Holthof, Karl (eigentl.: Carl) Joseph. Journalist. Kommunalpolitiker.
* 26.3.1835 Köln, † 19.11.1884 Ffm.
Nach dem Jurastuidum in Bonn und Berlin war H. ab 1863 für die Versicherungsgesellschaft „Providentia” in Ffm. tätig und kam über deren Generaldirektor Albrecht Vogtherr in Verbindung mit Leopold Sonnemann, der ihn an die Neue Ffter Zeitung holte. Seit 1864 Redakteur der Neuen Ffter Zeitung, war H. zunächst für den Handelsteil und später vor allem für Außenpolitik zuständig; er schrieb aber gelegentlich auch über Ffter Angelegenheiten und übernahm die Vertretung in der Leitung des Feuilletons. H. gehörte zu den drei Redakteuren, die nach der Okkupation der Stadt Ffm. durch Preußen am 17.7.1866 kurzzeitig verhaftet wurden. Bei der Neugründung des Blattes als Ffter Zeitung im November 1866 gehörte H. weiterhin der Redaktion an. Er war zeitweise Korrespondent der FZ in Berlin, bis er 1867 dort ausgewiesen wurde, und blieb politischer Redakteur der FZ bis zu seinem Ausscheiden im Oktober 1871. Auch später lieferte er gelegentlich noch Beiträge für das Blatt (so 1873 „Briefe aus Frankreich“ und 1874 „Historische Rückblicke“ auf die Besetzung Fft.s durch Preußen im Jahr 1866).
Mitglied des Ffter Demokratischen Vereins bzw. (auf Reichsebene) der Deutschen Volkspartei. Von 1875 bis 1877 Stadtverordneter. Seit 1877 besoldeter Stadtrat. Von 1877 bis 1878 Abgeordneter im Reichstag für den Wahlkreis Ffm.
H.s jüngerer Bruder, der promovierte Germanist Ludwig H. (1840-1911), gehörte in den 1870er Jahren ebenfalls der Redaktion der FZ an, in der er bis zu seinem Ausscheiden 1878 das Feuilleton leitete.
Mitglied des Ffter Demokratischen Vereins bzw. (auf Reichsebene) der Deutschen Volkspartei. Von 1875 bis 1877 Stadtverordneter. Seit 1877 besoldeter Stadtrat. Von 1877 bis 1878 Abgeordneter im Reichstag für den Wahlkreis Ffm.
H.s jüngerer Bruder, der promovierte Germanist Ludwig H. (1840-1911), gehörte in den 1870er Jahren ebenfalls der Redaktion der FZ an, in der er bis zu seinem Ausscheiden 1878 das Feuilleton leitete.
Artikel aus: Frankfurter Biographie 1 (1994), S. 347, verfasst von: Sabine Hock (überarbeitete Onlinefassung für das Frankfurter Personenlexikon von Sabine Hock).
Dieser Artikel wurde noch nicht abschließend für das Frankfurter Personenlexikon überarbeitet.
Lexika:
Kosch: Staatshdb., Bd. 1, S. 564.
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Richel, S. 262.
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Schrotzenberger, S. 113.
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Schwarz: MdR 1965, S. 354.
Literatur:
Breitkreuz (Hg.): Mit ergebenstem Gruß/Ihr Friedrich Stoltze 2018, S. 190f.
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Gesch. d. FZ 1911, S. 45, 138-141, 148-150, 154f., 170, 184, 237, 243, 308, 310, 335, 430.
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Maly: Stvv. I 1992, S. 466.
Internet:
Hess. Biografie, 24.1.2024.
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Wikipedia, 24.1.2024.
GND: 13330180X ( Eintrag der Deutschen Nationalbibliothek ).
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Empfohlene Zitierweise: Hock, Sabine: Holthof, Karl. In: Frankfurter Personenlexikon (Onlineausgabe), https://frankfurter-personenlexikon.de/node/2776.
Stand des Artikels: 24.1.2024