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Erl, Hans

Erl, Hans. Eigentl. Vorname: Tobias. Opernsänger. * 8.10.1882 Wien, ▭ † vermutlich 1942 Vernichtungslager Majdanek oder Sobibor.
Von 1918 bis 1933 Erster Bassist an der Ffter Oper. Äußerst umfangreiches Repertoire (über 100 Rollen). Glanzpartien: Baron Ochs („Rosenkavalier“) und Sarastro („Zauberflöte“). Hervorragende Kritiken. Letzte Rolle: Gurnemanz („Parsifal“) an Ostern 1933. Am 31.8.1933 angeblich „aus künstlerischen Gründen“, tatsächlich jedoch wegen seiner jüdischen Herkunft entlassen. Am 11.6.1942 von Ffm. „nach dem Osten“ deportiert.
1955 wurde E.s Büste, geschaffen von Georg Mahr und gestiftet von Alfred Müllergroß, im Foyer des Großen Hauses (des jetzigen Opernhauses) der Städtischen Bühnen aufgestellt.
Auf der Gedenktafel (von Clemens M. Strugalla, 2005) der Städtischen Bühnen für ihre Angehörigen, die der Verfolgung durch das nationalsozialistische Regime zum Opfer fielen, ist auch der Name von Hans E. genannt.

Artikel aus: Frankfurter Biographie 1 (1994), S. 190, verfasst von: Sabine Hock.
Dieser Artikel wurde noch nicht abschließend für das Frankfurter Personenlexikon überarbeitet.

Lexika: Martini, Bd. 1, S. 212, 262.
Martini, Joachim Carlos: Musik als Form geistigen Widerstandes. Jüdische Musikerinnen und Musiker 1933-1945. Das Beispiel Ffm. 2 Bde. Ffm. 2010.
Literatur: Arnsberg: Gesch. d. Ffter Juden 1983, Bd. III, S. 111.
Arnsberg, Paul: Die Geschichte der Ffter Juden seit der Französischen Revolution. Hg. v. Kuratorium für Jüdische Geschichte e. V., Ffm. Bearb. u. vollendet durch Hans-Otto Schembs. 3 Bde. Darmstadt 1983.
| Schültke: Städt. Bühnen 1997, S. 73, 103f.
Schültke, Bettina: Theater oder Propaganda? Die Städtischen Bühnen Ffm. 1933-1945. Ffm. 1997. (Studien zur Ffter Geschichte 40).
| Verstummte Stimmen 2011, S. 369f.
Heer, Hannes/Fritz, Sven/Drummer, Heike/Zwilling, Jutta: Verstummte Stimmen. Die Vertreibung der „Juden“ und „politisch Untragbaren“ aus den hessischen Theatern 1933 bis 1945. Berlin 2011. (Schriften der Kommission für die Geschichte der Juden in Hessen 27).
Quellen: Vorgang zur Aufstellung der Hans-Erl-Büste von Georg Mahr im Foyer des Großen Hauses der Städtischen Bühnen, 20. 10. 1955, in: ISG, Kulturamt 1. 462, bes. Bl. 66-74, 89-91, 93, 96.
ISG, Aktenbestand des Kulturamts (Best. A.41), 1912-2004.
| ISG, S2/3. 368.
ISG, Dokumentationsmappe in der Sammlung S2 (mit Kleinschriften, Zeitungsausschnitten und Nekrologen zu einzelnen Personen und Familien).
Internet: Bundesarchiv, Gedenkbuch für die Opfer der nationalsozialistischen Judenverfolgung in Deutschland, 14.3.2023.
Bundesarchiv, Gedenkbuch für die Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933-1945, Onlineversion.
https://www.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de860072

GND: 13238177X ( Eintrag der Deutschen Nationalbibliothek ).

© 2026 Frankfurter Bürgerstiftung und bei den Autorinnen und Autoren
Empfohlene Zitierweise: Hock, Sabine: Erl, Hans. In: Frankfurter Personenlexikon (Onlineausgabe), https://frankfurter-personenlexikon.de/node/2109.


Stand des Artikels: 29.1.1988

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Förderer: Cronstett- und Hynspergische evangelische Stiftung, Stiftung Niederländische Gemeinde Augsburger Confession

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Projektleitung: Sabine Hock
Herausgeber: Clemens Greve, Sabine Hock
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