Falk, Jacob Josua. Rabbiner.
* 19.12.1680 Krakau, † 16.1.1756 Offenbach/Main.
F., der Verfasser eines grundlegenden Kommentars zum Talmud („P’nei Jehoschua“), war einer der größten Gelehrten seiner Zeit. 1741 wurde er als Oberrabbiner nach Ffm. berufen. Er bemühte sich, die Streitigkeiten zwischen Gemeinde und Gemeindeverwaltung, die zwischen den Parteien um Juda Kulp und Isaac Kann ausgetragen wurden, zu schlichten, wobei er von dem Hamburger Oberrabbiner Jonathan Eibeschütz unterstützt wurde. F. wurde dann in den „Amuletten-Streit“ zwischen Eibeschütz und dessen Gegnern (1751-55) verwickelt. Er war zwar gegen Eibeschütz eingestellt, versuchte aber zu vermitteln und geriet dadurch in den Verdacht, wie Eibeschütz einer jüdischen Sekte anzugehören. Musste deshalb Ffm. verlassen, wurde jedoch 1753 zurückberufen.
Artikel aus: Frankfurter Biographie 1 (1994), S. 195f., verfasst von: Sabine Hock.
Dieser Artikel wurde noch nicht abschließend für das Frankfurter Personenlexikon überarbeitet.
Literatur:
Mayer: Die Ffter Juden 1966, S. 35-37.
Internet:
Wikipedia, 15.3.2023.
GND: 130675881 ( Eintrag der Deutschen Nationalbibliothek ).
© 2026 Frankfurter Bürgerstiftung und bei den Autorinnen und Autoren
Empfohlene Zitierweise: Hock, Sabine: Falk, Josua. In: Frankfurter Personenlexikon (Onlineausgabe), https://frankfurter-personenlexikon.de/node/2159.
Stand des Artikels: 12.2.1988