Emge, Emil. Bankkaufmann. Mäzen.
* 15.7.1900 Ffm., † 10.2.1965 Ffm.
Schüler der Klingeroberrealschule. Kriegsdienst. 1919 Eintritt in die Ffter Sparkasse von 1822 (Polytechnische Gesellschaft). Seit 1929 Abteilungsdirektor. Seit 1930 stellvertretendes Mitglied, seit 1933 Mitglied der Direktion. Von 1939 bis 1945 geschäftsführender Direktor. Von 1950 bis zu seinem Tod Leitender Direktor der Ffter Sparkasse von 1822. Verdient um den Wiederaufbau der Ffter Sparkasse von 1822 und des deutschen Sparkassenwesens nach 1945.
Seit 1955 Vorsteher des Verbands der Deutschen Freien Öffentlichen Sparkassen. Mitglied im Verwaltungsrat der Hessischen Landesbank.
E.s Haltung und Handeln in der NS-Zeit sind bisher nicht ausreichend erforscht. Nach neueren und noch nicht abgeschlossenen Untersuchungen soll er als für das Kerngeschäft der Spareinlagen zuständiger Direktor ab 1933 maßgeblich und in vorauseilendem Gehorsam an der systematischen Enteignung jüdischer Kontonhaberinnen und -inhaber bei der Ffter Sparkasse von 1822 beteiligt gewesen sein.
Förderer zahlreicher kultureller und sozialer Bestrebungen. Mitglied des Engeren Ausschusses der Polytechnischen Gesellschaft. 1959 Gründer des Vereins zur Pflege der Kammermusik und zur Förderung junger Musiker in der Polytechnischen Gesellschaft, der die Konzerte der Ffter Sparkasse veranstaltet, zunächst in deren Schalterhalle in der Neuen Mainzer Straße 49-53, dann in der 1981 eröffneten Alten Oper. Für den Wiederaufbau des Opernhauses hatte sich auch E. eingesetzt. Engagement für die Wiederbelebung des St. Katharinen- und Weißfrauenstifts.
1959 Ehrenplakette der Polytechnischen Gesellschaft.
Seit 1955 Vorsteher des Verbands der Deutschen Freien Öffentlichen Sparkassen. Mitglied im Verwaltungsrat der Hessischen Landesbank.
E.s Haltung und Handeln in der NS-Zeit sind bisher nicht ausreichend erforscht. Nach neueren und noch nicht abgeschlossenen Untersuchungen soll er als für das Kerngeschäft der Spareinlagen zuständiger Direktor ab 1933 maßgeblich und in vorauseilendem Gehorsam an der systematischen Enteignung jüdischer Kontonhaberinnen und -inhaber bei der Ffter Sparkasse von 1822 beteiligt gewesen sein.
Förderer zahlreicher kultureller und sozialer Bestrebungen. Mitglied des Engeren Ausschusses der Polytechnischen Gesellschaft. 1959 Gründer des Vereins zur Pflege der Kammermusik und zur Förderung junger Musiker in der Polytechnischen Gesellschaft, der die Konzerte der Ffter Sparkasse veranstaltet, zunächst in deren Schalterhalle in der Neuen Mainzer Straße 49-53, dann in der 1981 eröffneten Alten Oper. Für den Wiederaufbau des Opernhauses hatte sich auch E. eingesetzt. Engagement für die Wiederbelebung des St. Katharinen- und Weißfrauenstifts.
1959 Ehrenplakette der Polytechnischen Gesellschaft.
Artikel aus: Frankfurter Biographie 1 (1994), S. 185, verfasst von: Sabine Hock.
Dieser Artikel wurde noch nicht abschließend für das Frankfurter Personenlexikon überarbeitet.
Literatur:
Bauer: Polytechn. Ges. 2010, S. 142, 149, 155, 162.
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Lauf: Im Zeichen d. Bienenkorbes 1984, S. 183, 220, 225, 233, 248, 283, 284, 289, 308, 326, 359, 381, 533.
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Lerner: Polytechn. Ges. 1966, S. 13, 15, 562f., 575, 586, 588, 592.
Quellen:
ISG, S2/1. 171.
Empfohlene Zitierweise: Hock, Sabine: Emge, Emil. In: Frankfurter Personenlexikon (Onlineausgabe), https://frankfurter-personenlexikon.de/node/2091.
Stand des Artikels: 20.1.1988