Reichspräsident von 1925 bis 1934.
Hindenburg, Paul Ludwig Hans Anton von Beneckendorff und von. Generalfeldmarschall. Offizier. Politiker.
* 2.10.1847 Posen, † 2.8.1934 Neudeck/Westpreußen.
Einziger Besuch in Ffm. am 13.11.1925.
Zu den zahlreichen Ehrungen H.s gehörte das Ehrenbürgerrecht der Stadt Ffm., das ihm zugleich mit Hitler und Göring durch Magistratsbeschluss vom 3.4.1933 zuerkannt und von NS-Oberbürgermeister Friedrich Krebs persönlich am 16.11.1933 in Berlin verliehen wurde. Als das großhessische Innenministerium 1946 eine förmliche Ausbürgerung der in der NS-Zeit ernannten Ehrenbürger verlangte, wies die Stadt Ffm. auf den Erlass von 1936 hin, wonach das Ehrenbürgerrecht mit dem Tod des Trägers erlösche. Laut Magistratsbeschluss vom 6.10.1947 sind Hitler und Göring seitdem nicht mehr unter den Ehrenbürgern der Stadt zu nennen, während in Bezug auf H. zunächst keine solche Tilgung vorgenommen wurde. Erst auf Beschluss der Stadtverordnetenversammlung vom 11.6.2015 wurde H. von der Liste der Ehrenbürger der Stadt Ffm. gestrichen.
Zu den zahlreichen Ehrungen H.s gehörte das Ehrenbürgerrecht der Stadt Ffm., das ihm zugleich mit Hitler und Göring durch Magistratsbeschluss vom 3.4.1933 zuerkannt und von NS-Oberbürgermeister Friedrich Krebs persönlich am 16.11.1933 in Berlin verliehen wurde. Als das großhessische Innenministerium 1946 eine förmliche Ausbürgerung der in der NS-Zeit ernannten Ehrenbürger verlangte, wies die Stadt Ffm. auf den Erlass von 1936 hin, wonach das Ehrenbürgerrecht mit dem Tod des Trägers erlösche. Laut Magistratsbeschluss vom 6.10.1947 sind Hitler und Göring seitdem nicht mehr unter den Ehrenbürgern der Stadt zu nennen, während in Bezug auf H. zunächst keine solche Tilgung vorgenommen wurde. Erst auf Beschluss der Stadtverordnetenversammlung vom 11.6.2015 wurde H. von der Liste der Ehrenbürger der Stadt Ffm. gestrichen.
Artikel aus: Frankfurter Biographie 1 (1994), S. 334, verfasst von: Sabine Hock.
Dieser Artikel wurde noch nicht abschließend für das Frankfurter Personenlexikon überarbeitet.
Lexika:
Werner Conze in: NDB 9 (1972), S. 178-182.
Literatur:
Hoffmann: Die großen Ffter 2012, S. 149-151.
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Schembs: Ehrenbürger 1987, S. 63-67.
Quellen:
Foto vom „Besuch des Reichspräsidenten in Ffm. “ von Wilhelm Carlé in: Der Wink, Nr. 4, Dez. 1925, S. 1 (Titelfoto).
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Hindenburg von der Liste der Ehrenbürger gestrichen. In: FAZ, Internetausgabe (www. faz. net), Rhein-Main, 12. 6. 2015.
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Rösmann, Tobias: Ehrenbürger Hindenburg. Aus der Hand eines Nazis. In: FAZ, Internetausgabe (www. faz. net), Rhein-Main, 9. 4. 2015.
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Rösmann, Tobias: Ehrenwerter Generalfeldmarschall oder Steigbügelhalter der Nationalsozialisten. Ein Stadtverordneter fragt sich, warum Paul von Hindenburg einst zum Ehrenbürger der Stadt ernannt wurde – und warum er es bis heute geblieben ist. In: FAZ, 4. 4. 2015.
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Rösmann, Tobias: Hindenburg wird Streichkandidat. In: FAZ, 22. 4. 2015.
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Steinhagen, Martin: Streichen oder nicht? Debatte um Hindenburgs Ehrenbürgerwürde geht weiter/CDU noch unentschlossen. In: FR, 10. 4. 2015.
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ISG, S2/1. 101.
GND: 118551264 ( Eintrag der Deutschen Nationalbibliothek ).
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Empfohlene Zitierweise: Hock, Sabine: Hindenburg, Paul von. In: Frankfurter Personenlexikon (Onlineausgabe), https://frankfurter-personenlexikon.de/node/2687.
Stand des Artikels: 30.12.2023