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Ebel, Gottfried

Ebel, Johann Gottfried. Dr. med. Arzt. Geograf. * 6.10.1764 Züllichau/Preußisch-Schlesien, † 8.10.1830 auf dem Eschergüetli/Zürichsee in Zürich.
Seit 1792 Arzt in Ffm. Gerade von einer zweijährigen Schweizreise zurückgekehrt, verfasste E. in Ffm. sein Hauptwerk: „Anleitung, auf die nützlichste und genussvollste Art in der Schweiz zu reisen“ (1793). 1796 musste er Ffm. verlassen, weil er aufgrund seiner Übersetzungen von politischen Schriften des französischen Staatsmanns Abbé Sieyès (1748-1836) revolutionärer Ideen verdächtig geworden war. Er ging als Attaché der Ffter Gesandtschaft nach Paris. Unterbrochen von mehreren Reisen in die Schweiz, lebte E. von 1802 bis 1810 wieder in Ffm. Während dieser Zeit erhielt er einige Rufe an renommierte Universitäten, die er jedoch ausschlug. So setzte sich Goethe auf Soemmerrings Empfehlung um 1803 für E. als Nachfolger von Justus Christian Loder (1753-1832) in Jena ein, doch E. lehnte auch diese Professur für Anatomie und Chirurgie ab. Nachdem er schon 1801 das helvetische, 1804 das Zürcher Kantonsbürgerrecht erhalten hatte, ließ sich E. 1810 ständig in Zürich nieder. Befreundet mit Hölderlin und Fichte.
Geologische und geognostische Studien (Bau der Alpen, Erdmagnetismus) sowie medizinische Forschungen (Kretinismus).
Briefwechsel mit Alexander und Wilhelm von Humboldt, Savigny, Stein und Scharnhorst.

Artikel aus: Frankfurter Biographie 1 (1994), S. 168, verfasst von: Sabine Hock.
Dieser Artikel wurde noch nicht abschließend für das Frankfurter Personenlexikon überarbeitet.

Lexika: Wilhelm von Gümbel in: ADB 5 (1877), S. 518f.
Allgemeine Deutsche Biographie. Hg. durch die Historische Commission bei der Königlichen Akademie der Wissenschaften. 56 Bde. München/Leipzig 1875-1912.
| Kallmorgen, S. 251.
Kallmorgen, Wilhelm: Siebenhundert Jahre Heilkunde in Ffm. Ffm. 1936. (Veröffentlichungen der Historischen Kommission der Stadt Ffm. XI).
| Alvin E. Jaeggli in: NDB 4 (1959), S. 217.
Neue Deutsche Biographie. Hg. v. d. Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften. Bisher 27 Bde. (bis Wettiner). Berlin 1953-2020.
Quellen: ISG, S2/18.
ISG, Dokumentationsmappe in der Sammlung S2 (mit Kleinschriften, Zeitungsausschnitten und Nekrologen zu einzelnen Personen und Familien).

GND: 116319577 ( Eintrag der Deutschen Nationalbibliothek ).

© 2026 Frankfurter Bürgerstiftung und bei den Autorinnen und Autoren
Empfohlene Zitierweise: Hock, Sabine: Ebel, Gottfried. In: Frankfurter Personenlexikon (Onlineausgabe), https://frankfurter-personenlexikon.de/node/2052.


Stand des Artikels: 21.12.1987

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Förderer: Cronstett- und Hynspergische evangelische Stiftung, Stiftung Niederländische Gemeinde Augsburger Confession

Kooperationspartner: Frankfurter Historische Kommission
Projektleitung: Sabine Hock
Herausgeber: Clemens Greve, Sabine Hock
Datenbankprogrammierung: Andreas Bombel
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