Hauff, Wilhelm. Dr. phil. Schriftsteller.
* 29.11.1802 Stuttgart, † 18.11.1827 Stuttgart.
Im Oktober 1822 und im Mai 1826 war H. auf der Durchreise für kurze Zeit in Ffm. Die Ffter Eindrücke verarbeitete er literarisch vor allem in den „Mitteilungen aus den Memoiren des Satan“ (2 Teile, 1825/26). Darin kommt der Teufel zu Pfingsten nach Ffm. (II.3). Er erlebt hier das Milieu des aufsteigenden jüdischen Bürgertums. Die Darstellung der Stadt und ihrer Umgebung ist im Wesentlichen auf die Schilderung eines „Schabbes in Bornheim“ und des Treibens in der Börsenhalle beschränkt. Die Ffter Passage der sonst parodistisch-witzigen „Memoiren des Satan“ ist stark antisemitisch gefärbt, wohl in dem Bestreben, die Metternich’sche Politik und ihre Finanziers zum Gegenstand der Satire zu machen.
Artikel aus: Frankfurter Biographie 1 (1994), S. 307, verfasst von: Sabine Hock.
Dieser Artikel wurde noch nicht abschließend für das Frankfurter Personenlexikon überarbeitet.
Lexika:
Bernhard Zeller in: NDB 8 (1969), S. 85-87.
Literatur:
Hauff: Mitteilungen aus den Memoiren des Satan 1984.
Quellen:
H. Wendel: Wilhelm Hauff in Ffm. In: FZ, Stadtblatt, 18. 11. 1927.
GND: 118546864 ( Eintrag der Deutschen Nationalbibliothek ).
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Empfohlene Zitierweise: Hock, Sabine: Hauff, Wilhelm. In: Frankfurter Personenlexikon (Onlineausgabe), https://frankfurter-personenlexikon.de/node/2512.
Stand des Artikels: 12.9.1991