Hahn, Johann Georg von. Generalkonsul. Dr. jur. Jurist. Balkan-Forscher. Märchensammler.
* 11.7.1811 Ffm., † 23.9.1869 Jena.
Sohn des Großherzoglich Fft.ischen Regimentschirurgus und Oberleutnants Dr. med. Philipp Franz von H. (1770-1836).
Kinderjahre in Ffm., bis der Vater 1814 hessen-homburgischer Leibarzt in Homburg v. d. H. wurde. Seit 1834 lebte H. in Griechenland, zunächst in Justizdiensten; dann war er seit 1847 österreichischer Konsul im damals noch türkischen Janina (heute: Ioannina)/Epirus, seit 1851 österreichischer Generalkonsul auf der Kykladeninsel Syros. H. befasste sich eingehend mit der Situation des Wirtschafts-, Verkehrs- und Justizwesens auf dem Balkan und setzte sich für Reformen und Verbesserungen auf diesen Gebieten ein. Er erreichte u. a. die Errichtung einer Schnellbahnverbindung zwischen Konstantinopel und Triest (1855).
Vor allem aber betrieb H. umfassende völkerkundliche und geografische Studien auf dem Balkan. Mit seinem Hauptwerk „Albanesische Studien“ (1854) begründete er die Albanologie. Von herausragender Bedeutung für die Märchenforschung ist seine Sammlung „Griechische und albanesische Märchen“ (1864; Neuaufl. der griechischen Märchen 1987).
Kinderjahre in Ffm., bis der Vater 1814 hessen-homburgischer Leibarzt in Homburg v. d. H. wurde. Seit 1834 lebte H. in Griechenland, zunächst in Justizdiensten; dann war er seit 1847 österreichischer Konsul im damals noch türkischen Janina (heute: Ioannina)/Epirus, seit 1851 österreichischer Generalkonsul auf der Kykladeninsel Syros. H. befasste sich eingehend mit der Situation des Wirtschafts-, Verkehrs- und Justizwesens auf dem Balkan und setzte sich für Reformen und Verbesserungen auf diesen Gebieten ein. Er erreichte u. a. die Errichtung einer Schnellbahnverbindung zwischen Konstantinopel und Triest (1855).
Vor allem aber betrieb H. umfassende völkerkundliche und geografische Studien auf dem Balkan. Mit seinem Hauptwerk „Albanesische Studien“ (1854) begründete er die Albanologie. Von herausragender Bedeutung für die Märchenforschung ist seine Sammlung „Griechische und albanesische Märchen“ (1864; Neuaufl. der griechischen Märchen 1987).
Artikel aus: Frankfurter Biographie 1 (1994), S. 296, verfasst von: Sabine Hock.
Dieser Artikel wurde noch nicht abschließend für das Frankfurter Personenlexikon überarbeitet.
Lexika:
Gerhard Grimm in: NDB 7 (1966), S. 510f.
Quellen:
ISG, S2/13. 526.
GND: 11870060X ( Eintrag der Deutschen Nationalbibliothek ).
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Empfohlene Zitierweise: Hock, Sabine: Hahn, Johann Georg von. In: Frankfurter Personenlexikon (Onlineausgabe), https://frankfurter-personenlexikon.de/node/2478.
Stand des Artikels: 3.7.1989