Ffter Original.
Georg Friedrich Gräff
Illustration („Gräff: Guckt nur in die Höhe!“) zu der von Johann Wilhelm Sauerwein verfassten Szene „Gräff und die Schuljugend im Grünen“ (Frontispiz der Druckausgabe, 1838; Ausschnitt).
© Institut für Stadtgeschichte, Ffm. (Bibliothek, Sign. Di 175).
Gräff, Georg Friedrich. Lehrer.
* 5.12.1768 Ffm., † 16.6.1822 Ffm.
Sohn eines wohlhabenden Kürschners.
Schüler des Ffter Gymnasiums. Studium der Theologie in Gießen, Jena und Halle. Seit 1793 Gehilfe an der Quartierschule des Lehrers Lamberti, die G. später (ab 1796) selbstständig fortführte. Unter seiner Leitung wurde diese Quartierschule am Theaterplatz (heute: Rathenauplatz) 9 bald zu einer der besuchtesten der Stadt (mit über 300 Schülern), die sich alljährlich an Silvester mit öffentlichen Prüfungen im Schärffensaal (im heutigen Schärfengäßchen) präsentierte. Seit 1813 Lehrer für Lesen und Naturgeschichte an der neu gegründeten Weißfrauenschule unter der Direktion von Anton Kirchner.
Langjähriger Armenpfleger. Mitglied des seit 1814 bestehenden Ffter Landsturms. Ehrenamtlicher Lehrer an der Sonntagsschule für Lehrlinge und Gesellen, einem Institut der „Gesellschaft zur Beförderung der nützlichen Künste“, der späteren Polytechnischen Gesellschaft, das dank G.s Mitinitiative seit 1820 in der Weißfrauenschule untergebracht war.
Bekannt durch die karikierenden Schulszenen „Der G., wie er leibt und lebt“ (1833) und „G. und die Schuljugend im Grünen“ (1838) von seinem ehemaligen Schüler Johann Wilhelm Sauerwein.
Schüler des Ffter Gymnasiums. Studium der Theologie in Gießen, Jena und Halle. Seit 1793 Gehilfe an der Quartierschule des Lehrers Lamberti, die G. später (ab 1796) selbstständig fortführte. Unter seiner Leitung wurde diese Quartierschule am Theaterplatz (heute: Rathenauplatz) 9 bald zu einer der besuchtesten der Stadt (mit über 300 Schülern), die sich alljährlich an Silvester mit öffentlichen Prüfungen im Schärffensaal (im heutigen Schärfengäßchen) präsentierte. Seit 1813 Lehrer für Lesen und Naturgeschichte an der neu gegründeten Weißfrauenschule unter der Direktion von Anton Kirchner.
Langjähriger Armenpfleger. Mitglied des seit 1814 bestehenden Ffter Landsturms. Ehrenamtlicher Lehrer an der Sonntagsschule für Lehrlinge und Gesellen, einem Institut der „Gesellschaft zur Beförderung der nützlichen Künste“, der späteren Polytechnischen Gesellschaft, das dank G.s Mitinitiative seit 1820 in der Weißfrauenschule untergebracht war.
Bekannt durch die karikierenden Schulszenen „Der G., wie er leibt und lebt“ (1833) und „G. und die Schuljugend im Grünen“ (1838) von seinem ehemaligen Schüler Johann Wilhelm Sauerwein.
Artikel aus: Frankfurter Biographie 1 (1994), S. 275f., verfasst von: Sabine Hock (überarbeitete Onlinefassung für das Frankfurter Personenlexikon von Sabine Hock).
Lexika:
Richel, S. 200.
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Schrotzenberger, S. 92.
Literatur:
[Kirchner:] Nachruf für Georg Friedrich Gräff 1822.
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[Sauerwein:] Der Gräff, wie er leibt u. lebt 1833.
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[Sauerwein:] Gräff u. die Schuljugend im Grünen 1838.
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Bauer: Polytechn. Ges. 2010, S. 34.
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Finger, Friedrich August: Georg Friedrich Gräff. Vortrag, gehalten beim Jahresfeste der Ffter Allgemeinen Lehrerversammlung im Jahre 1863 (...). In: Finger: Pädagogische Schriften 2 (1887), S. 318-332.
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Gräff: Reden bei einer Schulprüfung 1812.
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Sauerwein, Johann Wilhelm: Wer war der Gräff und wie sah er aus. Der Gräff, wie er leibt und lebt. In: Kramer: Mundart 1966, S. 91-119.
GND: 116809582 ( Eintrag der Deutschen Nationalbibliothek ).
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Empfohlene Zitierweise: Hock, Sabine: Gräff, Georg Friedrich. In: Frankfurter Personenlexikon (Onlineausgabe), https://frankfurter-personenlexikon.de/node/2421.
Stand des Artikels: 30.4.2015
Erstmals erschienen in Monatslieferung: 05.2015
Monatslieferung: Neuerscheinungen vom 10. Mai 2015.