Reichsschultheiß in Ffm. von 1549 bis 1551.
Haller (seit 1521: von Hallenstein), Bartholomäus. Auch: H. v. H. zum Ziegelstein. Kaiserlicher Ritter und Rat. Hofbeamter.
* 1486, † 4.3.1551 Ffm.
Aus altem Nürnberger Geschlecht.
Am 9.1.1549 von Kaiser Karl V. zum „Schultheißen auf dem Schöffenstuhl“ ernannt, was gegen die Regeln der Stadt verstieß, deren Rat seit 1372 das Schultheißenamt durch Wahl besetzte. Nach der Niederlage des Schmalkaldischen Bunds, dem auch Ffm. beigetreten war, bestimmte der Kaiser durch ein Vorwort nun einen treuen Diener seines Hauses für das oberste Amt im Justizkolleg der Stadt. Doch hatte H. v. H. die Position nur zwei Jahre – bis zu seinem Tod 1551 – inne.
Schaumünze mit H. v. H.s Brustbild und Wappen aus der Sammlung Gerning im HMF.
Grabplatte H. v. H.s in der Wahlkapelle im Ffter Dom. Auf dem von einem unbekannten Bildhauer geschaffenen Grabmal aus poliertem Solnhofener Sandstein ist der Ritter in Lebensgröße im Relief abgebildet. Zu beiden Seiten der Figur sind je drei Wappen angeordnet, wovon die mittleren Wappen mit Helmzier von H. v. H. selbst (links) und seiner Ehefrau Anna, geb. Memminger († 1536; rechts), die unteren von seinen Eltern und die oberen von seinen Großeltern stammen.
Am 9.1.1549 von Kaiser Karl V. zum „Schultheißen auf dem Schöffenstuhl“ ernannt, was gegen die Regeln der Stadt verstieß, deren Rat seit 1372 das Schultheißenamt durch Wahl besetzte. Nach der Niederlage des Schmalkaldischen Bunds, dem auch Ffm. beigetreten war, bestimmte der Kaiser durch ein Vorwort nun einen treuen Diener seines Hauses für das oberste Amt im Justizkolleg der Stadt. Doch hatte H. v. H. die Position nur zwei Jahre – bis zu seinem Tod 1551 – inne.
Schaumünze mit H. v. H.s Brustbild und Wappen aus der Sammlung Gerning im HMF.
Grabplatte H. v. H.s in der Wahlkapelle im Ffter Dom. Auf dem von einem unbekannten Bildhauer geschaffenen Grabmal aus poliertem Solnhofener Sandstein ist der Ritter in Lebensgröße im Relief abgebildet. Zu beiden Seiten der Figur sind je drei Wappen angeordnet, wovon die mittleren Wappen mit Helmzier von H. v. H. selbst (links) und seiner Ehefrau Anna, geb. Memminger († 1536; rechts), die unteren von seinen Eltern und die oberen von seinen Großeltern stammen.
Artikel aus: Frankfurter Biographie 1 (1994), S. 298, verfasst von: Sabine Hock.
Dieser Artikel wurde noch nicht abschließend für das Frankfurter Personenlexikon überarbeitet.
Lexika:
Helmut Freiherr Haller von Hallerstein in: NDB 7 (1966), S. 557f.
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Richel, S. 221f.
Literatur:
Rüppell, Eduard: Schaumünzen, welche zum Angedenken von Bewohnern Fft. s oder in dieser Stadt gebornen Personen gefertigt wurden. In: AFGK 7 (1855), S. 1-82, hier S. 5f. (m. Abb. auf Tafel I, Nr. 3a u. 3b).
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Fft. isches Archiv für ältere dt. Litteratur 2 (1812), S. 134-144.
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Kaufmann: Ffter Kaiserdom 1914, S. 81f.
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Kinkel: Dom St. Bartholomäus 1986, S. 48f.
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Schüßler: Dom zu Fft. 1951, S. 57f.
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Weerth: Ausstattung des Ffter Domes 1999, S. 191-193.
GND: 136925812 ( Eintrag der Deutschen Nationalbibliothek ).
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Empfohlene Zitierweise: Hock, Sabine: Haller (von Hallenstein), Bartholomäus. In: Frankfurter Personenlexikon (Onlineausgabe), https://frankfurter-personenlexikon.de/node/2483.
Stand des Artikels: 5.7.1989