Gans, Oscar. Prof. Dr. med. Dr. med. h. c. Dr. med. h. c. Arzt. Dermatologe.
* 6.2.1888 Dormagen, † 28.5.1983 Comano/Tessin [nach anderen Angaben: Limpsfield/Surrey (Großbritannien)].
Seit 1930 ordentlicher Professor für Dermatologie an der Ffter Universität als Nachfolger von Karl Herxheimer. Direktor der Universitätshautklinik. Von 1934 bis 1936 beurlaubt, 1936 aus „rassischen“ Gründen in den Ruhestand versetzt. 1934 nach Indien emigriert, wo er in der Lepraforschung (u. a. für die IG Farben) tätig war. 1946 auf Lehrstühle nach München und Ffm. berufen. Nachdem G. die Münchener Berufung abgelehnt hatte, kehrte er 1949 nach Ffm. zurück und übernahm seine Ende 1933 niedergelegte Professur und den Direktorposten an der Universitätshautklinik wieder. 1950 Dekan der Medizinischen Fakultät. 1953/54 Rektor der Ffter Universität. Seit 1951 ehrenamtlicher Ärztlicher Direktor der Universitätsklinik. 1959 emeritiert. Besonders verdient um Wiederaufbau und Modernisierung der Ffter Universitätsklinik nach 1945.
Mitglied zahlreicher internationaler wissenschaftlicher Gesellschaften. 1933 und von 1950 bis 1971 Präsident der Vereinigung südwestdeutscher Dermatologen. Seit 1953 Vorsitzender der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft.
Zahlreiche wissenschaftliche Veröffentlichungen.
Für seine Verdienste um die Weiterentwicklung der Dermatologie in Deutschland wurde G. vielfach ausgezeichnet, u. a. mit der Karl-Herxheimer-Medaille (1951), dem Großen Bundesverdienstkreuz (1957), der Ehrenplakette der Stadt Ffm. (1958) und der Ehrlich-Weigert-Medaille (1963). Ehrenmitglied des Rotary Clubs Ffm.
Mitglied zahlreicher internationaler wissenschaftlicher Gesellschaften. 1933 und von 1950 bis 1971 Präsident der Vereinigung südwestdeutscher Dermatologen. Seit 1953 Vorsitzender der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft.
Zahlreiche wissenschaftliche Veröffentlichungen.
Für seine Verdienste um die Weiterentwicklung der Dermatologie in Deutschland wurde G. vielfach ausgezeichnet, u. a. mit der Karl-Herxheimer-Medaille (1951), dem Großen Bundesverdienstkreuz (1957), der Ehrenplakette der Stadt Ffm. (1958) und der Ehrlich-Weigert-Medaille (1963). Ehrenmitglied des Rotary Clubs Ffm.
Artikel aus: Frankfurter Biographie 1 (1994), S. 240, verfasst von: Sabine Hock.
Dieser Artikel wurde noch nicht abschließend für das Frankfurter Personenlexikon überarbeitet.
Lexika:
Bergmann: Ffter Gelehrten-Hdb. 1930, S. 54f.
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Drüll: Heidelberger Gelehrtenlexikon 1803-1932, S. 78.
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Emigrantenlex. II. 1, S. 357.
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Kallmorgen, S. 274.
Literatur:
Arnsberg: Gesch. d. Ffter Juden 1983, Bd. III, S. 132f.
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Drexler/Kalinski/Mausbach: Ärztl. Schicksal 1990, S. 30.
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Hammerstein: JWGU I 1989, bes. S. 784-787.
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Hammerstein: JWGU II 2012, S. 36, 68, 155, 239-241, 246f.
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Heuer/Wolf (Hg.): Juden d. Ffter Univ. 1997, S. 110-113.
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Landes/Menzel: Gesch. d. Universitätshautklinik in Ffm. 1989, bes. S. 26-42.
Quellen:
ISG, MA (zur Einstellung, Entlassung und Wiedereinstellung von Oscar Gans).
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ISG, S2/1. 742.
GND: 116411392 ( Eintrag der Deutschen Nationalbibliothek ).
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Empfohlene Zitierweise: Hock, Sabine: Gans, Oscar. In: Frankfurter Personenlexikon (Onlineausgabe), https://frankfurter-personenlexikon.de/node/2355.
Stand des Artikels: 24.6.1988