Gonszar, Rudolf. Kammersänger. Bariton. Gesangspädagoge.
* 14.4.1904 Berlin, † 19.9.1971 Ffm.
Vater des Theaterpädagogen Michael G. (1946-2023).
Von 1935 bis 1969 Bariton an der Ffter Oper, lediglich unterbrochen durch ein Engagement in Wien für die Spielzeit 1941/42 sowie durch Kriegsdienst und -gefangenschaft. Sein Vortrag des „Liedes von den dunkelroten Rosen“ in Millöckers „Gasparone“ bei seinem Ffter Debüt hatte G. mit einem Schlag beliebt gemacht. Er begann als lyrischer Bariton, entwickelte sich zum Charakter- und schließlich zum Heldenbariton, der vor allem als Wagnersänger erfolgreich war (Glanzrolle: Hans Sachs). Umfassendes Repertoire von rund 120 Rollen, darunter neben Wagner-Partien vor allem Rollen in Opern von Puccini, Richard Strauss und Verdi. Mitwirkung als König in der Uraufführung von Orffs „Die Kluge“ (1943) und in der Titelpartie in der Ffter Erstaufführung von Hindemiths „Mathis der Maler“ (1947). Seine beeindruckenden Masken schuf er meist selbst. Am 10.9.1956 feierte G. als Rigoletto sein 25. Bühnenjubiläum. Am 13.4.1969 sang er als Konsul Sharpless in „Madame Butterfly“ seine Abschiedsvorstellung.
Neben seinem Ffter Engagement gab G. zahlreiche Gastspiele, vor allem in Berlin und Wien, wo er ebenso wie in Ffm. mit dem Titel des Kammersängers ausgezeichnet wurde.
1969 Goldene Ehrennadel der Genossenschaft Deutscher Bühnen-Angehöriger.
Von 1935 bis 1969 Bariton an der Ffter Oper, lediglich unterbrochen durch ein Engagement in Wien für die Spielzeit 1941/42 sowie durch Kriegsdienst und -gefangenschaft. Sein Vortrag des „Liedes von den dunkelroten Rosen“ in Millöckers „Gasparone“ bei seinem Ffter Debüt hatte G. mit einem Schlag beliebt gemacht. Er begann als lyrischer Bariton, entwickelte sich zum Charakter- und schließlich zum Heldenbariton, der vor allem als Wagnersänger erfolgreich war (Glanzrolle: Hans Sachs). Umfassendes Repertoire von rund 120 Rollen, darunter neben Wagner-Partien vor allem Rollen in Opern von Puccini, Richard Strauss und Verdi. Mitwirkung als König in der Uraufführung von Orffs „Die Kluge“ (1943) und in der Titelpartie in der Ffter Erstaufführung von Hindemiths „Mathis der Maler“ (1947). Seine beeindruckenden Masken schuf er meist selbst. Am 10.9.1956 feierte G. als Rigoletto sein 25. Bühnenjubiläum. Am 13.4.1969 sang er als Konsul Sharpless in „Madame Butterfly“ seine Abschiedsvorstellung.
Neben seinem Ffter Engagement gab G. zahlreiche Gastspiele, vor allem in Berlin und Wien, wo er ebenso wie in Ffm. mit dem Titel des Kammersängers ausgezeichnet wurde.
1969 Goldene Ehrennadel der Genossenschaft Deutscher Bühnen-Angehöriger.
Artikel aus: Frankfurter Biographie 1 (1994), S. 271, verfasst von: Sabine Hock.
Dieser Artikel wurde noch nicht abschließend für das Frankfurter Personenlexikon überarbeitet.
Lexika:
Kürschner: Theater, S. 219.
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Kutsch/Riemens: Gr. Sängerlex., 3. Aufl., Bd. 2 (1997), S. 1367; Bd. 6 (2000), S. 340.
Quellen:
ISG, S2/973.
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ISG, S2/19. 727 (Michael Gonszar).
GND: 134664795 ( Eintrag der Deutschen Nationalbibliothek ).
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Empfohlene Zitierweise: Hock, Sabine: Gonszar, Rudolf. In: Frankfurter Personenlexikon (Onlineausgabe), https://frankfurter-personenlexikon.de/node/2414.
Stand des Artikels: 23.9.1988