Ehlers, Rudolph. Geheimer Konsistorialrat. Dr. phil. D. theol. Theologe. Evangelisch-reformierter Pfarrer.
* 30.3.1834 Hamburg, † 7.8.1908 Ffm.
Von 1864 bis 1907 Pfarrer der Deutschen evangelisch-reformierten Gemeinde in Ffm. E. war seinerzeit einer der bedeutendsten Prediger in Ffm. Zwar vertrat er die Rechte seiner Gemeinde tatkräftig, doch strebte er eine Zusammenführung der beiden evangelischen Bekenntnisse in Ffm. an. Trotz Kritik an der preußischen Orthodoxie befürwortete er als überzeugter Preuße den Anschluss an die preußische Landeskirche. In seiner Gemeinde führte er den Kindergottesdienst ein, begründete Kirchenchor und Armendiakonie und setzte sich für die Errichtung eines Gemeindehauses ein.
Mitglied des reformierten Konsistoriums, ab 1899 dann Mitglied des neu konstituierten Königlichen Konsistoriums als Oberkonsistorialrat und Stellvertreter der Konsistorialpräsidenten. Als Mitglied des Curatoriums der höheren Schulen und der Städtischen Schuldeputation trat E. für die Einrichtung von Simultanschulen ein. Auf sozialem Gebiet tätig, vor allem in der Jugendfürsorge. Vorsitzender des Ffter Pestalozzi-Vereins. Mitbegründer und Förderer der Heilerziehungsanstalt Kalmenhof in Idstein. Mitbegründer (1884) und Vorstandsmitglied des in Japan arbeitenden Allgemeinen evangelisch-protestantischen Missionsvereins (heute: Ostasienmission). Mitarbeit im Vorstand des Gustav-Adolf-Vereins, im Vorstand des Evangelischen Bundes und im Deutschen Roten Kreuz. Zusammenarbeit mit dem Vaterländischen Frauenverein und dem Krankenpflegerinnen-Institut.
Verfasser theologischer Abhandlungen und Predigtsammlungen. Mitarbeiter der „Christlichen Welt“.
Mitherausgeber der „Zeitschrift für praktische Theologie“ (1879-1900).
Veröffentlichung seiner Briefe in: „Rudolph E. – Lebensbild eines evangelischen Theologen aus seinen Briefen“ (1912).
Mitglied des reformierten Konsistoriums, ab 1899 dann Mitglied des neu konstituierten Königlichen Konsistoriums als Oberkonsistorialrat und Stellvertreter der Konsistorialpräsidenten. Als Mitglied des Curatoriums der höheren Schulen und der Städtischen Schuldeputation trat E. für die Einrichtung von Simultanschulen ein. Auf sozialem Gebiet tätig, vor allem in der Jugendfürsorge. Vorsitzender des Ffter Pestalozzi-Vereins. Mitbegründer und Förderer der Heilerziehungsanstalt Kalmenhof in Idstein. Mitbegründer (1884) und Vorstandsmitglied des in Japan arbeitenden Allgemeinen evangelisch-protestantischen Missionsvereins (heute: Ostasienmission). Mitarbeit im Vorstand des Gustav-Adolf-Vereins, im Vorstand des Evangelischen Bundes und im Deutschen Roten Kreuz. Zusammenarbeit mit dem Vaterländischen Frauenverein und dem Krankenpflegerinnen-Institut.
Verfasser theologischer Abhandlungen und Predigtsammlungen. Mitarbeiter der „Christlichen Welt“.
Mitherausgeber der „Zeitschrift für praktische Theologie“ (1879-1900).
Veröffentlichung seiner Briefe in: „Rudolph E. – Lebensbild eines evangelischen Theologen aus seinen Briefen“ (1912).
Artikel aus: Frankfurter Biographie 1 (1994), S. 175, verfasst von: Sabine Hock.
Dieser Artikel wurde noch nicht abschließend für das Frankfurter Personenlexikon überarbeitet.
Lexika:
Wilhelm Lueken in: NDB 4 (1959), S. 348f.
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Schrotzenberger, S. 56.
Literatur:
Dechent: Kirchengeschichte II, S. 454f., 470, 472, 475, 484, 519f., 534.
Quellen:
ISG, S2/57.
GND: 116379669 ( Eintrag der Deutschen Nationalbibliothek ).
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Empfohlene Zitierweise: Hock, Sabine: Ehlers, Rudolph. In: Frankfurter Personenlexikon (Onlineausgabe), https://frankfurter-personenlexikon.de/node/2071.
Stand des Artikels: 29.12.1987