Ehrenbürger der Stadt Ffm. Friedenspreisträger 1959.
Heuss, Theodor Prof. Dr. rer. pol. Politiker. Schriftsteller.
* 31.1.1884 Brackenheim/Württemberg, † 12.12.1963 Stuttgart.
In den 1930er Jahren freier, ab 1940 fester Mitarbeiter der FZ (nach Publikationsverbot unter dem Pseudonym: Thomas Brackenheim). Über diese Zeit berichtet Benno Reifenberg in seinem Buch „Begegnung mit Theodor H.“ (1954). H. befasste sich auch mit der Geschichte der Ffter Nationalversammlung (u. a. in „1848 – Werk und Erbe“, 1948).
Als Bundespräsident (1949-59) war H. häufig in Ffm. zu Gast. Für die Stadt war seine Anwesenheit bei der Einweihung des Goethehauses (1951), des Kaisersaals (1955) und der Deutschen Bibliothek (1959) von besonderer Bedeutung. Regelmäßig besuchte H. die Ffter Buchmesse und zumeist auch die Feierlichkeiten zur Verleihung des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels; so hielt er 1951 die Laudatio für Albert Schweitzer.
1959 wurde H. selbst mit dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels ausgezeichnet und zugleich Ehrenbürger der Stadt Ffm. Seine Verbundenheit mit Ffm. hat er damals so zum Ausdruck gebracht: „Immer wenn ich hier war, spürte ich beides: Weite einer Weltgesinnung und Nähe eines Heimatgefühls, Goethe und Friedrich Stoltze.“
Gedenktafel (von Knud Knudsen, 1966) an der Ostseite der Paulskirche.
Theodor-H.-Allee (bis 1963: Rheingauallee) zwischen Messegelände und Katharinenkreisel.
Als Bundespräsident (1949-59) war H. häufig in Ffm. zu Gast. Für die Stadt war seine Anwesenheit bei der Einweihung des Goethehauses (1951), des Kaisersaals (1955) und der Deutschen Bibliothek (1959) von besonderer Bedeutung. Regelmäßig besuchte H. die Ffter Buchmesse und zumeist auch die Feierlichkeiten zur Verleihung des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels; so hielt er 1951 die Laudatio für Albert Schweitzer.
1959 wurde H. selbst mit dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels ausgezeichnet und zugleich Ehrenbürger der Stadt Ffm. Seine Verbundenheit mit Ffm. hat er damals so zum Ausdruck gebracht: „Immer wenn ich hier war, spürte ich beides: Weite einer Weltgesinnung und Nähe eines Heimatgefühls, Goethe und Friedrich Stoltze.“
Gedenktafel (von Knud Knudsen, 1966) an der Ostseite der Paulskirche.
Theodor-H.-Allee (bis 1963: Rheingauallee) zwischen Messegelände und Katharinenkreisel.
Artikel aus: Frankfurter Biographie 1 (1994), S. 328, verfasst von: Sabine Hock.
Dieser Artikel wurde noch nicht abschließend für das Frankfurter Personenlexikon überarbeitet.
Lexika:
Berliner Biogr. Lex., S. 202.
Literatur:
Hoffmann: Die großen Ffter 2012, S. 158-160.
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Seng: Freies Deutsches Hochstift 2009, S. 17, 533, 537-539, 546, 553, 568.
Quellen:
Zu einer Auseinandersetzung zwischen der FR und dem Bundespräsidenten Theodor Heuss über den Begriff „Führerstander“ in der bundesdeutschen Flaggenordnung, 1952: Reifenrath, Roderich: Wenn ein Adler die Zunge herausstreckt. Der ehemalige Bundespräsident Theodor Heuss, ein „Führerstander“ und die Ffter Rundschau. In: FR, 15. 8. 2017, S. 36.
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ISG, S2/747.
GND: 118550578 ( Eintrag der Deutschen Nationalbibliothek ).
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Empfohlene Zitierweise: Hock, Sabine: Heuss, Theodor. In: Frankfurter Personenlexikon (Onlineausgabe), https://frankfurter-personenlexikon.de/node/2615.
Stand des Artikels: 2.8.1989