Direkt zum Inhalt
Zur Startseite
Startseite

Seitenmenü

Seitenmenü

  • Personensuche
  • Editorial
  • Neuerscheinungen
  • Aufnahmekriterien
  • Editionsprinzipien
  • Projektgeschichte
  • Technische Umsetzung
  • Autorinnen und Autoren
  • Abkürzungsverzeichnis
  • Benutzeranmeldung

Pfadnavigation

  1. Startseite

Hanauer, Wilhelm

Hanauer, Wilhelm (eigentl.: Wolf). Sanitätsrat. Prof. Dr. med. Arzt. Kommunalpolitiker. Fachschriftsteller. * 21.7.1866 (Eppingen-)Richen/Baden, † 14.6.1940 Bendorf-Sayn bei Koblenz.
Studium der Medizin in Würzburg, Straßburg und München. 1890 Approbation und Promotion in München. Seit 1890 praktischer Arzt und Kinderarzt in Ffm. 1921 Habilitation in Ffm. Seitdem lehrte H. zunächst als Privatdozent, seit 1926 als außerordentlicher Professor für soziale Medizin an der Ffter Universität, bis ihm im September 1933 die Lehrbefugnis aufgrund des nationalsozialistischen Berufsbeamtengesetzes entzogen wurde. Von diesem Schock erholte sich H. nicht mehr; er erlitt 1934 einen Nervenzusammenbruch und starb nach einigen Jahren in der israelitischen Jacoby’schen Heil- und Pflegeanstalt für Nerven- und Gemütskranke in Bendorf-Sayn bei Koblenz.
Von 1917 bis 1924 Stadtverordneter (bis 1919 FVP, dann DDP).
Sehr engagiert auf dem Gebiet der Sozialmedizin. Vorkämpfer der sozialen Ausgestaltung der Tuberkulosefürsorge in Ffm. Aktive Beteiligung am politischen Leben der Israelitischen Gemeinde in Ffm., u. a. als Vorsitzender des Centralvereins für jüdisches Gemeindeleben und als Mitglied im Ausschuss bzw. in der Gemeindevertretung der Israelitischen Gemeinde Ffm. Verdient um die neue fortschrittliche Gemeindeverfassung von 1921.
Verfasser von medizinischen und medizinhistorischen Schriften, vor allem zur öffentlichen Gesundheitspflege in Ffm., u. a. „Die Arbeiterwohnungsfrage in Deutschland am Beginn des 20. Jahrhunderts, vom ärztlich-hygienischen Standpunkt beleuchtet“ (1903), „Die Säuglingssterblichkeit in Ffm.“ (1911), „Die jüdische Wohlfahrtspflege in Deutschland, ihre geschichtliche Entwicklung und ihre gegenwärtige Leistung“ (1913), „Theodor Neubürger“ (1917), „Die öffentliche Gesundheitspflege in Ffm.“ (1920) und „Bevölkerungsbewegung der Ffter Juden“ (1924).
Herausgeber der Festschrift zur Einweihung des neuen Krankenhauses der Ffter Israelitischen Gemeinde 1914.
Seit 2015 Stolperstein für H. vor dem Haus Reuterweg 57 im Westend, wo er seine Arztpraxis hatte.

Artikel aus: Frankfurter Biographie 1 (1994), S. 301, verfasst von: Sabine Hock.
Dieser Artikel wurde noch nicht abschließend für das Frankfurter Personenlexikon überarbeitet.

