels: 21.3.1990

  • Startseite
  • Impressum

Ein Projekt der Frankfurter Bürgerstiftung

Förderer: Cronstett- und Hynspergische evangelische Stiftung, Stiftung Niederländische Gemeinde Augsburger Confession

Kooperationspartner: Frankfurter Historische Kommission
Projektleitung: Sabine Hock
Herausgeber: Clemens Greve, Sabine Hock
Datenbankprogrammierung: Andreas Bombel
Gestaltung: Anja Müller-Ries

Bildnachweis für die Kopfleiste (v. l. n. r.): Hamman von Holzhausen (Hans Happ nach Conrad Faber von Creuznach/UB Ffm.), Arthur Schopenhauer (ISG), Friedrich Stoltze (ISG), Johann Wolfgang Goethe (Johann Heinrich Lips/FDH-FGM), Max Beckmann (ISG), Bertha Pappenheim (ISG), Eduard Rüppell (Pompeo Marchesi/Archiv der SGN als Dauerleihgabe im HMF/Foto: Sven Tränkner), Paul Ehrlich (ISG), Christian Egenolff (Johann Friedrich Schmidt nach dem Monogrammisten „M“/ISG), Karl der Große (Andreas Artur Hoferick nach Karl Eduard Wendelstadt/Foto: Wolfgang Faust), Franz Adickes (ISG), Liesel Christ (hr-Archiv/Foto: Kurt Bethke), Ernst May (ISG), Georg Philipp Telemann (Valentin Daniel Preisler nach Ludwig Michael Schneider/ISG).

© ab 2014 Frankfurter Bürgerstiftung und für die einzelnen Artikel bei den Autoren und/oder Institutionen.

Menü