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Geisenheimer, Siegmund

Gründer des Philanthropins.

Geisenheimer, Siegmund. Kaufmann. Philanthrop. * 12.12.1775 Bingen, † 20.4.1828 Ffm.
Verheiratet (seit 1807) mit Fanny G., geb. Wetzlar, verw. Kulp.
Seit 1795 in Ffm. Trat in das Büro des Bankhauses M. A. Rothschild & Söhne ein, wo er bald zum Generalsekretär und Chefbuchhalter aufstieg. Daneben Studien zur Weiterbildung. Von einer Reise aus Marburg brachte Rothschild einen umherstreunenden jüdischen Knaben mit, den er G. übergab, damit dieser den begabten Jungen unterrichte. Daraufhin kam G. die Idee zur Gründung des Philanthropins (1804). Er ließ von nun an einige mittellose jüdische Knaben von zwei Lehrern im Hebräischen und im Schreiben unterweisen, während sie den übrigen Unterricht an der Bürgerschule besuchten. Aus diesen Anfängen entstand dann unter der Führung von Michael Hess die eigentliche Israelitische Bürger- und Realschule. G. war von 1804 bis 1823 aktives Mitglied des Schulrats und förderte den Ausbau der Schule, an der er anfangs auch selbst Unterricht erteilt hatte. 1809 übernahm G. das Tuch- und Textilgeschäft seiner Frau.
Mitbegründer der Freimaurerloge zur aufgehenden Morgenröthe. Als Mitglied in der Verwaltung der Israelitischen Krankenkassen machte sich G. verdient um deren Reorganisation. G. legte die beiden kleinen jüdischen Krankenhäuser zusammen und strebte einen Neubau des Israelitischen Krankenhauses an, wofür er schließlich die Familie Rothschild zu einer größeren Spende bewegen konnte. 1827 erlebte er noch den Tag der Grundsteinlegung zum Bau des neuen Israelitischen Krankenhauses.
1875 wurde eine Gedenkfeier zu G.s 100. Geburtstag im Philanthropin veranstaltet und im Treppenhaus der Schule eine Marmortafel zu seinem Andenken angebracht. Eine Rekonstruktion dieser zerstörten Tafel befindet sich seit 1962 am Eingang des Schulgebäudes in der Hebelstraße 17.

Artikel aus: Frankfurter Biographie 1 (1994), S. 244, verfasst von: Sabine Hock.
Dieser Artikel wurde noch nicht abschließend für das Frankfurter Personenlexikon überarbeitet.

Lexika: Schrotzenberger, S. 81.
Schrotzenberger, Robert: Francofurtensia. Aufzeichnungen zur Geschichte von Ffm. 2., vermehrte u. verbesserte Aufl. Ffm. 1884.
Literatur: Arnsberg: Gesch. d. Ffter Juden 1983, Bd. III, S. 148-150.
Arnsberg, Paul: Die Geschichte der Ffter Juden seit der Französischen Revolution. Hg. v. Kuratorium für Jüdische Geschichte e. V., Ffm. Bearb. u. vollendet durch Hans-Otto Schembs. 3 Bde. Darmstadt 1983.
| FS Philanthropin 1904.
Baerwald, Hermann/Adler, Salo: Festschrift zur Jahrhundertfeier der Realschule der Israelitischen Gemeinde (Philanthropin) zu Ffm. 1804-1904. Ffm. 1904.
| Hirsch/Andernacht (Bearb.): Philanthropin 1964.
Das Philanthropin zu Ffm. Dokumente und Erinnerungen. Bearbeitung: Albert Hirsch, Dietrich Andernacht. Redaktion: Kommission zur Erforschung der Geschichte der Ffter Juden. Ffm. 1964.
| Schembs: Jüd. Mäzene u. Stifter 2007, S. 65f.
Schembs, Hans-Otto: Jüdische Mäzene und Stifter in Ffm. Hg. v. d. Moses Jachiel Kirchheim’schen Stiftung. Mit einer Einführung von Hilmar Hoffmann. Ffm. [Copyright 2007].
Quellen: ISG, S2/2. 701.
ISG, Dokumentationsmappe in der Sammlung S2 (mit Kleinschriften, Zeitungsausschnitten und Nekrologen zu einzelnen Personen und Familien).
Internet: Hess. Biografie, 19.7.2023.
Hessische Biografie, Kooperationsprojekt des Instituts für Personengeschichte in Bensheim und des Hessischen Instituts für Landesgeschichte in Marburg zur Erstellung einer umfassenden personengeschichtlichen Dokumentation des Landes Hessen.
https://www.lagis-hessen.de/pnd/116263930X

GND: 116263930X ( Eintrag der Deutschen Nationalbibliothek ).

© 2026 Frankfurter Bürgerstiftung und bei den Autorinnen und Autoren
Empfohlene Zitierweise: Hock, Sabine: Geisenheimer, Siegmund. In: Frankfurter Personenlexikon (Onlineausgabe), https://frankfurter-personenlexikon.de/node/2359.


Stand des Artikels: 3.8.1988

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