Lexika: Bergmann: Ffter Gelehrten-Hdb. 1930, S. 68.
Bergmann, E. (Hg.): Ffter Gelehrten-Handbuch. Ffm. [1930].
| Kallmorgen, S. 288f.
Kallmorgen, Wilhelm: Siebenhundert Jahre Heilkunde in Ffm. Ffm. 1936. (Veröffentlichungen der Historischen Kommission der Stadt Ffm. XI).
Literatur: Arnsberg: Gesch. d. Ffter Juden 1983, Bd. III, S. 175f.
Arnsberg, Paul: Die Geschichte der Ffter Juden seit der Französischen Revolution. Hg. v. Kuratorium für Jüdische Geschichte e. V., Ffm. Bearb. u. vollendet durch Hans-Otto Schembs. 3 Bde. Darmstadt 1983.
| Drexler/Kalinski/Mausbach: Ärztl. Schicksal 1990, S. 30.
Drexler, Siegmund/Kalinski, Siegmund/Mausbach, Hans: Ärztliches Schicksal unter der Verfolgung 1933-1945 in Ffm. und Offenbach. Eine Denkschrift. Ffm. 1990.
| Elsner: Verfolgt, vertrieben u. vergessen 2017.
Elsner, Gine: Verfolgt, vertrieben und vergessen. Drei jüdische Sozialhygieniker aus Ffm.: Ludwig Ascher (1865-1942), Wilhelm Hanauer (1866-1940), Ernst Simonson (1898-1974). Hamburg [2017].
| Heuer/Wolf (Hg.): Juden d. Ffter Univ. 1997, S. 151-153.
Heuer, Renate/Wolf, Siegbert (Hg.): Die Juden der Ffter Universität. Mit einem Vorw. v. Notker Hammerstein. Unter Mitarbeit von Holger Kiehnel u. Barbara Seib. Ffm./New York 1997. (Campus Judaica 6).
| Schembs: Jüd. Mäzene u. Stifter 2007, S. 79f.
Schembs, Hans-Otto: Jüdische Mäzene und Stifter in Ffm. Hg. v. d. Moses Jachiel Kirchheim’schen Stiftung. Mit einer Einführung von Hilmar Hoffmann. Ffm. [Copyright 2007].
Quellen: ISG, S2/1. 173.
ISG, Dokumentationsmappe in der Sammlung S2 (mit Kleinschriften, Zeitungsausschnitten und Nekrologen zu einzelnen Personen und Familien).
Internet: Stolpersteine in Ffm., 23.10.2023.
Stolpersteine in Ffm., Internetdokumentation der Initiative Stolpersteine in Ffm. e. V., Ffm.
https://www.stolpersteine-frankfurt.de/media/pages/dokumentation/a93c92e68f-1624115959/doku2015_web.pdf
Hinweis: Initiative Stolpersteine Ffm., 13. Dokumentation 2015, S. 77f.

GND: 139148108 ( Eintrag der Deutschen Nationalbibliothek ).

© 2026 Frankfurter Bürgerstiftung und bei den Autorinnen und Autoren
Empfohlene Zitierweise: Hock, Sabine: Hanauer, Wilhelm. In: Frankfurter Personenlexikon (Onlineausgabe), https://frankfurter-personenlexikon.de/node/2492.


Stand des Artikels: 10.7.1989

  • Startseite
  • Impressum

Ein Projekt der Frankfurter Bürgerstiftung

Förderer: Cronstett- und Hynspergische evangelische Stiftung, Stiftung Niederländische Gemeinde Augsburger Confession

Kooperationspartner: Frankfurter Historische Kommission
Projektleitung: Sabine Hock
Herausgeber: Clemens Greve, Sabine Hock
Datenbankprogrammierung: Andreas Bombel
Gestaltung: Anja Müller-Ries

Bildnachweis für die Kopfleiste (v. l. n. r.): Hamman von Holzhausen (Hans Happ nach Conrad Faber von Creuznach/UB Ffm.), Arthur Schopenhauer (ISG), Friedrich Stoltze (ISG), Johann Wolfgang Goethe (Johann Heinrich Lips/FDH-FGM), Max Beckmann (ISG), Bertha Pappenheim (ISG), Eduard Rüppell (Pompeo Marchesi/Archiv der SGN als Dauerleihgabe im HMF/Foto: Sven Tränkner), Paul Ehrlich (ISG), Christian Egenolff (Johann Friedrich Schmidt nach dem Monogrammisten „M“/ISG), Karl der Große (Andreas Artur Hoferick nach Karl Eduard Wendelstadt/Foto: Wolfgang Faust), Franz Adickes (ISG), Liesel Christ (hr-Archiv/Foto: Kurt Bethke), Ernst May (ISG), Georg Philipp Telemann (Valentin Daniel Preisler nach Ludwig Michael Schneider/ISG).

© ab 2014 Frankfurter Bürgerstiftung und für die einzelnen Artikel bei den Autoren und/oder Institutionen.

Menü