Borcht, Familie van der.
Auch: von der B.
Aus den Niederlanden stammende Künstler- und Kunsthändlerfamilie im Fft. des 17. Jahrhunderts.
Aus den Niederlanden stammende Künstler- und Kunsthändlerfamilie im Fft. des 17. Jahrhunderts.
Artikel aus: Frankfurter Biographie 1 (1994), S. 92, verfasst von: Sabine Hock.
Dieser Artikel wurde noch nicht abschließend für das Frankfurter Personenlexikon überarbeitet.
Lexika:
Thieme/Becker 4 (1910), S. 340-342.
Thieme, Ulrich/Becker, Felix: Allgemeines Lexikon der Bildenden Künstler von der Antike bis zur Gegenwart. 37 Bde. Leipzig 1907-50.
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Zülch, S. 490-492.
Zülch, Walther Karl: Ffter Künstler 1223-1700. Ffm. 1935, unveränderter Nachdr. 1967.
Literatur:
Donner-von Richter, Otto: Philipp Uffenbach 1566-1636 und andere gleichzeitig in Ffm. lebende Maler. In: AFGK III,7 (1901), S. 1-220, hier S. 206-209.
Archiv für Fft.s Geschichte und Kunst. Bisher 78 Bde. Ffm. 1839-2019.
2 herausragende Vertreter der Familie in Ffm.
Borcht, Hendrik van der, gen. d. Ä.
Borcht, Hendrik (auch: Heinrich) van der, gen. d. Ä. Maler, Radierer und Kunsthändler.
* 1583 Brüssel, ▭ 26.7.1651 Ffm.
Vater von Hendrik van der B. d. J.
Seit 1599 Schüler von Aegidius (auch: Gillis, Gilles) van Valckenborch (1570-1622) in Ffm. Dann Reisen, u. a. nach Italien, und von 1621 bis 1627 Aufenthalt in Frankenthal. Von 1627 bis 1636 Beisasse, seit 1636 Bürger in Ffm. Joachim von Sandrart, mit dem van der B. persönlich bekannt war, lobte dessen Haus in Ffm. als „Kunstschule der Jugend“. Betrieb eine bedeutende Kunsthandlung, die seine Ehefrau Dina van der B., geb. van Couwenberghe (auch: van Couwenburg; ?-1663), nach seinem Tod bis 1660 weiterführte. Dina van der B. zog dann nach Frankenthal, ohne die Kunsthandlung aufzulösen. Nach ihrem Tod 1663 reichten ihre vier Söhne beim Rat ein Gesuch zur Weiterführung des Kunsthandels in Ffm. ein, das jedoch abgelehnt wurde.
Als Maler gilt van der B., dessen Werke sich nur schwer von denen seines Sohnes Hendrik van der B. d. J. unterscheiden lassen, als wenig bedeutend. Vertreter des niederländischen Romanismus. Malte vor allem Wappen und einige Stillleben. Zwei Bilder von ihm befinden sich in Ffm.: „Salbung Davids“ und „Deutschland bittet vor dem Throne des Kaisers um Friede“ (1639).
Porträt (Kupferstich von Wenzel Hollar, 1650).
Seit 1599 Schüler von Aegidius (auch: Gillis, Gilles) van Valckenborch (1570-1622) in Ffm. Dann Reisen, u. a. nach Italien, und von 1621 bis 1627 Aufenthalt in Frankenthal. Von 1627 bis 1636 Beisasse, seit 1636 Bürger in Ffm. Joachim von Sandrart, mit dem van der B. persönlich bekannt war, lobte dessen Haus in Ffm. als „Kunstschule der Jugend“. Betrieb eine bedeutende Kunsthandlung, die seine Ehefrau Dina van der B., geb. van Couwenberghe (auch: van Couwenburg; ?-1663), nach seinem Tod bis 1660 weiterführte. Dina van der B. zog dann nach Frankenthal, ohne die Kunsthandlung aufzulösen. Nach ihrem Tod 1663 reichten ihre vier Söhne beim Rat ein Gesuch zur Weiterführung des Kunsthandels in Ffm. ein, das jedoch abgelehnt wurde.
Als Maler gilt van der B., dessen Werke sich nur schwer von denen seines Sohnes Hendrik van der B. d. J. unterscheiden lassen, als wenig bedeutend. Vertreter des niederländischen Romanismus. Malte vor allem Wappen und einige Stillleben. Zwei Bilder von ihm befinden sich in Ffm.: „Salbung Davids“ und „Deutschland bittet vor dem Throne des Kaisers um Friede“ (1639).
Porträt (Kupferstich von Wenzel Hollar, 1650).
Artikel aus: Frankfurter Biographie 1 (1994), S. 92, verfasst von: Sabine Hock.
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Lexika:
Gwinner, S. 119; Nachtr. (1867), S. 10.
Empfohlene Zitierweise: Hock, Sabine: Borcht, Hendrik van der, gen. d. Ä.. In: Frankfurter Personenlexikon (Onlineausgabe), https://frankfurter-personenlexikon.de/node/2536.
Stand des Artikels: 6.4.1987
Borcht, Hendrik van der, gen. d. J.
Borcht, Hendrik (auch: Heinrich) van der, gen. d. J. Maler und Radierer.
~ 8.3.1614 Frankenthal, ▭ † spätestens 1676 Antwerpen.
Sohn von Hendrik van der B. d. Ä. und dessen Ehefrau Dina, geb. van Couwenberghe (auch: van Couwenburg; ?-1663).
Schüler seines Vaters. Jugend in Ffm. (1627-36). B. trat dann in die Dienste des Kunstsammlers Thomas Howard, Earl of Arundel (1585-1646), mit dem er u. a. Italien bereiste und dessen Sammlung er später verwaltete.
Die Arbeiten von Hendrik van der B. d. Ä. und von seinem Sohn Hendrik van der B. d. J. lassen sich nur schwer voneinander unterscheiden. Zu ihren Werken zählen zahlreiche Stiche, aber nur wenige Gemälde.
Schüler seines Vaters. Jugend in Ffm. (1627-36). B. trat dann in die Dienste des Kunstsammlers Thomas Howard, Earl of Arundel (1585-1646), mit dem er u. a. Italien bereiste und dessen Sammlung er später verwaltete.
Die Arbeiten von Hendrik van der B. d. Ä. und von seinem Sohn Hendrik van der B. d. J. lassen sich nur schwer voneinander unterscheiden. Zu ihren Werken zählen zahlreiche Stiche, aber nur wenige Gemälde.
Artikel aus: Frankfurter Biographie 1 (1994), S. 92, verfasst von: Sabine Hock.
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Lexika:
Gwinner, S. 119-121.
GND: 130840025 ( Eintrag der Deutschen Nationalbibliothek ).
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Empfohlene Zitierweise: Hock, Sabine: Borcht, Hendrik van der, gen. d. J.. In: Frankfurter Personenlexikon (Onlineausgabe), https://frankfurter-personenlexikon.de/node/2537.
Stand des Artikels: 6.4.1987
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Empfohlene Zitierweise: Hock, Sabine: Borcht, Familie van der. In: Frankfurter Personenlexikon (Onlineausgabe), https://frankfurter-personenlexikon.de/node/2535.
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Stand des Artikels: 06.4.1987