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Glauber, Johann Rudolph

Glauber, Johann Rudolph. Chemiker und Apotheker. Spiegelmacher. * 1604 Karlstadt/Unterfranken, ▭ 10.3.1670 Amsterdam.
G., der als einer der maßgeblichen Gründer der chemischen Technologie gilt, führte bis zu seiner Niederlassung in Amsterdam 1656 ein unstetes Wanderleben, das ihn auch mehrmals nach Ffm. brachte. 1632 verkaufte G. in Ffm. einem Apotheker in Gustav Adolfs Hoflager einen Hohlspiegel. Der Käufer fühlte sich betrogen und klagte beim Rat gegen G., der jedoch inzwischen weitergereist war. 1635 hielt sich G. während seines Prozesses gegen Christoph Farner, den „Speyerischen Dombstifts-Schaffner von Löschgau und Hornheimb“, wieder in Ffm. auf. Farner hatte von G. einige Verfahren gekauft, durch deren Einsatz bei der Essig- und Weinfabrikation er sich Gewinn erhoffte. Durch falsche Anwendung der Rezepte blieb der Erfolg jedoch aus. Zudem hatte Farner entgegen der vertraglichen Vereinbarungen G.s Verfahren veröffentlicht und weiterverkauft. Die beiden Gegner beschimpften sich in scharfen und groben Streitschriften, die auf den Jahrmärkten verkauft wurden, wodurch G. nun auch bei der breiten Masse berühmt wurde, die seine wissenschaftlichen Schriften nicht las.
Es wird vermutet, dass engere Bindungen G.s zu Ffm. bestanden, da einige seiner Schriften hier erschienen sind („Opus Minerale“, 1651; „Miraculum mundi“, 1653; „Apologetische Schriften“, 1655; „Glauberus redivivus“, 1656; „Mars Philosophisches Bedencken von dem kalten Fewer/oder wunderbaren Alkahest“, 1656; „Opera Chymica“, 1658/59).
Das G.salz ist nach G. benannt.

Artikel aus: Frankfurter Biographie 1 (1994), S. 250, verfasst von: Sabine Hock.
Dieser Artikel wurde noch nicht abschließend für das Frankfurter Personenlexikon überarbeitet.

Lexika: Albert Ladenburg in: ADB 9 (1879), S. 221f.
Allgemeine Deutsche Biographie. Hg. durch die Historische Commission bei der Königlichen Akademie der Wissenschaften. 56 Bde. München/Leipzig 1875-1912.
| Erich Pietsch in: NDB 6 (1964), S. 437f.
Neue Deutsche Biographie. Hg. v. d. Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften. Bisher 27 Bde. (bis Wettiner). Berlin 1953-2020.
Literatur: Gugel: Johann Rudolf Glauber 1955.
Gugel, Kurt F.: Johann Rudolf Glauber 1604-1670. Leben und Werk. Würzburg 1955. (Mainfränkische Hefte 22).

GND: 118695304 ( Eintrag der Deutschen Nationalbibliothek ).

© 2026 Frankfurter Bürgerstiftung und bei den Autorinnen und Autoren
Empfohlene Zitierweise: Hock, Sabine: Glauber, Johann Rudolph. In: Frankfurter Personenlexikon (Onlineausgabe), https://frankfurter-personenlexikon.de/node/2385.


Stand des Artikels: 25.8.1988

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